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Klima aktuell

Deutschlandwetter im Dezember 2021

Der Dezember 2021 war wärmer und etwas trockener als die vieljährigen Mittel. Beim Sonnenschein lag der Monat im Soll. Eine Luftmassengrenze etablierte sich kurz vor Weihnachten. Während im Norden sehr kalte Luft vorherrschte, war es im Süden gebietsweise sehr mild. Diese Luftmassenverteilung spiegelt sich auch im Monatsmittel wider. Während im Südwesten Anomalien von mehr als 2 K beobachtet wurden, lagen die Anomalien im Nordosten unter 1 K. In der Landesmitte fielen die geringsten Niederschlagsmengen, aber auch im gesamten Osten waren es weniger als 50 mm. Im Süden wurden nicht nur in den bergigen Regionen mehr als 100 mm registriert. Nur ganz im Süden wurde an mehr als 50 Stunden Sonnenschein beobachtet. Der Jahresausklang gestaltete sich extrem mild.

Das Gebietsmittel der Temperatur für Deutschland betrug 2,6 °C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1991-2020 war der Dezember 2021 somit 0,8 K wärmer und im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 um 1,8 K wärmer. Damit ordnet sich der Dezember 2021 gemeinsam mit den Jahren 1910, 1955 und 1965 als 29.-wärmster seit 1881 bzw. als 27.-wärmster seit 1901 unter die sehr warmen Dezembermonate ein.

Im Gebietsmittel von Deutschland wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 61,4 mm gemessen. Das sind 9,6 mm bzw. 13,5 % weniger als im Mittel des Zeitraums 1991-2020 und 8,8 mm bzw. 12,5 % weniger als in der Referenzperiode 1961-1990. Der Dezember 2021 war damit der 68.-nasseste Dezember in Deutschland seit 1881 und der 60.-nasseste seit 1901.

Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 37,9 Stunden. Das sind 4,1 Std. bzw. 9,8 % weniger als im Vergleichszeitraum 1991-2020 und 0,2 Std. bzw. 0,4 % weniger als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Monat als 34.-sonnenscheinreichster Monat seit 1951 zu den durchschnittlichen Dezembermonaten ein.

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Quelle: Deutscher Wetterdienst