25. August 2012 |
Der Wind, der Wind, das himmlische Kind
In den aktuellen Wetterberichten ist derzeit wieder der Wind ein
Thema. Besonders am Sonntag wird der Wind wieder deutlich
auffrischen.
Was ist Wind eigentlich? Ein Luftbewegung - na klar, aber warum weht
er mal mehr, mal weniger, mal sogar gar nicht?
Wind entsteht dort, wo unterschiedliche Luftmassen einander nahe
rücken. Wind ist nämlich eine Ausgleichsbewegung, und die wiederum
kann vielfältige Ursachen haben. Zwei Faktoren spielen dabei jedoch
eine wesentliche Rolle: die Temperatur und der Luftdruck - und beide
stehen zudem noch miteinander in Verbindung.
Wenn beispielsweise kalte Luft auf warme trifft, wie das bei
heranrĂĽckenden Kaltfronten der Fall ist, sorgt Wind fĂĽr
Durchmischung. Je markanter die Temperaturdifferenzen sind, umso
stärker sind die Windböen.
Der Luftdruck ist - physikalisch gesehen - ja nichts anderes als das
Gewicht der Luft pro Flächeneinheit. Nun ist dieses Gewicht nicht um
den gesamten Erdball herum gleichmäßig verteilt, sondern es gibt
Unterschiede oft schon auf wenige Kilometer Distanz. Die Natur will
auch diese wieder ausgleichen - mit Wind. Der Wind bläst dann umso
stärker, je größer die Druckunterschiede sind.
Sie können das auch gut an Ihrer heimischen Wetterstation ablesen.
Sobald starker Druckfall einsetzt, sich also das Gewicht der Luft
rasch ändert, werden Sie auffrischenden Wind registrieren. Auf der
Wetterkarte erkennen Sie dieses Phänomen an der dichten Drängung der
Isobaren. .
Zu diesen eher großräumigen Luftbewegungen kommen noch eine Reihe
kleinerer hinzu, die man auf keiner Wetterkarte direkt sehen kann:
Beispielsweise Turbulenzen, die beim Umströmen von Hindernissen
entstehen (denken Sie an Häuserschluchten!), Tornados, oder - ganz
klein - Staubteufel.
Es gibt aber nicht nur diese fĂĽr uns Menschen direkt spĂĽrbaren
Windsysteme. Durch die Erdrotation und durch die unterschiedliche
Temperaturverteilung auf der Erde entstehen globale Zirkulationen.
Dazu gehören die Passatwinde, die in den niederen Breiten
vorherrschen, die Westwinddrift in den gemäßigten Breiten und die
polaren Winde. Die nebenstehende Abbildung der NASA verdeutlicht
diese Systeme:
Weitere Infos finden Sie in unserem Wetterlexikon
www.dwd.de/wetterlexikon
Dipl.-Met. Dorothea Paetzold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 25.08.2012
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
© Deutscher Wetterdienst
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