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21. November 2024 | Christian Herold

Kräftige Schneefälle, Frost und ein Warmlufteinschub.

Kräftige Schneefälle, Frost und ein Warmlufteinschub.

Datum 21.11.2024

Das Wetter zeigt sich von seiner turbulenten Seite. Frost, Schnee- und Graupelschauer sowie Glatteis sind angesagt. Dabei bringt ein Schneetief heute im Süden noch kräftige Schneefälle. Für Sonntag kündigt sich aber ein kräftiger Warmluftvorstoß mit Temperaturen bis 19 Grad an.

Nach dem Durchzug von Tief Quiteria strömte polare Kaltluft nach Deutschland und sorgt vielerorts für den ersten Schneefall der Saison. Auch heute bleibt es in der Nordhälfte winterlich: Schnee- und Graupelschauer prägen das Bild und geben einen Vorgeschmack auf den Winter. In den deutschen Mittelgebirgen reicht die Schneedecke mit 5 bis 10 cm für eine Schlittenfahrt. Aber auch im Tiefland liegt mancherorts Schnee. So in Teilen Norddeutschlands.

Schneehöhe Donnerstagfrüh (Quelle DWD)


Auch im Süden schneit es kräftig. Dafür sorgt ab dem Nachmittag ein Schneetief, das von Südfrankreich zu den Alpen zieht. Bis Freitagmorgen werden dort stellenweise unwetterartige Neuschneemengen von 15 bis 25 cm erwartet, die zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen können.

Bis Samstag bleibt uns die Kaltluft mit zeitweiligen Schnee- und Graupelschauern erhalten. Nachts gibt es weiterhin Frost, sodass Glätte ein großes Thema bleibt. Autofahrer sollten vorsichtig unterwegs sein.

ICON-D2-Vorhersage Schneehöhe Samstagfrüh (Quelle DWD)


Erst am Sonntag stellt sich die Wetterlage grundlegend um. Über dem Atlantik bildet sich ein kräftiges Orkantief. In diesem Fall spricht man aufgrund des starken Druckfalls auch von einer rapiden Zyklogenese oder einer sogenannten „Bomben-Zyklone“. Mit einem Kerndruck unter 950 hPa liegt der Orkan nordwestlich der Britischen Inseln. Auf seiner Vorderseite wird mit einer massiven südwestlichen Strömung für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Luft herangeführt, die die polare Kaltluft rasch nach Osten verdrängt. Tauwetter ist angesagt. Denn die Höchsttemperaturen steigen am Sonntag auf Werte zwischen 8 und 15 Grad, an einigen Nordrändern der westlichen, am Montag auch der östlichen Mittelgebirge sogar bis nahe 20 Grad! Allzeitrekorde sind aber nicht in Gefahr. Dazu scheint vor allem im Süden die Sonne, allerdings bei einem kräftigen Wind.

Wetterlage am Sonntag. Bodendruck und Temperatur auf etwa 1500 m Höhe. Die Karte zeigt die "Warmluftdüse" aus Südwesten, die die kalte Polarluft rasch nach Osten verdrängt. (Quelle DWD)


Das frühlingshafte Intermezzo ist allerdings nicht von langer Dauer. Atlantische Tiefausläufer führen ab Dienstag wieder kühle und feuchte Luft heran. Die Tendenz ist unbeständig und nasskalt. Schnee bleibt aber auf die Kammlagen der Mittelgebirge beschränkt.



© Deutscher Wetterdienst

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