Am gestrigen Donnerstag zeigte sich das Wetter sehr turbulent und es wurden zahlreiche markante Gewitterwarnungen ausgegeben. Vereinzelt wurde auch die rote Karte (Unwetterwarnung) gezogen. Dennoch muss konstatiert werden, dass die Lage glimpflicher ĂŒber die BĂŒhne lief, als im Voraus befĂŒrchtet. Möglicherweise hat die verbreitet im Vorfeld vorhandene Schichtbewölkung sowie eine stabilere Grundschicht als angenommen verhindert, dass die Luftmasse energetisch stĂ€rker aufbereitet werden konnte. Dennoch gibt es derzeit einen bestĂ€tigten Tornado der StĂ€rke IF1 (Thema des Tages vom 11.04.2024) in Gronau (Westfalen) an der hollĂ€ndischen Grenze. Mögliche weitere SchadensfĂ€lle mĂŒssen noch untersucht werden.
Das wechselhafte Wetter findet auch in den kommenden Tagen seine Fortsetzung, wenngleich der SĂŒden am Wochenende von den Hochdruckgebieten DJAMSCHID und EMIL profitiert. Der Norden bleibt hingegen im Einflussbereich des Tiefdruckgebietes QUELLA mit Kern ĂŒber Nordwesteuropa.
Am heutigen Freitag gibt es wechselhaftes Aprilwetter - und das mitten im Juni. Sonne, Wolken und Regenschauer sowie einzelne kurze Gewitter wechseln einander ab. Die IntensitĂ€t und HĂ€ufigkeit der Schauer und Gewitter lĂ€sst gegenĂŒber dem Vortag allerdings nach und auch der Wind weht bei weitem nicht mehr so ruppig. Da er aber nach wie vor aus westlichen Gefilden daherkommt, erwĂ€rmt sich die Luft lediglich auf mĂ€Ăig warme 18 bis 22 Grad. In der Nacht zum Samstag klingen die Schauer zwar ab, aber es wird mit oftmals nur einstelligen Tiefstwerten empfindlich frisch. Es lohnt sich also am Abend eine Jacke oder Decke fĂŒr die zahlreichen Outdoorveranstaltungen mit einzupacken. Ărtliche Nebelfelder am Samstagmorgen erinnern schon an den FrĂŒhherbst und das, wo der Sommer im meteorologischen Sinne gerade erst begonnen hat.
Am Samstag tummeln sich ĂŒber dem Westen und Norden einige Wolken und im Tagesverlauf kommen erneut gebietsweise Schauer und Gewitter auf. Bestes Grill- und Freizeitwetter deutet sich hingegen fĂŒr die SĂŒdosthĂ€lfte an. Dort kann sich die Sonne lĂ€nger am Himmel zeigen und in der Lausitz sind sommerliche Höchstwerte um 25 Grad zu erwarten. Ansonsten werden 18 bis 24 Grad erreicht.
Am Sonntag ergibt sich ein deutliches Nord-SĂŒd-GefĂ€lle. WĂ€hrend im Norden wiederum unbestĂ€ndiges Wetter mit wenig Sonne auf dem Programm steht, hat die Sonne im SĂŒden die Spendierhosen an. Sie treibt die Temperaturen dort auf frĂŒhsommerliche Werte um 25 Grad, wĂ€hrend man sich sonst mit 19 bis 23 Grad begnĂŒgen muss. Dazu lebt der Wind im Norden und der Mitte gelegentlich unangenehm böig auf.
In der neuen Woche deutet sich kein stabiles Sommerhoch an. Ganz im Gegenteil: Weiterhin haben Tiefdruckgebiete ĂŒber Nordwesteuropa das Zepter in der Hand und sorgen fĂŒr einen sehr unbestĂ€ndigen und meist nur mĂ€Ăig warmen Witterungsabschnitt. Lediglich am Montag werden in der SĂŒdosthĂ€lfte sommertaugliche Höchstwerte zwischen 24 und 28 Grad erwartet.





