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Klima aktuell

Deutschlandwetter im Dezember 2020

Der Dezember 2020 begann mit der Jahreszeit entsprechenden Temperaturen. Hohe Temperaturanomalien wurden ab der Monatsmitte im Nordosten Deutschlands beobachtet. Kurz vor Weihnachten führten warme Luftmassen deutschlandweit zu hohen Temperaturen, die teilweise zweistellig ausfielen. Während der Weihnachtsfeiertage kam es zu einem Witterungswechsel, die Temperaturen gingen deutlich zurück und der Niederschlag fiel in den Höhenlagen als Schnee. Die Sonne zeigte sich über den Monat nur gelegentlich. Erneut wurde ein zu trockener Monat beobachtet.

Das Gebietsmittel der Temperatur für Deutschland betrug 3,1 °C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Dezember 2020 somit 1,8 K zu warm und im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 2,3 K zu warm. Damit ordnet sich der Dezember 2020 als 20.-wärmster seit 1901 und seit 1881 (jeweils zusammen mit 1912 und 2000) unter die sehr warmen Dezembermonate ein.

Im Gebietsmittel von Deutschland wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 57,5 mm gemessen. Das sind 15,9 mm bzw. 21,7 % weniger als im Mittel des Zeitraums 1981-2010 und 12,7 mm bzw. 18,1 % weniger als in der Referenzperiode 1961-1990. Der Dezember 2020 war damit der 58.-trockenste Dezember in Deutschland seit 1901 und der 69.-trockenste seit 1881 und zählt damit beim Niederschlag zu den durchschnittlichen Dezembermonaten.

Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 34,8 Stunden. Das sind 5,1 Std. bzw. 12,8 % weniger als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und 3,3 Std. bzw. 8,6 % weniger als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Monat als 31.-sonnenscheinärmster Monat seit 1951 zu den etwas trüberen Dezembermonaten ein.

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Quelle: Deutscher Wetterdienst