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28. November 2025 | Dipl.-Met. Marco Manitta

Glatteisgefahr im Südosten Deutschlands

Glatteisgefahr im Südosten Deutschlands

Datum 28.11.2025

Ein Sturmtief über dem Nordmeer lenkt feuchte Atlantikluft nach Deutschland, während der Alpenraum noch von Sonne profitiert. In der Nacht zum Samstag wird es im Südosten jedoch kritisch, denn es droht dort eine Glatteislage.

Während sich der unmittelbare Alpenrand und einige Hochlagen in einem traumhaften Winterkleid präsentieren, zieht eine kompakte Wolkendecke über Deutschland hinweg und bringt mancherorts Regen. Verantwortlich dafür ist das Sturmtief YONATAN über dem Nordmeer, dessen Frontensystem bereits das Wetter im Nordwesten und in der Mitte beeinflusst. Der Südosten dagegen steht noch unter dem Einfluss des Hochs ALRUN, das sich vom Atlantik als sogenannte Hochdruckbrücke bis nach Osteuropa erstreckt.


Bodenanalyse mit Fronten und Luftdruck, Freitag den 29.11.2025 12 UTC (Quelle: DWD)
Bodenanalyse mit Fronten und Luftdruck, Freitag den 29.11.2025 12 UTC (Quelle: DWD)


Am heutigen Freitag bleibt es meist bedeckt, begleitet von zeitweiligem Regen. Nur von den Alpen bis zum Bayerischen Wald scheint überwiegend die Sonne – ausgenommen die untere Donau und der untere Inn, wo sich ganztägig Nebel hält. Zudem kam es an der oberen Donau und auf der Alb örtlich zu gefrierendem Regen, doch im Laufe des Tages hat sich die Lage entspannt.

In der Nacht zum Samstag sowie am Samstagvormittag wird es jedoch stellenweise brisant. Dann erreicht das Frontensystem von Tief YONATAN auch den Südosten, wo es auf frostige Temperaturen und gefrorene Böden trifft. In der Oberpfalz, in Niederbayern und im östlichen Oberbayern besteht ein erhöhtes Risiko für Glatteis.


Wetter- und Temperaturkarte, in der Nacht zum Samstag 28./29.11.2025 (Quelle: DWD)
Wetter- und Temperaturkarte, in der Nacht zum Samstag 28./29.11.2025 (Quelle: DWD)


Trotz steigenden Luftdrucks zeigt sich der Samstag vielerorts stark bewölkt bis bedeckt. Im Südosten lässt die Glatteisgefahr allerdings nach. Im Süden wird es im Tagesverlauf freundlicher, während sich in den übrigen Regionen die Sonne nur selten zeigt.

Am Sonntag bringt ein neues Tief in der Westhälfte weiteren Regen. Von Bayern bis Sachsen wird der Tag – abgesehen von Nebelfeldern in den Niederungen – überwiegend freundlich. Die neue Woche setzt das bekannte Muster fort: Der Westen und Nordwesten verbleiben unter Tiefdruckeinfluss mit wiederholtem Regen, während der Südosten leicht vom Hochdruck geprägt ist und vor allem in höheren Lagen etwas Sonne abbekommt. In den Niederungen hingegen dominieren Nebel und Hochnebel.



© Deutscher Wetterdienst

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