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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Sonntag, den 22.07.2018 | Dipl.-Met. Dr. Markus Übel

Hochsommer "de luxe" - in der neuen Woche zunehmend heißer

Nach dem durchwachsenen Sonntag dreht der Hochsommer in der neuen Woche richtig auf.

Uns steht die erste ausgewachsene Hitzewelle des Jahres bevor, dabei nimmt die Gewittergefahr rasch ab.


Wetterkarte


Nachdem wir den heutigen durchwachsenen Sonntag mit Regen und einzelnen, teils kräftigen Gewittern in Teilen von Deutschland überstanden haben, können wir uns auf die erste größere Hitzewelle des Jahres vorbereiten. Mit einer südwestlichen Höhenströmung fließt warme Luft subtropischen Ursprungs nach Deutschland. Dank Hoch HELMUT werden wir zudem mit viel Sonnenschein verwöhnt, sodass sich durch die Sonneneinstrahlung die Luft von Tag zu Tag weiter aufheizen kann.


Deutschland morgen


Am morgigen Montag ist die Wärme noch vergleichsweise moderat. Meist werden am Nachmittag zwar bereits sommerliche 25 bis 30 Grad erreicht, überschritten wird die 30-Grad-Marke aber lediglich entlang des Oberrheins. Vor allem in Bayern können sich bei teils dichten Wolken nochmals Schauer und Gewitter entwickeln. Auch im Schwarzwald, in den zentralen Mittelgebirgen und Richtung Oder und Neiße sind einzelne Schauer und Gewitter nicht ausgeschlossen. In den übrigen Landesteilen scheint bereits vielfach die Sonne, wenngleich im Norden und Westen auch zeitweise dichtere Wolkenfelder durchziehen können. In der Nacht zum Dienstag funkeln vielerorts die Sterne. Örtlich kann sich allerdings Nebel bilden und in Küstennähe halten sich gebietsweise noch dichte Wolkenfelder. Die noch vergleichsweise kühle Nacht sollte zudem zum Durchlüften genutzt werden.

Am Dienstag und Mittwoch nimmt der Hochsommer - fast pünktlich zu den Hundstagen - richtig an Fahrt auf. Es scheint verbreitet die Sonne, nur harmlose Quellwolken zieren am Nachmittag den Himmel. Dabei wird es zunehmend heißer. Bereits am Dienstag wird die 30-Grad-Marke häufig überschritten. Nur südlich der Donau sowie in Vorpommern und an der Nordsee bleibt es noch etwas erträglicher. Am Mittwoch wird es noch etwas heißer. Ein geringes Schauer- und Gewitterrisiko besteht allenfalls in den Alpen. Da es auch in den Nächten nicht mehr so stark abkühlt, muss mit einer hohen Wärmebelastung gerechnet werden.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Am Donnerstag und Freitag erreicht die Hitze voraussichtlich ihren Höhepunkt. Bei weiterhin viel Sonnenschein klettert die Temperatur landesweit auf schweißtreibende 30 bis 35 Grad, im Westen sowie entlang des Rheins kann es möglicherweise sogar noch etwas heißer werden. Damit stehen uns die bisher heißesten Tage des Jahres bevor. Ganz vereinzelte Gewitter über den Mittelgebirgen und in den Alpen bleiben dabei die Ausnahme. Selbst auf den Nord- und Ostseeinseln findet man bei Temperaturen um 30 Grad lediglich im Wasser eine Abkühlung. Auch in den Nächten kann sich die Luft nur langsam abkühlen. In Ballungsräumen sowie in Städten kann es sogar Tropennächte geben, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad absinkt.

Ob zum Wochenende die Gewittergefahr wieder zunimmt, ist aus heutiger Sicht noch unklar. Eine markante Abkühlung ist aber vorerst nicht in Sicht.


Deutscher Wetterdienst

Bericht des Deutschen Wetterdienstes für Deutschland

vom 22.07.2018, 22:03 Uhr

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