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04. Januar 2026 | Diplom-Meteorologin Jacqueline Kernn

Gekommen, um zu bleiben

Gekommen, um zu bleiben

Datum 04.01.2026

Der Winter ist in Deutschland angekommen und wird uns auch vorerst nicht verlassen. Die Nächte sind teils knackig kalt, tagsüber herrscht zunehmend Dauerfrost. Dazu fällt immer wieder Schnee - was für Aussichten.

Im neuen Jahr zeigt der Winter, was er kann. Es ist kalt und immer wieder fällt Schnee, vor allem im Norden des Landes. Grund für das alles sind Tiefdruckgebiete über dem Norden Europas und eine umfangreiche Hochdruckzone über dem Nordwesten und Westen. Zwischen den Druckgebilden wird sehr kalte Luft zu uns geführt. Diese feuchtet sich über der Nordsee an und es kommt in einem breiten Streifen vom Nordwesten in den Osten zu Schneeschauern.


Analyse der Wetterlage in Europa vom 04.01.2026 00 UTC (Quelle:DWD)
Analyse der Wetterlage in Europa vom 04.01.2026 00 UTC (Quelle:DWD)


Diese Schauerstraße bleibt uns aufgrund der Stabilität der Strömung erhalten. Sie verlagert sich in den heutigen Abend- und Nachtstunden nur ein wenig nordwärts. Dort fällt weiterhin Schnee, der aufgrund lokaler Verstärkung durch ein kleinräumiges Tief auch mal kräftiger ausfallen kann. Die Straßenverhältnisse sind also weiterhin winterlich. Im Süden Deutschlands sorgt ein Ausläufer des Hochdruckgebietes für ruhigeres Wetter. Zwar halten sich Nebel und Hochnebel teils zäh, abseits davon ist es aber oft sonnig.


Vorhersage der Wetterlage in Europa mittels Isobaren und Fronten für den 05.01.2026 12 UTC (Quelle:DWD)
Vorhersage der Wetterlage in Europa mittels Isobaren und Fronten für den 05.01.2026 12 UTC (Quelle:DWD)


Bei längerem Aufklaren sinkt die Temperatur nachts unter -10 Grad. Örtlich sind in Alpentälern auch bis -20 Grad möglich. In den übrigen Regionen sind die Nächte auch frostig, allerdings bremst die Bewölkung die Abkühlung etwas. Tagsüber gibt es oft leichten Frost, nur im Westen und Nordwesten sind leichte Plusgrade möglich.


Temperaturentwicklung Sonntag (04.01.) bis Dienstag (06.01.), oben: Höchstwerte des Tages, unten: Tiefstwerte in der Nacht zum Folgetag (Quelle:DWD)
Temperaturentwicklung Sonntag (04.01.) bis Dienstag (06.01.), oben: Höchstwerte des Tages, unten: Tiefstwerte in der Nacht zum Folgetag (Quelle:DWD)


Ab Wochenmitte stellt sich das Wetter allmählich um. Dann wird die Kältezufuhr aus dem Norden beendet und in eher westlicher Strömung findet mildere Luft den Weg zu uns. Da sich aber Tiefdruckeinfluss ausweitet, wird es deutlich nasser.
Wer will und kann, sollte das schneereiche Wetter aktuell noch genießen. Vor allem im Bergland heißt es in den kommenden Tagen Ski und Rodel gut. Die Schneehöhen laden zum Winterspaziergang oder auch zu sportlicher Aktivität ein. Nach Wochenmitte könnte die weiße Pracht in den Bergen abnehmen.



© Deutscher Wetterdienst

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