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13. April 2026 | M.Sc. (Meteorologin) Tanja Egerer

Aktions- und Ehrentage mit meteorologischem Bezug

Aktions- und Ehrentage mit meteorologischem Bezug

Datum 13.04.2026

Das heutige Thema des Tages handelt vom "Jahrestag des starken Windes", vom Geburtstag Richard Aßmanns und vom "Schau-in-den-Himmel-Tag".

Am gestrigen Sonntag, den 12. April, war in den USA der "Jahrestag des starken Windes". Seit wann dieser Aktionstag begangen wird und wer diesen ins Leben rief, ist leider nicht bekannt. Bekannt ist hingegen, dass anlässlich des 50. Jahrestags im Jahr 1984 eine Zeremonie im Observatorium des Mount Washington abgehalten wurde.

Vor 91 Jahren, also am 12. April 1934, wurde auf dem Mount Washington (New Hampshire) mit 372 Kilometern pro Stunde die bis dato stärkste mit einem Anemometer gemessene Windböe verzeichnet. Erst am 10. April 1996, also fast auf den Tag genau 62 Jahre später, konnte dieser Wert überboten werden. Während des tropischen Zyklons "Olivia" wurden auf der westaustralischen Insel Barrow Island 408 Kilometer pro Stunde gemessen. In Deutschland und Europa liegt der Rekord bei 335 Kilometer pro Stunde und wurde am 12. Juni 1985 auf der Zugspitze verzeichnet.

Die höchste jemals aufgezeichnete Windgeschwindigkeit wurde durch ein Dopplerradar bei einem Tornado in der Nähe von Oklahoma City am 03. Mai 1999 registriert. Der Wert beträgt hierbei 496 Kilometer pro Stunde, wobei der Unsicherheitsbereich durch die indirekte Messmethode bei plusminus 33 Kilometer pro Stunde liegt.

In der freien Atmosphäre sind die Windgeschwindigkeiten naturgemäß höher als an der Erdoberfläche, da dort Reibungseffekte keine Rolle spielen. So wurden 1970 bei Messungen in Jetstreams über Japan 650 Kilometer pro Stunde geschätzt.

Hierzulande frischte der Wind in den vergangenen Tagen zwar zeitweise etwas auf, mit Sturm oder mehr hatte das aber natürlich nichts zu tun. Ab und an war eine gelbe Windwarnung (50 bis 64 Kilometer pro Stunde) vonnöten, so wie auch für den heutigen Montag eine für den Erzgebirgskamm ausgegeben wurde. In den kommenden Tagen ist Wind dann aber kein Thema mehr.

Daneben wurde am 13. April 1845, also heute vor 181 Jahren, der deutsche Meteorologe Richard Adolph Aßmann geboren. Beispielsweise ist das Meteorologische Observatorium in Lindenberg nach ihm benannt. Er ist der Entwickler des nach ihm benannten Aspirationspsychrometers nach Aßmann. Ein Psychrometer (griechisch: psychrós = frostig, kalt) ist ein meteorologisches Messinstrument und dient der Bestimmung der Luftfeuchtigkeit (www.dwd.de/DE/service/lexikon/begriffe/P/Psychrometer.html). Das Messprinzip eines Psychrometers beruht auf der Abhängigkeit der Verdunstung von den Feuchteverhältnissen der umgebenden Luft. Ein Psychrometer besteht aus zwei Thermometern, wovon eines die Lufttemperatur misst. Das andere ist mit einem feuchten Strumpf überzogen und kühlt sich aufgrund der Verdunstungskälte ab. Die gemessene Temperatur ("Feuchttemperatur") liegt somit unter der Lufttemperatur. Mithilfe der beiden gemessenen Temperaturwerte können anschließend verschiedene Feuchtegrößen berechnet werden.

Am morgigen Dienstag, den 14. April, ist in den USA wiederum der "Schau-in-den-Himmel-Tag". Die Ursprünge und Hintergründe dieses Aktionstags sind allerdings nicht überliefert. Am Tag der Himmelsbeobachtung steht das Rausgehen im Vordergrund, um zu sehen, was am Himmel so vor sich geht. Ein Vogel, der die Thermik zum Fliegen nutzt; ein Flugzeug, das ein nahes oder fernes Urlaubsziel ansteuert; lustige Wolkenformationen, die über den Himmel ziehen oder bei Dunkelheit die Sterne, die Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Scheint die Sonne, verweilt man gerne auch etwas länger im Freien; ist es hingegen bedeckt oder es regnet sogar, beobachtet man den Himmel dann doch lieber vom Fenster aus. Doch wie präsentiert sich das Himmelsbild am morgigen "Schau-in-den-Himmel-Tag"?

Am morgigen Dienstag ist es im Westen und Nordwesten Deutschlands bei Höchsttemperaturen zwischen 15 und 18 Grad heiter, teils sonnig und trocken. In den übrigen Regionen bestimmen viele Wolken das Himmelsbild. Vielerorts tritt zudem leichter Regen auf, der im Tagesverlauf in den Osten und Südosten Deutschlands zieht. Die Höchsttemperaturen liegen meist bei 9 bis 15 Grad, nur an Oder und Neiße können ebenfalls 15 bis 18 Grad erreicht werden.


Wettervorhersage sowie Vorhersage der Tageshöchsttemperaturen in Deutschland am morgigen Dienstag, den 14.04.2026


Nachfolgend nehmen die Sonnenanteile in weiten Teilen des Landes deutlich zu. Bei Höchsttemperaturen zwischen 14 und 21 Grad und schwachen Windverhältnissen kann der "Schau-in-den-Himmel-Tag" bei einem Spaziergang also durchaus in die Verlängerung gehen.



© Deutscher Wetterdienst

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