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06. November 2023 | Dipl.-Met. Marcel Schmid

Der Herbst ist gekommen, um zu bleiben

Der Herbst ist gekommen, um zu bleiben

Datum 06.11.2023

Langweile kommt beim Wetter derzeit nicht auf, denn der Herbst hat samt vielen Wolken sowie wechselhaftem und windigem Wetter in Deutschland Einzug gehalten. Wo man sich dennoch Hoffnung auf etwas Sonnenschein machen kann und wer am meisten Regen abbekommt, ist im heutigen Thema des Tages zu erfahren.

Der Herbst ist da und bleibt. Getreu dem Motto "Gekommen um zu bleiben", wie im Lied von "Wir sind Helden". Gefühlt seit dem Sankt-Nimmerleinstag beherrschen nämlich Tiefdruckgebiete über Nord- und Nordwesteuropa das Wettergeschehen in Deutschland. Daran wird sich auch in den kommenden Tagen nichts Maßgebliches ändern. Die derzeitige Modelllage deutet sogar darauf hin, dass es bis mindestens Mitte November bei tiefdruckgeprägtem Wetter bleibt.


Prognosekarten für die Druckverteilung und Frontenlage in Europa von Dienstag, den 07.11.2023 bis Freitag, den 10.11.2023


Durch mal mehr, mal weniger stark ausgeprägte Luftdruckgegensätze über Deutschland wird es zeitweise sehr windig, wenngleich keine ausgeprägte Sturmlage ins Haus steht. Dennoch gibt es vorrangig in Schauernähe sowie generell an den Küsten und auf den Bergen stürmische Böen. In exponierten Gipfellagen sind schwere Sturmböen um 100 km/h möglich. Meist lebt der Südwestwind auch im Flachland tagsüber auf und lässt in den Abend- und Nachtstunden wieder nach.


Windprognose für die maximalen Windböen in Beaufort von Montag, den 06.11.2023 bis zur Nacht zum Freitag, den 10.11.2023


Die Sonne macht sich in den nächsten Tagen in einigen Landesteilen eher rar. Besonders im Norden und Nordwesten bekommt man sie bis einschließlich Donnerstag kaum zu Gesicht. Astronomisch wären derzeit noch etwa 9 Stunden im Norden und 9 Stunden und 45 Minuten im Süden möglich. Südlich der Donau und in manchen Regionen im Osten des Landes reicht es zumindest für ein paar Stunden Sonne in den nächsten Tagen.


Prognostizierte tägliche relative Sonnenscheindauer von Montag, den 06.11.2023 bis Donnerstag, den 09.11.2023


Als Letztes wollen wir noch einen Blick auf den Niederschlag werfen. In den kommenden Tagen überqueren wiederholt Niederschlagsgebiete von Westen und Nordwesten her Deutschland. Teils fallen diese Niederschläge in Form von Schauern, teils als leichter bis mäßiger Regen, der insbesondere ab der Nacht zum Donnerstag mitunter länger anhalten kann. Insgesamt belaufen sich die Niederschlagsmengen von heute (Montag-) Mittag 12 UTC bis Donnerstagmittag 12 UTC auf 5 bis 20 Liter pro Quadratmeter. Vor allem im Westen und Nordwesten sind Mengen um 30, im westlichen Bergland sowie an der Nordsee bis 50 Liter pro Quadratmeter denkbar. Rund um die Donau wird kaum Niederschlag prognostiziert. Zu hoch gegriffen sind die von EZMW berechneten 140 Liter pro Quadratmeter bei Helgoland. Vermutlich tragen vorhergesagte Schauer, die immer wieder über die gleiche Region ziehen sollen zu diesen hohen Mengen bei. Die Modellbetrachtung zeigt aber auch, dass es in Bezug auf die genauen Niederschlagsschwerpunkte und Niederschlagsmengen noch Differenzen gibt.


72-stündige Niederschlagsmengen für verschiedene Modelle von Montagmittag, den 06.11.2023, 12 UTC bis Donnerstagmittag, den 09.11.2023, 12 UTC


Abschließend kann man sagen, dass beim Wetter derzeit keine Langeweile aufkommt. Und wie heißt es doch im Lied von Steffi und Bert so treffend: "Auch der Herbst hat seine schönen Tage".



© Deutscher Wetterdienst

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