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23. November 2012 |

Schwere Gewitter auf Zypern

Mit einer Fläche von 9251 km² (etwa halb so groß wie das Bundesland
Hessen) liegt die im östlichen Mittelmeer befindliche Insel Zypern
tektonisch auf der sog. Anatolischen Platte und wird geologisch
bereits zu Asien gezählt. Schließlich beträgt die Entfernung
nordwärts zur türkischen Küste nur knapp 70 km, ostwärts sind es bis
zur syrischen Küste knapp 100 km.

Die Gewässer um Zypern sind die wärmsten des gesamten Mittelmeeres,
die Meeresoberflächentemperaturen liegen im Februar um 17 °C, im
August bei ca. 28 °C. Auf Zypern herrscht kontinental geprägtes,
mediterranes Klima mit heißen Sommern und milden Wintern. Die im
Inneren der Insel gelegene Station Nikosia hat im Hochsommer ein
durchschnittliches tägliches Temperaturmaximum von 37 °C, damit ist
es fast so heiß wie Dubai (V.A.E.) und deutlich wärmer als Mallorca.


Von Mai bis November ist normalerweise Trockenzeit, Regen fällt vor
allem zwischen Dezember und April. Dennoch sind bereits die Monate
Oktober und November manchmal niederschlagsträchtig, wenn herbstliche
Tiefdruckgebiete über den noch warmen Gewässern Schauer und Gewitter
auslösen. So machte gestern ein mächtiger Gewitterkomplex die
zypriotische Nordküste zu einer der regenreichsten Regionen der Erde.


In vierundzwanzig Stunden bis heute früh 06:00 UTC registrierte man
an der Station Girne (35°20'N, 033°19'E, 11 m NN) 97 L/m² (= mm), in
Akdeniz (35°18'N, 032°57'E, 89 m NN) waren es 52 mm. Aber auch an der
Südostküste schauerte es örtlich kräftig, so in Magusa (35°08'N,
033°56'E, 11 m NN) mit 54 mm/24 h.

Ein Satellitenbild im sichtbaren Spektralbereich, vom 22.11.2012,
12:00 UTC, ergänzt mit Wetterbeobachtungen, finden Sie nebenstehend.

Zum Vergrößern bitte klicken

Deutlich erkennt man die hoch
reichenden Gewittercluster; die roten Blitzsymbole kennzeichnen an
den einzelnen Wetterstationen registrierte Gewitter.


Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 23.11.2012

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



© Deutscher Wetterdienst

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