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07. März 2012 |

Lange Nacht in Nunavut

Karte der nächtlichen Tiefsttemperaturen [1/10 °C] in Kanada vom 06.03.2012, 06:00 UTC


Nunavut ist ein Territorium im Norden Kanadas, welches neben den
meisten Inseln des arktischen Archipels auch die Landmasse zwischen
dem Nordwestufer der Hudson Bay und dem Coronation Gulf umfasst. Etwa
die Hälfte der Fläche liegt nördlich des Polarkreises (> 66°34' N).

Dort herrscht "Eisklima", die meiste Zeit dominieren arktische
Polarluftmassen das Wettergeschehen und die Mitteltemperatur im
wärmsten Monat Juli beträgt weniger als 10 °C. Da außerdem im Jahr
durchschnittlich nur ca. 200 mm Niederschlag fallen, ist der Begriff
"Polarwüste" durchaus treffend. Eine Folge der letzten Eiszeit vor
ca. zehntausend Jahren ist der kontinuierliche Dauerfrostboden,
welcher im arktischen Klima konserviert wurde und mehrere Hundert
Meter tief sein kann.

Während der langen Polarnacht (etwa von Mitte Oktober bis Ende
Februar) kühlt es sich extrem ab und auch der erste Sonnenschein
Anfang März bringt kaum einen Gewinn an Strahlungsenergie. Es ist
also es kein Wunder, dass in diesen Tagen die kanadische Arktis zu
den kältesten Regionen der Welt gehört. So wurde gestern früh 06:00
UTC an der nördlichsten zivilen Wetterstation der Erde, Eureka
(Ellesmere Island, 79°58'N, 85°56'W, 10 m NN), ein nächtliches
Temperaturminimum von -50,4 °C gemessen.


Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 07.03.2012

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



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