Das aktuelle Wettergeschehen ist nicht gerade von großer Abwechslung geprägt - sieht man von der spannenden Frage nach der potentiellen Nebelauflösung einmal ab - denn das noch immer wetterbestimmende Hoch Klaus wurde von der Berliner Wetterkarte bereits am 29. Oktober getauft und schloss sich fast nahtlos an Hoch JURIJ an.
Draußen auf dem Atlantik tut sich aber einiges in Form des großräumigen Tiefs PIA, dessen frontale Grüße bis nach Deutschland reichen werden, bevor weitere, eher kleinräumige Tiefs mitmischen dürften.
Am heutigen Sonntag passiert bei einem verbreiteten Mix aus Sonne, Wolken, Nebel und Hochnebel wenig bis nichts, und mit Höchstwerten grob zwischen 5 und 13 Grad ist auch temperaturtechnisch kein großer Sprung zu erwarten.
Am morgigen Montag startet dann die angesprochene, mehrstufige Wetterumstellung zunächst im Süden. Dort kommen im Südschwarzwald, später auch bis zum Allgäu, Regenfälle auf, welche sich im Verlauf noch intensivieren und eine kleine Dauerregenlage bis weit in den Dienstag hinein einläuten. Wie der Berechnung des deutschen ICON-EU-Modells zu entnehmen ist, fallen lokal durchaus 35 bis 50 l/qm innerhalb von 24h bis Dienstagmittag, punktuell und mit etwas Stau sind am südlichen Schwarzwald sogar geringfügig höhere Mengen nicht ausgeschlossen, die das europäische EZ-Modell jedoch nicht sieht. Aber auch dieses stützt die markante Dauerregenlage, sodass morgen mit entsprechenden Warnungen gerechnet werden muss. Ansonsten gibt es am Montag nur ein paar meist leichte Niederschläge bevorzugt im Osten und vom Westen bis zur Mitte kommt bei Höchstwerten von round about 10 Grad auch die Sonne raus.
Zum Dienstag zieht wie angesprochen der erste Schwung Regen langsam aus dem Süden ab. Über der Nordhälfte gilt es abermals dem dichten Nebel beim Auflösen oder Nicht-Auflösen zu zusehen. Entsprechend bleibt es mit Höchstwerten von nur 4 bis 5 Grad im Osten und sonst 6 bis 8 Grad wieder kühl, lediglich im Südwesten sind mit Abzug des Regens über 10 Grad möglich.
Mehr Spannung ist dann (wieder) ab Mittwoch zu erwarten: Von Westen und Südwesten kommend gibt es frisches Nass, das sich sogar bis in die Nordhälfte ausbreitet. Vor allem in einem breiten Streifen über der Landesmitte könnte es sich im Verlauf so richtig einregnen, sind hier doch zwischen 15 und 30 l/qm bis Donnerstag durchaus denkbar. Gleichzeitig sickert von Norden kühlere Luft subpolaren Ursprungs ein, während in den Südwesten milde Subtropikluft vorstoßen kann. Folglich baut sich ab Mittwoch ein starker Temperaturgegensatz auf, der 4 bis 6 Grad im Norden und bis zu 17, vielleicht sogar 18 Grad im Südwesten nach sich ziehen wird.
Auch am Donnerstag ändert sich daran wenig bis nichts, wobei die Luftmassengrenze als eine zunächst schleifende (sprich kaum ziehende) Kaltfront langsam in die Südhälfte gedrückt wird. Rückseitig kühlt es im Norden und der Mitte ordentlich aus, sodass ab der Nacht zum Freitag Frost ein verbreitetes Thema wird.
Am Freitag sollte nach dem doch recht einheitlichen Willen sämtlicher Wettermodelle die Kaltfront über dem äußersten Süden ankommen, wo noch unklar ist, ob es ggf. bis in mittlere Lagen für Schnee reicht. Die deutsche ICON-Kette ist diesem Szenario durchaus nicht abgeneigt, externe Modelle wie das EZ-Modell sehen Schnee jedoch nur in hohen Lagen der Alpen und möglicherweise im Bayerischen Wald. Hier muss noch geklärt werden, wie schnell die Kaltfront durchschwenkt und wann dahinter die Kaltluft folgt.
"Richtiges" Winterwetter ist aber abseits dieser kleinen und noch unsicheren Episode bei wieder steigendem Luftdruck auf Sicht (noch) nicht zu erwarten.





