Heute, am 01.12.2022, beginnt der meteorologische Winter! Gleichzeitig - und das dürfte bei vielen wohl deutlich präsenter sein - darf endlich das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet werden. Doch während sich dahinter oftmals etwas für den Seelenfrieden, respektive die Hüfte verbirgt, gibt es hier heute etwas für's Gehirn: den nächsten Teil unseres Wetterquiz! Und da am Freitag und Samstag an dieser Stelle die Rückblicke auf den vergangenen November sowie den meteorologischen Herbst folgen, gibt es die Auflösung am Ende des Textes direkt dazu. Und nun: Viel Spaß beim Rätseln!
----
Auflösung: Damit Sie beim Durchlesen der Fragen hier nicht schon versehentlich mit einem Auge die Lösungen überfliegen, folgen diese nun etwas unübersichtlich im Fließtext. Von einer warmen Nase spricht man, wenn in unteren Luftschichten eine Erwärmung stattfindet, sich in Bodennähe aber noch kältere Luft hält. Das Vertikalprofil der Temperatur ähnelt dann der Form einer Nase. Ein anschauliches Beispiel dazu finden Sie im Thema des Tages vom 17.01.2022. Dort lesen Sie unter anderem auch von sogenannten "unterkühlten Wassertröpfchen", also Wassertröpfchen, die bis weit in den Frostbereich hinein existieren, ohne zu gefrieren. Mit Inversionen hat man es im Sommer meist nachts, im Winterhalbjahr dagegen gerne auch mal über mehrere Tage hinweg zu tun. In den Nächten kühlt der Boden und damit auch die bodennahe Luft deutlich stärker aus als die darüber befindlichen Luftschichten. Die Temperatur nimmt also mit der Höhe zu. Näheres dazu finden Sie zum Beispiel im Thema des Tages vom 04.11.2020, in dem Sie auch auf den Begriff der "maskierten Kaltfront" treffen werden. Dabei handelt es sich um nichts Weiteres als eine "handelsübliche" Kaltfront. Gerade im Winterhalbjahr kann sie aber eine im Vorfeld vorhandene Inversionslage beenden, indem sie die bodennahe Kaltluft mit der darüber befindlichen, milderen Luftmasse vermischt. Damit wird es hinter der Kaltfront in den untersten Luftschichten also wärmer und nicht - wie eigentlich gewohnt - kälter. Zum Abschluss spitzen die Kolleginnen und Kollegen die Ohren, wenn irgendwo der Begriff "Shapiro-Keyser" fällt. Denn diese spezielle Tiefdruckentwicklung kann vor allem bei der Böenprognose einiges an Überraschung mit sich bringen. Böen bis in den (extremen) Orkanbereich sind dabei keine Seltenheit. Mehr dazu erfahren Sie im Thema des Tages vom 16.01.2015.



