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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Samstag, den 16.11.2019 | MSc.-Met. Sebastian Schappert

Bis in die neue Woche wechselhaft, ab Montag allmählich zunehmender Hochdruckeinfluss

Derzeit bestimmt tiefer Luftdruck unser Wetter. Dabei war zunächst Tief "GÜNTHER" für das wechselhafte Wetter in Deutschland verantwortlich.

Am Freitag wurde "GÜNTHER" jedoch im Bereich des Ligurischen Meeres von "HEINER" abgelöst. Dieser zog in der vergangenen Nacht über uns in Richtung Dänemark hinweg und sorgt im heutigen Tagesverlauf vor allem noch im Norden mit dichten Wolken, Regen, an der Küste sogar mit starken bis stürmischen Böen für "Schmuddelwetter". Im Süden halten sich ebenfalls teils dichtere Wolken, teils ist es neblig trüb, aber trocken. Nur über der Mitte zeigt sich hin und wieder auch die Sonne.

Wetterkarte


Während die beiden Tiefs das Wetter in Deutschland vielleicht nicht ganz so angenehm gestalten, verursachten sie in anderen Regionen Europas jedoch durchaus Chaos. Mehr dazu lesen Sie im heutigen Thema des Tages.

Was das heutige Temperaturniveau angeht, so fließt auf der Westflanke von "HEINER" kühle Luft aus nördlichen Breiten in die Westhälfte ein. Dort steigen die Höchstwerte gerade mal auf 4 bis 7 Grad an. Der äußerste Osten liegt jedoch im Übergangsbereich zur deutlich milderen Luft in Osteuropa, die "HEINER" aus dem Mittelmeerbereich nach Norden führt. Dort werden tagsüber Höchstwerte von bis zu 12 Grad erwartet.

In der Nacht zum Sonntag schwächt sich "HEINER" auf dem Weg nach Finnland allmählich ab, von Süden her sorgt jedoch ein weiteres Tief namens "INGMAR" für einen Nachschub an dichten Wolken und Niederschlägen, die an den Alpen ab etwa 900 Metern auch als Schnee fallen. Sonst bildet sich gebietsweise Nebel aus, vor allem im Westen und in der Mitte kann es bei Aufklaren leichten Frost und örtlich Glätte geben.


Deutschland morgen


Am Sonntag und in der Nacht zum Montag überquert uns dann die von "INGMAR" ausgehende Luftmassengrenze von Südost nach Nordwest und sorgt für zeitweiligen Regen, der in mittleren und höheren Lagen der südwestlichen und westlichen Mittelgebirge auch zeitweise als Schnee fallen kann. Bei der Temperaturverteilung ändert sich dabei nur wenig. In der Westhälfte ist es weiterhin mäßig kalt mit Tageshöchstwerten zwischen 2 und 7 Grad, im äußersten Osten und Südosten dagegen bei Werten von bis zu 14 Grad hingegen deutlich milder. In der Nacht zum Montag muss dann vor allem im westlichen und südwestlichen Bergland mit leichtem Frost gerechnet werden, in mittleren und höheren Lagen fällt etwas Schnee. Selbst in tiefen Lagen kann zum Berufsverkehr am Montagmorgen örtliche Schneeglätte nicht ganz ausgeschlossen werden.

Am Montag zieht "INGMAR" in Richtung Nordsee. Dabei wird vor allem die Nordhälfte noch gebietsweise mit Niederschlägen versorgt. Nach Süden zu bleibt es hingegen unter zunehmendem Hochdruckeinfluss meist trocken. Teils ist es dort dann neblig-trüb, in den windabgewandten Leelagen der Berge kann sich auch längere Zeit die Sonne zeigen.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Ab Dienstag nimmt dann der Hochdruckeinfluss in weiten Teilen Deutschlands weiter zu. Die Niederschläge lassen allmählich nach. Dann spielt Nebel wieder zunehmend eine Rolle, der sich besonders in Tallagen und Flussniederungen auch ganztags halten kann. In den Nächten sinkt die Temperatur hingegen wieder häufiger in den leichten Frostbereich ab.


Deutscher Wetterdienst

Bericht des Deutschen Wetterdienstes für Deutschland

vom 17.11.2019, 08:52 Uhr

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