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28. Januar 2025 | Dipl.-Met. Simon Trippler

Schneearmut im Winter 2024/2025

Schneearmut im Winter 2024/2025

Datum 28.01.2025

Am heutigen Dienstag sind fast schon 2/3 des bisherigen Winters 2024/2025 vorbei. Die Anzahl der Tage mit einer geschlossenen Schneedecke ist dabei bisher ziemlich mau, besonders im Tiefland. An nicht wenigen Orten gab es sogar noch keinen einzigen Tag mit einer Schneedecke.

Mit dem gestrigen 27.01.2025 sind nun 58 des 90 Tage andauernden meteorologischen Winters 2024/2025 (01.12.2024 bis 28.02.2025) vorbei. Damit haben wir bereits fast zwei Drittel des Winters hinter uns gebracht. In Sachen Schnee fällt das Fazit dazu bisher ziemlich mau aus, insbesondere im Flachland (siehe dazu auch das Thema des Tages "Winterzwischenbilanz | Großteil der Kälte eigenproduziert" vom 26.01.2025). Während die Schneefans im mittleren und vor allem höheren Bergland bereits häufiger zum Zuge kamen, hatten in vielen tiefen Lagen Deutschlands vor allem diejenigen Glück, die mit Schnee nichts anfangen können (siehe dazu die Grafik zur Anzahl der Tage mit einer geschlossenen Schneedecke im Winter 2024/2025 bis einschließlich 27.01.2025).

Schneedeckentage in Deutschland im Winter 2024/2025 (Quelle Deutscher Wetterdienst)


So leuchtet vor allem im Norden häufiger die 0 auf, womit es dort keinen Tag mit einer geschlossenen Schneedecke gab. Vereinzelt gilt das auch für Stationen im Südwesten (Oberrheingraben, Rhein-Main-Gebiet). Wenn sich dort Schneeflocken zeigten und diese vorübergehend liegen blieben, so waren sie spätestens am nächsten Morgen zum täglichen Messtermin um 7 Uhr MEZ wieder verschwunden ("Stundenschnee"). Schlittenfahren auf den eh meist nur flachen Hügeln in diesen Regionen war damit bisher so gut wie unmöglich, was insbesondere bei Kindern natürlich Frust auslöste (bzw. immer noch auslöst). Für einige jüngere Kinder dieser Regionen ist Schnee ein ziemlich seltenes Ereignis, schaut man sich zusätzlich die Schneedeckentage vergangener Jahre an.

Ungerechterweise konnte man im Osten und im Südosten Deutschland etwas mehr Schnee erleben. Gebietsweise wurden dort selbst im Flachland mehrere Tage mit einer Schneedecke registriert, teils sogar mit einer zweistelligen Anzahl. Aber auch im Süden Deutschlands verwandelte der Schnee die Landschaften ein paar Mal in Weiß, die Straßen dagegen in Rutschbahnen. Auch im sonst eher schneearmen Rheinland konnte man sich gebietsweise über einige Schneetage freuen.

Schneesicherer waren natürlich die Berge. 30 bis 50, auf den meisten Gipfeln sogar die maximal möglichen 58 Schneedeckentage zeigen, dass dort über längere Zeit Schnee lag und aktuell liegt. Auf der anderen Seite wurden heute Morgen auf der Zugspitze, Deutschlands höchster Berg mit 2962 m, auch nur 104 cm Schnee gemessen. Für Januar ist das schon sehr wenig, aber immerhin kein Negativ-Rekord.

Wie geht es nun mit dem Winter bzw. dem Schnee weiter? Nach einem Wintereinbruch mit flächendeckenden Schneefällen bis ins Tiefland sieht es derzeit überhaupt nicht aus, weil die Temperaturen vorerst zu hoch sind und zum Wochenende hin auch die Niederschläge größtenteils nachlassen. Immerhin werden die Nächte frostig, wodurch Reif entstehen kann. Das würde die Landschaft zumindest ein bisschen Weiß aussehen lassen.

Für "Ski und Rodel gut" müssen die Hoffnungen also auf den Februar oder den ersten meteorologischen Frühlingsmonat März gelegt werden. Eine milde Vorgeschichte mit wenig Schnee heißt noch nicht zwangsläufig, dass der Rest des Winters auch mild verläuft. So gab es beispielsweise im Februar 2013 nach einem bis dahin etwas zu mildem Winter eine zweiwöchige ausgeprägte Kältewelle mit allerdings auch wenig Schnee. Mit der richtigen Großwetterlage bzw. der Zufuhr kalter Polarmassen könnte sich das heutzutage immer noch wiederholen, dann vielleicht auch mit Schnee bis ins Tiefland.



© Deutscher Wetterdienst

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