Facebook Twitter
04. Mai 2022 |

Nicht viel Bewegung

Nicht viel Bewegung

Datum 04.05.2022

Im Thema des Tages des heutigen Mittwochs werden die aktuelle Wetterentwicklung und die der kommenden Tage erläutert.

Am heutigen Mittwoch herrschen wie bereits auch in den vergangenen Tagen über Mitteleuropa schwache Luftdruckgegensätze. Die Tiefdruckgebiete bleiben weiter fern über dem Nordatlantik bzw. über dem Nordmeer. Gegenüber steht eine Hochdruckzone, die vom Ostatlantik bis zum Baltikum bzw. nach Südosteuropa reicht. Deutschland liegt zwar unter dieser Hochdruckzone, aber das Wetter wird von der vorherrschenden Luftmasse und der Druckverteilung in den höheren Luftschichten gesteuert. Daraus ergibt sich eine Wetterzweiteilung über Deutschland.


Zum Vergrößern bitte klicken
Zum Vergrößern bitte klicken


Die Nordhälfte liegt dabei meist im Bereich der kühleren und relativ trockenen Luftmasse. Freundliches Wetter ist die Folge und die Sonne zeigt sich neben harmlosen Quellwolken oder durchziehenden Wolkenfeldern häufig. Regen fällt quasi kaum. In den Nächten kann die Luft allerdings stark abkühlen, sodass noch mit Bodenfrost gerechnet werden muss. Frostempfindliche Pflanzen sollten daher abgedeckt werden.

In der Mitte und vor allem im Süden des Landes ist die Luftmasse hingegen feuchter und wärmer. Mit der Sonnenunterstützung und der relativ kälteren Luft in den höheren Luftschichten herrschen die besten Bedingungen für Gewitterbildung. Aufgrund der schwachen Windverhältnisse ziehen die Gewitter kaum. Somit ist die Starkregengefahr hoch und im Vergleich zu den vergangenen Tagen ist das Unwetterpotential noch etwas höher.

Bei einem Platzregen sind dann häufig Mengen 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter (l/m²), vereinzelt auch über 25 l/m² wahrscheinlich. Zudem kann es auch zu Hagelansammlungen kommen. Die Folge sind vollgelaufene Keller und überschwemmte Straßen. Aber wie immer bei solchen Lagen geht in einem Dorf oder einem Stadtteil die Welt unter und ein paar Kilometer weiter bleibt es fast trocken.

In der Nacht zum Donnerstag klingen mangels Sonnenunterstützung die meisten Gewitter ab. Übrig bleiben im Süden und Osten einzelne kleinräumige Niederschlagsgebiete.

Am Donnerstag wiederholt sich die Geschichte in der Südosthälfte des Landes, wobei die Unwettergefahr wieder sinkt. Auch ganz im Westen ist ein Regenguss möglich. An den Alpen kann es dann in der Nacht zum Freitag längere Zeit kräftig regnen.

Am Freitag nimmt der Hochdruckeinfluss über Deutschland zu, sodass nur in Südostbayern noch Schauerneigung herrscht. Der große Rest kann sich über einen meist sonnigen Tag freuen.

Am Samstag überquert eine Kaltfront Deutschland und sorgt für Schauer und einzelne Gewitter. Rückseitig der Kaltfront fließt zwar kühlere, aber trockenere Luft heran, sodass am Sonntag für viele ein sonniger Tag bevorsteht. Lediglich am Alpenrand besteht ein leichtes Schauerrisiko.

Dipl.-Met. Marco Manitta

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 04.05.2022

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



© Deutscher Wetterdienst

Themenarchiv:

21.02. - Tschüss Winter! Hallo Frühling! Bleibst du länger?

20.02. - Satelliten und Sahara-Staub in Suriname

19.02. - Winter versus Vorfrühling

18.02. - La malkovro de la ĵetfluo, oder die Entdeckung des Jetstreams

17.02. - Es bleibt turbulent beim Wetter

16.02. - Einzigartige Schneekristalle

15.02. - Turbulentes Winterwetter über Fasching

14.02. - Ein besonderer Winter

13.02. - Was haben die Herren Rosenthal und Mie mit dem 13. Februar zu tun?

12.02. - Alaaf, Helau und Narri Narro!

11.02. - Die Schneefallgrenze

10.02. - Tauwetter und Hochwasser?

09.02. - Der Winter macht vielerorts eine kleine Pause

08.02. - Tag des Koffeins

07.02. - Winter, quo vadis?

06.02. - Die Schneehöhe

05.02. - Wetterfrösche in dicken Pullis

04.02. - Glatteis und Schnee: Rückblick und Vorausschau

03.02. - Hochdruck und Tiefdruck im Clinch

02.02. - Deutschlandwetter im Januar 2026

01.02. - Polarwirbel vor möglicher Aufspaltung – droht Mitteleuropa eine Kältephase?

31.01. - Start in den Februar

30.01. - Außergewöhnliche Regenmengen im südöstlichen Afrika und deren Auswirkungen in Mosambik

29.01. - Transporte in der Seeschifffahrt und maritime Lüftungsberatung im Deutschen Wetterdienst

28.01. - Glatt, aber wieso?

27.01. - Wo spielt Wetter überall eine Rolle?

26.01. - LEONIE - Die Schnee- und Eisbringerin!

25.01. - Februar 1956 – Ein Leben wie im Eisschrank

24.01. - Der Winter hat sein Pulver noch nicht verschossen!

23.01. - Schweres Unwetter auf Sizilien – trotz großer Schäden keine Todesopfer