Die Vorhersage für den gestrigen Dienstag gestaltete sich am Wochenende recht schwierig. Grund dafür war die unterschiedliche Simulation eines Tiefdruckgebietes in höheren Luftschichten. Die Berechnung dieser sogenannten Kaltlufttropfen stellt meistens eine Schwierigkeit dar, die sich erst kurz vor dem tatsächlichen Zeitpunkt auflöst.
So war es auch dieses Mal. Im Thema des Tages vom Sonntag können Sie nachlesen, wie die Wettermodelle des Deutschen Wetterdienstes (ICON), der USA (GFS) und vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (IFS) die Lage des Höhentiefs am Dienstag prognostizierten und welches Wetter daraus resultieren sollte.
Gestern waren sich die Modelle dann einig: Das Tief zog von Polen her nach Deutschland…
…verlagerte sich bis zum frühen Nachmittag westwärts etwa auf eine Höhe mit Hamburg…
…und zog anschließend nordwärts nach Dänemark.
Entsprechend gestaltete sich das Wetter. Zwar waren die Wolken im Osten dicht und die Sonne tat sich schwer, der Niederschlag lief aber dem Nordrand des Höhentiefs voraus. Im Ergebnis blieben weite Teile des Ostens weitgehend trocken, wohingegen der Nordosten und Norden etwas Regen sahen.
Rückblickend betrachtet waren also ICON und GFS mit ihrer Prognose vom Sonntag zumindest im Osten Deutschlands näher an der Realität als IFS. Wenn man sich die Vorhersage für den Südwesten des Landes ansieht, dann war aber IFS näher dran, denn es gab im Süden längere Zeit dichten Nebel und Hochnebel, der weder von ICON noch von GFS simuliert wurde. Dafür waren beide Modelle der Meinung, der Westen und Nordwesten würde bereits am Mittag/Nachmittag unter dichten Wolken verschwinden, was sich tatsächlich bis in den Abend zog.
Es ist also wie so oft: Die Mischung machts. Kein Wettermodell hat immer Recht und manchmal lässt sich eine verlässliche Prognose erst kurz vor knapp erstellen.






