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25. Dezember 2025 | Dipl.-Met. Marco Manitta

Kaltes Hochdruckwetter prägt Weihnachten

Kaltes Hochdruckwetter prägt Weihnachten

Datum 25.12.2025

Ruhiges, aber eisiges Weihnachtswetter in Deutschland. Polarluft könnte zum Jahresende einen Wintereinbruch bringen.

Das Wetter rund um Weihnachten zeigt sich in weiten Teilen Deutschlands von seiner ruhigen winterlichen Seite. Verantwortlich dafür sind gleich zwei Hochdruckgebiete, die derzeit Mittel- und Nordwesteuropa dominieren. Hoch HELLA liegt über Schottland, Hoch INKA über der Ukraine. Dazwischen strömt aus Osten kalte Festlandsluft nach Deutschland.

Diese Luftmasse bringt in den kommenden Tagen eisige Temperaturen. Nach leichten Schneefällen am gestrigen Mittwoch in Teilen Süddeutschlands, die örtlich für eine dünne Schneedecke gesorgt haben, bleibt es zunächst überwiegend trocken. Neue Niederschläge sind vorerst kaum zu erwarten.


Bodenanalyse mit Fronten und Luftdruck, Donnerstag den 25.12.2025 12 UTC. Quelle: DWD
Bodenanalyse mit Fronten und Luftdruck, Donnerstag den 25.12.2025 12 UTC. Quelle: DWD


Am heutigen Donnerstag, dem Ersten Weihnachtstag, steigen die Temperaturen tagsüber meist nicht über -6 bis 0 Grad. Nur an den Küsten, im Westen und Südwesten sowie entlang der unteren Donau sind vereinzelt leichte Plusgrade möglich. Der teils kräftige Ostwind verstärkt jedoch das Kältegefühl deutlich.


Wetter- und Temperaturkarte, am Donnerstag 25.12.2025. Quelle: DWD
Wetter- und Temperaturkarte, am Donnerstag 25.12.2025. Quelle: DWD


Viele Regionen dürfen sich über Sonnenschein freuen. Lediglich zwischen Sachsen und Thüringen sowie im Südwesten halten sich gebietsweise zähe Hochnebelfelder. In der Nacht zum Freitag wird es verbreitet frostig. Die Temperaturen sinken auf -1 bis -9 Grad, im Osten lokal sogar bis -12 Grad.


Wetter- und Temperaturkarte, in der Nacht zum Freitag 25./26.12.2025. Quelle: DWD
Wetter- und Temperaturkarte, in der Nacht zum Freitag 25./26.12.2025. Quelle: DWD


Ab dem Zweiten Weihnachtstag verlagern sich die Hochdruckgebiete allmählich in Richtung der Britischen Inseln und des Nordostatlantiks. Dadurch ändert sich die Strömung über Deutschland langsam. Am Wochenende kommt die Luft häufiger aus nördlichen Richtungen und bringt in den unteren Schichten mehr Feuchtigkeit mit sich.

Während die Mitte und der Süden noch längere Zeit von trockener Luft profitieren und sich bei Sonnenschein auch letzte Nebelfelder auflösen, breiten sich im Norden zunehmend dichte Wolken aus. Diese erreichen in der Nacht zum Sonntag auch die Landesmitte. Lokal kann es zu leichtem Sprühregen kommen. Besonders in den Mittelgebirgen besteht dabei stellenweise Glatteisgefahr, da die Temperaturen dort unter dem Gefrierpunkt bleiben. Tagsüber liegen die Werte sonst meist knapp über null, die Nächte bleiben weiterhin frostig.

Zum Start in die neue Woche zeichnet sich schließlich eine allmähliche Wetterumstellung ab. Das Hochdruckgebiet verlagert sich über den Nordatlantik zwischen die Britischen Inseln und Island. Gleichzeitig sorgen Tiefdruckgebiete über Skandinavien und Osteuropa dafür, dass kalte Polarluft nach Deutschland vordringen kann.

Mit dieser Kaltluft nehmen auch die Niederschläge zu und sie könnten zunehmend bis in tiefe Lagen als Schnee fallen. Pünktlich zum Jahreswechsel ist daher ein deutlicher Wintereinbruch durchaus möglich.



© Deutscher Wetterdienst

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