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05. Mai 2026 | M.Sc. Met. Thore Hansen

Unwetterpotenzial in der Mitte: Starkregen und Gewitter

Unwetterpotenzial in der Mitte: Starkregen und Gewitter

Datum 05.05.2026

In der Nacht zum Mittwoch formiert sich aus Schauern und Gewittern ein Regengebiet, das vor allem in der Mitte Deutschlands für anhaltenden und teils kräftigen Regen sorgt. Gebietsweise kann der halbe Monatsniederschlag in ein paar Stunden fallen.

In den vergangenen Tagen hat man vielerorts nicht nur an den Temperaturen gemerkt, dass sich die Atmosphäre auf Sommerbetrieb umgestellt hat. Regional kam es zu teils kräftigen Gewittern mit Starkregen und Hagel. Spitzenreiter der einstündigen Regenmengen war am gestrigen Montag die Station Schmallenberg-Sellinghausen im Hochsauerland mit 23,8 l/m² zwischen 17 und 18 Uhr.


Vorhersage Bodendruck mit Fronten für den 06.05.2026 14 Uhr (Quelle:DWD)


Aktuell lenken die beiden Tiefdruckgebiete ANNE über Frankreich und BABETTE über Bayern feuchtwarme Luft in den Süden und in die Mitte des Landes. Dort entstehen heute Nachmittag und Abend einige Schauer und Gewitter, die lokal zu kräftigem Starkregen führen. In einer Stunde können dann erneut um 20, vereinzelt auch um 30 l/m² fallen. Im Norden merkt man davon nichts. Am Nachmittag und Abend ist es zwar meist bedeckt und hier und da fällt etwas Regen. Viel ist das aber nicht und nahe der Nordsee scheint sogar längere Zeit die Sonne.


12-stündige simulierte Niederschlagsmengen bis 06.05.2026 08 Uhr. Dargestellt sind verschieden Wettermodelle. (Quelle:DWD)


In der Nacht zum Mittwoch wachsen die Schauer und Gewitter über der Mitte des Landes zu einem größeren Regengebiet zusammen. Vor allem von Ostwestfalen und dem Sauerland ostwärts bis nach Sachsen regnet es länger anhaltend und teils kräftig. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt wahrscheinlich im Norden Thüringens und im Umfeld des Harzes. Flächig fallen wahrscheinlich 20 bis 40, lokal bis zu 60 l/m² in etwa 12 Stunden. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Niederschlagssumme für den Monat Mai im Raum Erfurt liegt bei 65 l/m². Infolgedessen können Bäche und kleine Flüsse in kurzer Zeit stark anschwellen.


Wahrscheinlichkeiten für mehr als 25 bzw. 40 l/m² in 12 Stunden bis 06.05.2026 08 Uhr laut dem Wettermodell ICON. (Quelle:DWD)


Der Mittwoch zeigt klare Ähnlichkeiten zum heutigen Dienstag. Erneut kommt der nächtliche Regen in den Norden voran und schwächt sich dort ab, erreicht aber nicht den äußersten Norden und Nordwesten. In der Südhälfte entstehen am Nachmittag und Abend abermals kräftige Schauer und Gewitter. Mit den Gewittern kann es zu Starkregen, Hagel und stürmischen Böen kommen.

Schauer und Gewitter bilden in der Nacht zum Donnerstag dann wieder ein größeres Regengebiet, das sich in die mittleren Landesteile verlagert und dort zu länger andauernden und teils kräftigen Niederschlägen führt. Der Schwerpunkt liegt wahrscheinlich etwas weiter südlich als in der Vornacht. Die Intensität reicht sehr wahrscheinlich nicht an die der Vornacht heran.

Am Donnerstag bilden sich dann erneut Schauer und Gewitter im Süden, ab der Nacht zu Freitag setzt sich anschließend nach und nach Hochdruckeinfluss durch. Der Rest der Woche verläuft dann deutlich sonniger und auch wieder wärmer als die kommenden Tage.



© Deutscher Wetterdienst

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