Am Vormittag des gestrigen Sonntags (21.06.2026) war auf der Nordhalbkugel astronomischer Sommeranfang. Dabei steht die Sonne über dem nördlichen Wendekreis (circa 23 Grad Nord) im Zenit. Der astronomische Sommeranfang ist dementsprechend der längste Tag, gleichzeitig ist die Nacht am kürzesten.
Meteorologisch gesehen ist bereits seit dem 01. Juni Sommer. Dies hat statistische Gründe. Auswertungen von Jahreszeiten bezüglich Temperatur, Niederschlagsmenge usw. sind einfacher zu erstellen, wenn man hierfür komplette Monate betrachtet, als Beispiel für den Sommer die Monate Juni, Juli und August. Würde man sich hierbei auf die astronomischen Daten beziehen, so müsste man den jährlich variablen Anfang und das variable Ende der Jahreszeiten beachten, was jede Auswertung unnötig kompliziert machen würde.
Phänologisch beginnt der Frühsommer mit der Blüte des Holunders, was in diesem Jahr am 20. Mai (vieljähriges Mittel: 25. Mai) der Fall war. Seit dem 13. Juni (vieljähriges Mittel: 17. Juni) befinden wir uns nun im Hochsommer, wobei der Beginn mit der Blüte der Sommer-Linde einhergeht. Statistisch gesehen begann somit sowohl der Früh- als auch der Hochsommer wenige Tage früher als im vieljährigen Mittel.
Und wie präsentiert sich das Wetter in der neuen Woche? Lautet das Motto weiterhin "Sommer, Sonne, Hitze"? Diese Frage lässt sich zusammengefasst ohne längere Ausführungen definitiv bejahen.
Im Süden und in weiten Teilen der Mitte werden am heutigen Montag Höchsttemperaturen von heißen 30 bis 37 Grad erwartet. Diese Luft fühlt sich aber nicht nur heiß, sondern auch recht feucht und damit schwül an. In diesen Regionen besteht somit eine starke, im Südwesten sogar eine extreme Wärmebelastung. Dies liegt auch daran, dass die nächtliche Abkühlung die Temperaturen dort oft nicht oder nur wenig unter die 20-Grad-Marke drückt. Das kann für den Körper belastend sein, da er dann auch nachts nicht wirklich zur Ruhe kommen kann.
Diese energiereiche Luft birgt zudem das Potential für einzelne kräftige Schauer und Gewitter. Lokal besteht dabei Unwettergefahr aufgrund von heftigem Starkregen, Hagel kann ebenfalls mit von der Partie sein.
Im Norden und Osten Deutschlands merkt man davon erst einmal nichts. Am Rande von Hoch HARTMUT mit Zentrum über der Nordsee ist etwas "kühlere" und zudem trockenere Luft eingeflossen. Bei durchaus annehmbaren Höchsttemperaturen von 23 bis 30 Grad scheint vielerorts länger die Sonne. Nachts gehen die Temperaturen zudem zurück auf Werte zwischen 16 und 12 Grad, im äußersten Norden und Nordosten sogar auf bis zu 9 Grad.
Am morgigen Dienstag ändert sich an alldem vorerst nichts. Im Süden und in weiten Teilen der Mitte sind Höchsttemperaturen von schwülheißen 30 bis 37 Grad zu erwarten. Das Gewitterpotential sollte sich aber meist auf den äußersten Süden und Südosten sowie auf das Bergland beschränken. Im Norden und Osten Deutschlands kann der Sommer bei Höchsttemperaturen von 24 bis 30 Grad weiterhin genossen werden.
Ab Mitte der Woche dehnt sich die Hitze wieder auf den Norden aus. Zudem werden im Südwesten Höchsttemperaturen von bis zu 39 Grad erwartet, lokal könnte es für knapp 40 Grad reichen, was allerdings noch unsicher ist und daher abgewartet werden muss. Auch an den darauffolgenden Tagen deutet sich erst einmal keine Abkühlung an.





