07:56 MESZ | 23.07.2026 Profi-Wetter| Mobile Seite| Kontakt| Impressum| Datenschutz
Social
06. März 2013 |

Der März...

Farbenfrohe Wiese im März


... war im altrömischen Kalendarium der erste Monat, bevor in einer
Kalenderreform im Jahre 153 v. Chr. die Umstellung des Jahresbeginns
auf den 1. Januar realisiert wurde. Er ist nach dem antiken Kriegs-
und Wettergott Mars benannt (lat. Martius). Alte deutsche Namen fĂĽr
den März sind Lenzing, Lenzmond oder Frühlingsmond.

Im März wandert die Sonne entlang des aufsteigenden Astes der
Ekliptik weiter nordwärts und erreicht am 20. um 12:02 Uhr MEZ den
Himmelsäquator. Dann ist Tagundnachtgleiche und damit astronomischer
Frühlingsbeginn. Die lichte Tageslänge erhöht sich im Verlaufe des
März deutlich, in 50° nördlicher Breite von 10 h 59 min zu Beginn auf
12 h 51 min am Ende des Monats, das sind fast zwei Stunden.

Den nächtlichen Himmel ziert das sog. Frühlingsdreieck. Es wird aus
den sehr hellen Sternen Regulus (im Sternbild Löwe), Arktur (im
Sternbild Bärenhüter) und Spika (Sternbild Jungfrau) gebildet und ist
kurz nach Sonnenuntergang am Firmament in sĂĽdlicher Richtung
sichtbar, während das Wintersternbild Orion gegen morgen bereits tief
am westlichen Horizont steht.

Überhaupt ist der März die Brücke vom Winter zum Frühling. Als
klassischer Frühlingsmonat lässt er, wie in den vergangenen Tagen,
alle Zeichen des Wiedererwachens der Natur nach der dunklen
Jahreszeit erkennen. Die ersten Bäume blühen, Märzenbecher und
Krokusse sprieĂźen aus dem Boden. Immer mehr Vogelstimmen sind zu
hören, Störche und Kraniche kehren von ihren Winterquartieren im
SĂĽden heim. In alter Zeit begannen die Bauern, die zur Zucht
ungeeigneten Schafe aus ihren Herden auszusondern, daher stammt wohl
die Bezeichnung "ausmerzen".

Aber der März kennt auch andere Seiten. Das Wintergebaren mit
Nachtfrösten ist noch längst nicht vorbei, und wenn Ost- oder
Nordlagen die Oberhand in der europäischen Wetterküche gewinnen, gibt
es knackige Kälte bzw. nasskaltes Schauerwetter. Treffen hingegen
subtropische und arktische Luftmassen ĂĽber dem Nordatlantik
aufeinander, dann sorgen starke Tiefdruckgebiete fĂĽr FrĂĽhlingsstĂĽrme.



Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 06.03.2013

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



© Deutscher Wetterdienst

Themenarchiv:

22.07. - Nordströmung hält die Hitze auf Abstand

21.07. - Zwischen Physik und Künstlicher Intelligenz – Wie KI die Wettervorhersage verändert

20.07. - Spanien - Olé

19.07. - Deutliches Nordost-Südwestgefälle bei der Temperatur

18.07. - Von Trockenheit und rekordniedrigen Wasserständen

17.07. - Warum ziehen die Gewitter immer an mir vorbei?

16.07. - Kleines Höhentief, große Wirkung – eine Gewitternachlese

15.07. - Vom Scheren und schweren Gewittern

14.07. - Vom Höhenei bis hin zu schweren Gewittern

13.07. - Wie lange hält die hochsommerliche Hitze an?

12.07. - Geschichte der Meteorologie – Teil 10: Meteorologie Ende des 18. Jahrhunderts (a)

11.07. - Supertaifun BAVI

10.07. - Trockenheit im SĂĽdwesten Deutschlands

09.07. - Neue Hitze im SĂĽdwesten

08.07. - Sommersturm an der Ostsee

07.07. - Zwischen Sommerhoch und Tiefdruckeinfluss – Deutschland bleibt von der großen Hitze verschont

06.07. - Ein Blick auf die Pflanzenwelt - Phänologie

05.07. - Erwartet uns eine neue Hitzewelle?

04.07. - Geschichte der Meteorologie – Teil 9: Meteorologie um 1750

03.07. - Endlich wieder DurchlĂĽften - aber wie lange?

02.07. - Deutschlandwetter im Juni 2026

01.07. - Von Regenbekleidung und Gewitterenergie

30.06. - Luftmassenwechsel bringt teils heftige Gewitter und Starkniederschläge

29.06. - Wie das Wetter die Waldbrandgefahr bestimmt

28.06. - Eine Hitzewelle für die Geschichtsbücher – Eine erste vorläufige Bilanz

27.06. - Hitze, Blitz und Donner!

26.06. - Geschichte der Meteorologie – Teil 8: Meteorologie um 1700 und erste meteorologische Messnetze zur Wetterbeobachtung

25.06. - HeiĂź, heiĂźer, HARTMUT!

24.06. - Nur noch 6 Monate

23.06. - SechsunddreiĂźig Grad und es wird noch heiĂźer