03:22 MESZ | 08.06.2026 Profi-Wetter| Mobile Seite| Kontakt| Impressum| Datenschutz
Social
03. Februar 2013 |

Eisige Gesellen


Am gestrigen Samstag traten sie wieder auf: Graupel.

Aber was ist das eigentlich? Und worin besteht der Unterschied zum
Hagel oder zu Eiskörnern oder Schneegrieseln?

Nun, alle drei gehören zu den Hydrometeoren. Als solche bezeichnet
man alle flüssigen und festen Teilchen, die aus atmosphärischem
Wasserdampf entstehen. Es gibt sowohl schwebende als auch fallende
Hydrometeore. Zur ersten Gruppe gehören Wolken oder Nebel, zur
zweiten Regen oder Schnee in allen Varianten.

Hagel und Graupel haben eine ganz ähnliche Entstehungsgeschichte: Sie
bilden sich in Gewitterwolken (Cumulonimbus). Diese Wolkenart besteht
ja ohnehin schon sowohl aus Wassertröpfchen, aber auch aus
Eiskristallen. Innerhalb einer solchen Wolke werden durch rasche Auf
- und Abwinde besonders Schnee- und Eiskristalle immer größer, weil
sie sich zusammenballen und oft sogar noch unterkühlte Regentropfen
auf ihrem Weg durch die Wolke aufsammeln. Diese Regentropfen frieren
sofort an. So bilden sich regelrechte Eiskügelchen unterschiedlicher
Größe.

Die Größe wiederum ist entscheiden für die Zuordnung: Graupelkörner
haben einen Durchmesser bis 5mm. Sind die Körner größer, spricht man
vom Hagel. Der kann in Extremfällen mehr als 10 cm Durchmesser haben!


Hagel tritt hauptsächlich in der wärmeren Jahreszeit auf, weil dann
die Gewitterwolken mächtiger sind als im Winter.

Übrigens gibt es auch beim Graupel zwei unterschiedliche Formen:
Frostgraupel bestehen aus sehr hartem Material. Sie springen beim
Aufprall auf den Boden gern hoch.
Reifgraupel hingegen sind spröde, zerspringen daher meist beim
Auftreffen auf den Boden und sehen schneeähnlich aus.

Eiskörner und Schneegriesel bilden sich nicht in Haufenwolken sondern
in Schichtwolken. Eiskörner sind gefrorene Regentropfen,
Schneegriesel bestehen meist aus Schneesternchen. Diese Körnchen sind
viel kleiner als Hagel oder Graupel.



Dipl.-Met. DorotheaPaetzold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 03.02.2013

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



© Deutscher Wetterdienst

Themenarchiv:

07.06. - Die Wettervorhersage für den D-Day

06.06. - Eine Nebelnacht im Juni

05.06. - Aprilwetter im Juni

04.06. - Abwechslungsreiches Wetter für einen bunten CSD am Samstag in Dresden

03.06. - Deutschlandwetter im Frühjahr 2026

02.06. - Deutschlandwetter im Mai 2026

01.06. - Tief NESRIN - der erste Dämpfer für den (meteorologischen) Sommerbeginn

29.05. - Trockene und feuchte Luftmassen

28.05. - Erste große Gewitterlage 2026?

27.05. - In 16000 m Höhe

26.05. - Was ist eine „Heat Dome“?

25.05. - Geschichte der Meteorologie – Teil 7: Meteorologie im beginnenden Zeitalter der Aufklärung und Weiterentwicklung der quantitativen Meteorologie

24.05. - Die Sonne nähert sich dem Höchststand, gewinnt täglich an Kraft und bringt somit auch entsprechende Gefahren mit!

23.05. - Des einen Freud…

22.05. - Hoch "Zeno" sorgt für niedrigen Meeresspiegel?!

21.05. - Weichenstellung auf Sommerwetter!

20.05. - Bisher abwechslungsreicher Mai

19.05. - Tag der Diversität

18.05. - Auswirkungen eines El Nino auf die tropische Wirbelsturmaktivität

17.05. - Blick nach vorne - Sommerwetter?

16.05. - Geschichte der Meteorologie – Teil 6: Meteorologie im Zeitalter der Renaissance und Anfänge der quantitativen Meteorologie

15.05. - König Fußball und das Wetter

14.05. - Kühles "Aprilwetter" an den Eisheiligen

13.05. - Wo ist der Polarjet hin?

12.05. - Der Geruch von Regen

11.05. - Turbulente und kühle Maitage

10.05. - Pannekoek in der Kalahari – wenn die Savanne wieder zum Leben erwacht

09.05. - Die Eisheiligen: Nur ein Mythos?

08.05. - Warmes Wochenende, kühler Wochenstart

07.05. - Wie funktioniert eine Gewittervorhersage?