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26. Januar 2026 | Dipl.-Met. Tobias Reinartz

LEONIE - Die Schnee- und Eisbringerin!

LEONIE - Die Schnee- und Eisbringerin!

Datum 26.01.2026

Tief LEONIE sorgte und sorgt für turbulentes Winterwetter zum Wochenbeginn. Mehr dazu im heutigen Thema des Tages.

Zum Teil hochwinterlich präsentiert sich der heutige Wochenstart! Tief LEONIE, das sich heute Vormittag über dem Osten Deutschlands befindet, brachte seit gestern Nachmittag beziehungsweise in der vergangenen Nacht in einem breiten Streifen vom Süden bis in den Norden verbreitet 5 bis 15 cm, im Süden lokal bis zu 30 cm Neuschnee - zumeist innerhalb von 12 Stunden. Während dort die Verkehrsteilnehmer mit den zum Teil tief eingeschneiten Straßen und Wegen zu kämpfen hatten (und haben), war es im Osten und Nordosten das Glatteis, das zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt hat. Zwischen Ostsachsen und Mecklenburg-Vorpommern fielen bis heute früh verbreitet 5 bis 10 l/qm Regen innerhalb von 6 bis 12 Stunden auf die gefrorenen Böden.


24 stündige Neuschneemenge in cm zwischen 25. und 26.01.2026, 7 Uhr.


LEONIE zieht im Tagesverlauf ganz langsam und unter Abschwächung ost-nordostwärts und erreicht Dienstagfrüh Polen. Bis dahin werden weitere Schneefälle gegen den Uhrzeigersinn um den Tiefkern herumgeführt. Davon betroffen sind grob gesprochen die Regionen vom Norden bis zur bayerischen Donau, wo sich durchaus noch einmal der ein oder andere Zentimeter Neuschnee ansammelt.


Aus Radardaten abgeleitete Niederschlagsart mit Verlagerungsrichtung der Niederschläge am 26.01.2026 um 7:54 Uhr.


Das meiste fällt voraussichtlich in einem Streifen vom Spessart bis in den Bayerischen Wald sowie in Ostholstein, wo bis in die Nacht zum Dienstag durchaus nochmals bis zu 10 cm, lokal vielleicht auch noch etwas mehr an Neuschnee innerhalb von 12 Stunden zu erwarten ist. Im Norden ist der Schnee zudem recht nass, sodass es gerade in Ostholstein örtlich zu Schneebruch kommen kann.

So gut wie gar nichts mitbekommen von Schnee und Glatteis (oder höchstens durch die Medien) hat man dagegen vor allem westlich des Rheins, wo LEONIEs Niederschläge nicht ankamen.

In der Nacht zum Dienstag klingt der Schneefall allmählich ab, sodass der Dienstag selbst erst einmal recht ruhig startet. Wer nun aber auf anhaltenden, trockenen und vielleicht sogar sonnigen Hochdruckeinfluss hofft, bei dem sich das hauseigene Winterwonderland (zumindest da, wo Schnee liegt) genießen lässt, wird herbe enttäuscht. Denn der Blick geht schon wieder gen Atlantik, wo ein großräumiger Tiefdruckkomplex rund um die Tiefs MARILU und NORMA auszumachen ist. NORMA schickt uns im Lauf der zweiten Tageshälfte einen Ausläufer zu uns, der mit feuchtmilder Luft Regenfälle von Südwesten her auf Deutschland übergreifen lässt. Während diese im Westen und Südwesten zunächst meist unproblematisch sein dürften, wird es abends mit Vorankommen in die mittleren Landesteile interessant. Vor allem im Mittelgebirgsraum droht dann erneut Glatteis durch gefrierenden Regen.


Prognose der Niederschlagsart für den 27.01.2026, 22 Uhr (ICON-D2).


Mit Übergreifen der Niederschläge auf die Nordosthälfte in der Nacht zum Mittwoch gehen sie in Schnee über. Ähnliches wird im Laufe des Mittwochs auch wieder in Teilen Süddeutschlands der Fall sein. Kurzum: Spätestens ab der Nacht zum Mittwoch wird es wieder bunt auf den Radarbildern, die einen "wilden" Mix aus Schneefall, Schneeregen, Regen und gefrierendem Regen zeigen werden. Und daran ändert sich wohl auch den Rest der Woche über nichts.



© Deutscher Wetterdienst

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