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Klima aktuell

Deutschlandwetter im März 2019

Der Monat März begann sehr mild und war besonders in der ersten Monatshälfte durch mehrere Sturmtiefs geprägt. Zu Beginn der zweiten Monatsdekade fielen die Temperaturen auf Werte, die der Jahreszeit entsprechen und schwankten im weiteren Verlauf im Süden und Westen um die vieljährigen Mittelwerte. Im Norden blieb die Temperatur über den vieljährigen Mittelwerten. Die monatliche Temperaturabweichung liegt im Nordosten über 3 K, im Südwesten unter 3 K. Im Nordosten und in Brandenburg wurden die höchsten Niederschlagsabweichungen beobachtet. Am Monatsanfang fiel der Niederschlag auch in höheren Lagen als Regen. Im Süden Deutschlands zeigte sich oft die Sonne. Dort wurden überdurchschnittlich viele Sonnenscheinstunden beobachtet. Im Norden war es eher trüb. Dort wurde das Sonnenscheinsoll nicht erreicht. Der Monat März war sehr mild, relativ nass und mit einer, über Deutschland gemittelt, ausgeglichenen Sonnenscheindauer. Der letzte zu kühle Monat war der März 2018. Damit ergibt sich eine Aufeinanderfolge von 12 Monaten, die eine positive Anomalie aufwiesen. Dies wurde bisher nur für die Zeiträume Sep 2006 ? Aug 2007 und Sep 2014 ? Aug 2015 beobachtet. Im 20. Jahrhundert waren es nie mehr als neun Monate in Folge (Mai 1982 ? Jan 1983).

Das Gebietsmittel der Temperatur für Deutschland betrug 6,6 °C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der März 2019 somit 2,3 K, im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 3,1 K zu warm. Damit ordnet sich der März 2019 als 8.-wärmster Monat seit 1901 und seit 1881 in die sehr warmen Märzmonate ein.

Im Gebietsmittel von Deutschland wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 74,7 mm gemessen. Das sind 10,2 mm bzw. 15,8 % mehr als im Mittel des Zeitraums 1981-2010 und 18,1 mm bzw. 32 % mehr als in der Referenzperiode 1961-1990. Der März 2019 war damit der 24.-nasseste März in Deutschland seit 1881 und der 21.-nasseste seit 1901. Er zählt damit zu den eher nassen Märzmonaten.

Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 113,2 Stunden. Das sind -0,7 Std. bzw. -0,6 % weniger als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und 2 Std. bzw. 1,8 % mehr als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Monat als 28.-trübster Monat seit 1951 in die etwas trüberen Märzmonate ein.



Quelle: Deutscher Wetterdienst