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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Freitag, den 18.06.2021 | Dipl.-Met. Christian Herold

Bis Sonntag noch heiß, dabei zunehmend schwere Gewitter.

Mit Höchsttemperaturen von verbreitet über 30 Grad ist Deutschland derzeit die wärmste Region Europas.

Zwischen Hoch ZOE über Osteuropa und den beiden Tiefdruckgebieten ULFERT und THANANONT über Südwesteuropa ist mit einer südlichen Strömung heiße Saharaluft bei uns eingeflossen. Somit hat uns die erste Hitzewelle des Sommers erfasst. Mit 35,5 Grad wurde gestern in Münster/Osnabrück die bisher höchste Temperatur des Jahres gemessen.


Wetterkarte


Heute werden mit Temperaturen von bis zu 37 °C die höchsten Werte im Osten erreicht. Im Westen macht sich allerdings der Einfluss von Tief THANANONT bemerkbar. So bilden sich dort vor allem über den Mittelgebirgen zunehmend Quellwolken, die zwar nur einzelne, aber dafür heftige Gewitter bringen.


Deutschland morgen


Am Samstag sehen wir ein ähnliches Bild. Der Hitzeschwerpunkt liegt erneut im Osten, wo in Brandenburg wieder 37 Grad erwartet werden. Im Tagesverlauf bilden sich vorwiegend über den zentralen und östlichen Mittelgebirgen einzelne heftige Gewitter. Der Nordwesten Deutschlands hat die Hitze überstanden. Dort fließt mit einer nordwestlichen Strömung bereits etwas kühlere Luft ein, wobei dort nur noch angenehme 25 bis 28 Grad erreicht werden.

In der Nacht zum Sonntag kommt dann Tief ULFERT ist Spiel, das einen weiteren Schwall feuchter Mittelmeerluft heranführt. In dieser Luftmasse bilden sich voraussichtlich in der Westhälfte schwere Gewitter. Die Lage ist derzeit noch unsicher, jedoch simulieren die meisten Modelle eine Gewitterlinie in der es zu schweren Sturmböen oder auch zu einzelnen orkanartigen Böen kommen kann.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Gefährlich werden dann auch die Gewitter am Sonntag, die Deutschland von West nach Ost mit einer Kaltfront überqueren. Die Hauptgefahr geht neben Starkregen dabei von schweren Sturmböen und auch größerem Hagel aus. Zuvor wird es in der Osthälfte mit bis zu 37 Grad nochmals richtig heiß, während im Westen die Kaltfront schon Abkühlung bringt.

In der neuen Woche dominiert dann Tiefdruckeinfluss mit kräftigen Schauern und Gewittern über Mitteleuropa. Die Temperaturen bleiben immer noch im sommerlichen Bereich, gehen aber bis Ende der Woche auf ein der Jahreszeit entsprechendes Niveau zurück. Zum nächsten Wochenende deuten die meisten Modelle eine Wetterberuhigung mit etwas steigenden Temperaturen an. Ganz so heiß wie derzeit wird es dabei voraussichtlich nicht.


Deutscher Wetterdienst

Bericht des Deutschen Wetterdienstes für Deutschland

vom 19.06.2021, 08:00 Uhr

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