16:59 MESZ | 09.08.2026 Profi-Wetter| Mobile Seite| Kontakt| Impressum| Datenschutz
Social
01. Oktober 2013 |

Taifun WUTIP

...ist nach diversen tropischen Depressionen und mehr oder weniger
schweren tropischen Stürmen der vierte "richtige" Taifun der
"Pazifischen Taifunsaison 2013", welche die im westlichen Pazifik
beobachteten tropischen Wirbelstürme umfasst. Derzeit sind neben
WUTIP noch zwei weitere, deutlich schwächere Systeme in der Region
unterwegs. Grundsätzlich können Taifune ganzjährig auftreten, dennoch
bildet der Zeitraum zwischen Frühsommer und Spätherbst sozusagen die
Hauptsaison. Diese fiel bislang etwas dünn aus, im vorigen Jahr
wurden bis Anfang Oktober bereits elf Taifune registriert.

WUTIP bildete sich am 25. September über dem Südchinesischen Meer
westlich der Philippinen, zog mit einer Marschgeschwindigkeit von
zuletzt 16 Knoten (knapp 30 km/h) ziemlich genau westwärts und
landete gestern Nachmittag mit seinem Zentrum an der vietnamesischen
Küste zwischen Da Nang und Dong Hoi. Während der Landung wies WUTIP
noch Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 100 kn (ca. 180 km/h)
auf, die sich infolge seiner Abschwächung über der Landmasse
Indochinas auf etwa 30 Knoten verringert haben dürften. Ein weiteres
Merkmal tropischer Wirbelstürme sind die sintflutartigen
Niederschläge. Beispielsweise wurden innerhalb von vierundzwanzig
Stunden bis gestern 12:00 UTC in Dong Hoi (17°29'N, 106°36'E, 6 m NN)
281 L/m² (= mm) Regen gemessen.

Zum Vergrößern bitte klicken


Eine Darstellung des Taifuns WUTIP, aufgenommen mit dem abbildenden
Spektroradiometer MODIS (Moderate Resolution Imaging
Spectroradiometer) auf dem polarumlaufenden, sonnensynchronen
Erdbeobachtunssatelliten "Terra", vom 30.09.2013, 03:35 UTC, finden
Sie nebenstehend. Beim
Vergleich mit der - salopp formuliert - für "Hurrikane in
amerikanischen Gewässern" geschaffenen, fünf-plus-zwei-stufigen
Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala, kann man WUTIP in die Kategorie 2,
vielleicht sogar 3 einordnen.

Bildquelle: NASA


Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 01.10.2013

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



© Deutscher Wetterdienst

Themenarchiv:

09.08. - Geschichte der Meteorologie − Teil 14: Etablierung nationaler meteorologischer Institute ab etwa 1800 in Europa (b)

08.08. - Geschichte der Meteorologie − Teil 13: Etablierung nationaler meteorologischer Institute ab etwa 1800 in Europa (a)

07.08. - Starke Bodentrockenheit

06.08. - Schweißtreibender QUIRIAKUS

05.08. - Noch ganz stabil? Atmosphärische Instabilitäten, Turbulenz und Klimawandel

04.08. - Wetter, Waldbrand, Wasserdurst

03.08. - Aktuelle Schwierigkeiten bei der Gewittervorhersage

02.08. - Deutschlandwetter im Juli 2026

01.08. - Geschichte der Meteorologie − Teil 12: Meteorologie um 1800 und zu Beginn des 19. Jahrhunderts

31.07. - Zwischenbilanz der Tornadosaison 2026

30.07. - Was ist eine Fallböe?

29.07. - Erst große Hitze, dann schwere Gewitter?

28.07. - Vegetationsbrände, Wetterextreme und globale Erwärmung

27.07. - Geschichte der Meteorologie – Teil 11: Meteorologie Ende des 18. Jahrhunderts (b) und um 1800

26.07. - Tag der Seenotrettung

25.07. - Gebietsweise anhaltende Trockenheit und neue Hitze

24.07. - Von Hunden und Erfrischungen

23.07. - Kühle Meeresbrise oder die „Land-Seewind-Zirkulation“

22.07. - Nordströmung hält die Hitze auf Abstand

21.07. - Zwischen Physik und Künstlicher Intelligenz – Wie KI die Wettervorhersage verändert

20.07. - Spanien - Olé

19.07. - Deutliches Nordost-Südwestgefälle bei der Temperatur

18.07. - Von Trockenheit und rekordniedrigen Wasserständen

17.07. - Warum ziehen die Gewitter immer an mir vorbei?

16.07. - Kleines Höhentief, große Wirkung – eine Gewitternachlese

15.07. - Vom Scheren und schweren Gewittern

14.07. - Vom Höhenei bis hin zu schweren Gewittern

13.07. - Wie lange hält die hochsommerliche Hitze an?

12.07. - Geschichte der Meteorologie – Teil 10: Meteorologie Ende des 18. Jahrhunderts (a)

11.07. - Supertaifun BAVI