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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Freitag, den 02.12.2022 | M.Sc.-Met. Sebastian Altnau

Im Osten gebietsweise winterlicher Auftakt ins zweite Adventswochenende, sonst weitgehend nass-kalt und trübe Aussichten

Der Winter gibt zum Dezemberauftakt gleich mal seinen standesgemäßen Einstand.

In der zurückliegenden Nacht hat es insbesondere vom westlichen Brandenburg über Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen bis nach Oberfranken regional kräftiger geschneit mit einigen Zentimetern Neuschnee. Insbesondere entlang der Saale südlich von Halle hat sogar für um oder knapp über 10 Zentimeter Neuschnee gereicht.


Wetterkarte


Schaut man auf die Bodendruckkarte reibt sich der ein oder andere vielleicht verwundert die Augen. Denn eigentlich liegt Deutschland im Bereich einer Hochdruckzone, die sich ausgehend von Hoch GORDON über den Britischen Inseln bis zum Monumentalhoch ERIK über Nordwestrussland erstreckt. Aufgrund dieser Konstellation fließt mit östlicher bis nordöstlicher Strömung allmählich etwas kältere Luft heran. Das Wetter jedoch wird derzeit von Tiefdruckgebieten in höheren Luftschichten gemacht, die über West- und Mitteleuropa "umhereiern".


Deutschland morgen


Ersteres, das in der Nacht über der Mitte die Schneefälle gebracht hat, zieht allmählich südwestwärts nach Frankreich. Ein weiteres quert in den Abendstunden die Alpen und schafft es in der Nacht zum Samstag bis in die östliche Mitte. Am Samstag selbst zieht es über den Nordosten hinweg zur Ostsee.
Aufgrund dieser beiden Akteure gibt es heute zunächst über der Mitte weitere Schneefälle - insbesondere in Thüringen und dem südlichen Sachsen-Anhalt. Hier sind tagsüber nochmal durchaus 5 cm Neuschnee vorstellbar. Sonst lassen die Schneefälle vorübergehend nach, in tiefen Lagen wird es häufiger auch der Regen oder Nieselregen - bevorzugt in der westlichen Mitte. Zum Nachmittag kommen in Südostbayern neue Niederschläge auf, in tiefen Lagen zunächst überwiegend als Regen, ab etwa 600 m Schnee. Im Lauf der Nacht kommt das Niederschlagsgebiet in die östliche Mitte voran und es fällt bis ganz hinunter Schnee. Bis Samstagmorgen sind nochmal bis 5 cm Neuschnee angedacht.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Am Samstag flöckelt es dann vor allem im Osten und Nordosten gelegentlich noch etwas. Viel dürfte hier jedoch nicht mehr bei rumkommen. Sonst gestaltet sich der Himmel im Einheitsgrau. Hier und da kann es auch mal etwas Sprühregen geben. Ein paar Lichtblicke mit Sonne gibt es am ehesten ganz im Westen sowie in den Hochlagen der südlichen Mittelgebirge und der Alpen. Im Osten schafft es heute und auch am morgigen Samstag die Temperatur kaum aus dem leichten Dauerfrost. In den Nächsten schlägt hingegen in vielen Regionen Deutschlands der Frost zu.

Der zweite Adventssonntag gibt über weite Strecken ein ähnliches Bild ab. Bedeckter oder neblig-trüber Himmel bleibt Trumpf. Gelegentlich gibt es etwas Sprühregen oder Regen, insbesondere im tagesverlauf im Südwesten. In den Hochlagen sind es auch die Schneeflocken.
In der Nacht zum Montag und am Montag gibt das eingangs erwähnte erste Höhentief sein Comeback. Von Frankreich her verlagert es sich in den Süden. Im Gepäck sind neue Niederschläge, die voraussichtlich bis in die Mitte ausgreifen. Überwiegend fällt voraussichtlich Regen oder Sprühregen, im Bergland ist es der Schnee. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen nass-kalten 1 und 5 Grad.



Wetter- und Warnlage für Deutschland

am Freitag, 02.12.2022, 10:15 Uhr

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