Das Wort Regen oder Schauer las man in den Wetterberichten im bisherigen April in Deutschland sehr selten. Umfangreiche Hochdruckgebiete sorgten hierzulande fĂŒr eher trockenes und oftmals sonniges FrĂŒhlingswetter. Bereits jetzt stehen schon 60 bis 90 Sonnenstunden zu Buche. Dies bedeutet im Schnitt sechs bis neun Stunden Sonne pro Tag. Klimatologisch betrachtet wird die aufgefĂŒhrte Gesamtsonnenscheindauer erst zum Ende der zweiten Aprildekade erreicht. WĂ€hrend also die Sonne Ăberstunden leistet, zeigt sich der Niederschlag fast ĂŒberall von seiner sparsamen Seite. Deutschlandweit fielen seit Beginn des zweiten meteorologischen FrĂŒhlingsmonats hĂ€ufig nur zwischen 1 und 10 Liter pro Quadratmeter (l/qm). Lediglich im Norden und im Umfeld der zentralen und östlichen Mittelgebirge waren es gebietsweise 10 bis 15 l/qm. Etwas aus der Reihe tanzt der SĂŒden und SĂŒdosten Bayerns. Dort gab es in der FlĂ€che bereits 10 bis 20, am Alpenrand örtlich bis 30 l/qm. Der meiste Niederschlag fiel dort am gestrigen Freitag.
Doch nicht nur der April zeigt sich bisher von seiner trockenen Seite, sondern auch der MÀrz fiel in ganz Deutschland trockener aus als im vieljÀhrigen Mittel (weitere Informationen hier). Hervor sticht dabei sicherlich der Osten des Landes. Dort gab es im MÀrz regional insgesamt lediglich um 10 l/qm Monatsniederschlag.
Der Vergleich der NiederschlĂ€ge von Januar bis MĂ€rz in den StĂ€dten Hamburg, Berlin, Köln und MĂŒnchen zeigt, dass es im Januar und MĂ€rz insgesamt meist trockener war als in den jeweiligen Vergleichsperioden. Anders prĂ€sentierte sich der vergangene Februar. Dieser war sehr niederschlagsreich und auch in Berlin wurden die langjĂ€hrigen Mittelwerte ĂŒberboten. Dennoch lĂ€sst sich konstatieren, dass es besonders in der Bundeshauptstadt in diesem Jahr bisher viel zu trocken ist.
Auch der Bodenfeuchteviewer offenbart deutlich, dass im Osten des Landes zumindest in den oberen Bodenschichten (10 bis 50 cm) ein leichter Trockenstress herrscht. Insbesondere in Sachsen-Anhalt ist dies selbst in tieferen Schichten noch der Fall.
Ob die Trockenheit gelindert werden kann und wie viel Niederschlag in den kommenden Tagen in Deutschland fallen soll, zeigt die folgende Karte. Hier sind auf Basis verschiedener Modelle die zu erwartenden NiederschlĂ€ge vom heutigen Samstag bis MittwochfrĂŒh dargestellt.
Am meisten Niederschlag zeichnet sich fĂŒr den SĂŒdwesten des Landes ab. Dort sollen nach Lesart aller Modelle 10 bis 30, laut EZMW lokal um 50 l/qm Niederschlag fallen. Ansonsten liegen die Mengen ĂŒberwiegend zwischen 5 und 15, lokal um 20 l/qm. Allerdings ergibt sich kein einheitliches Bild in der Prognose und die Berechnungen gehen teilweise deutlich auseinander. Lediglich im Ă€uĂersten Osten und SĂŒdosten haben alle Modelle nur wenige l/qm auf der Agenda. Die Trockenheit wird dort also kaum gelindert werden können.





