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23. Dezember 2024 | Dipl.-Met. Simon Trippler

Weihnachtswetter

Weihnachtswetter

Datum 23.12.2024

Über das Wetter des kurz bevorstehenden Weihnachtsfestes wurde an dieser und anderen Stellen bereits genug schwadroniert, aber wie war das Wetter zu Weihnachten in der Vergangenheit?

Schnee im Süden oberhalb 500 bis 600 m und in den anderen höheren Mittelgebirgen, ansonsten meist grau mit zeitweilig leichtem Regen bei eher milden einstelligen Pluswerten - so lässt sich das Weihnachtswetter 2024 kurz zusammenfassen. Das ist bereits länger bekannt und hat sich auch mit den Vorhersagen vom heutigen Montag kaum geändert. Aber wie war das Wetter zu Weihnachten in der Vergangenheit? Dazu ein paar Zahlen für Deutschland.

Temperaturen an Weihnachten

Generell ist es zu Weihnachten im Zuge des Klimawandels in den letzten Jahren immer milder geworden. Das zeigt ein Vergleich der Durchschnittstemperaturen für die Zeiträume 1781-2023 und 1991-2024 (siehe Tabelle 1). Letzterer liegt mit einer Mitteltemperatur von 1,66 °C um 0,37 °C höher als der Durchschnitt der Jahre 1781-2023 (in denen der Zeitraum 1991-2024 mit eingepreist ist). Das letzte Weihnachtsfest 2023 übertraf diese Werte mit einer Mitteltemperatur von 8,19 °C deutlich. 2024 wird sicherlich nicht ganz so mild ausfallen, die Durchschnittstemperatur beider Vergleichszeiträume allerdings ebenfalls übertreffen.


Weihnachtswetter in Deutschland in Zahlen mit Daten des Climate Data Centers (CDC) (Quelle Climate Data Center (CDC) des Deutschen Wetterdienstes)


Dabei kann es zu Weihnachten fast schon frühlingshaft mild, aber auch knackig kalt sein. So stiegen die Temperaturen an einem 25. Dezember schon einmal auf 19,3 °C, womit neben den Weihnachtsgeschenken dann auch die T-Shirts ausgepackt werden konnten. Bei einem Tiefstwert von -29,1 °C an einem 24. Dezember gab es dagegen eine ziemlich frostige Bescherung. Es sei jedoch erwähnt, dass diese sehr tiefen Werte bereits länger zurückliegen. Auffallend ist auch, dass es vom 24. bis zum 26. Dezember von Tag zu Tag im Durchschnitt immer kälter wird.

Niederschläge über Weihnachten

In Sachen Niederschlag ist das Weihnachtsfest allgemein ein wenig nasser geworden, wobei der 24. Dezember der nasseste Tag des Weihnachtsfests ist. 2023 war es deutlich nasser als sonst, am 26. Dezember jedoch trockener als gewöhnlich. 2024 dürfte allgemein trockener ausfallen als der Durchschnitt beider Zeiträume, auch wenn es gebietsweise etwas schneit oder regnet.

Schneefälle über Weihnachten

Weiße Weihnachten gab es seit 2010 nicht mehr flächendeckend in Deutschland, die Wahrscheinlichkeit dafür ist eh gering. Darüber hinaus zeigt das Mittel der Schneehöhen für Stationen unterhalb 800 m im Zeitraum 1991-2020 einen deutlichen Rückgang im Vergleich zur länger zurück reichenden Periode. In den Durchschnittswerten wird außerdem nicht ersichtlich, dass in vielen Jahren an den Stationen gar kein Schnee lag. Das milde Weihnachtsfest 2023 sorgte dann auch bezüglich des Schnees für durchschnittlich sehr niedrige Werte, weil selbst in den Bergen fast aller Schnee wegschmolz und am 2. Weihnachtsfeiertag kaum noch etwas übrig war. In diesem Jahr werden die Zahlen ein wenig besser aussehen, vermutlich aber auch unter dem Durchschnitt der Jahre 1991-2020 landen. Das absolute Maximum von 144 cm Schnee ist dabei natürlich in weiter Ferne.

Wind zum Weihnachtsfest

Beim Wind ist eine marginal zunehmende Tendenz im Vergleich zu früher festzustellen. Am windigsten ist es am 24. Dezember, an den beiden Folgetage nimmt er etwas ab. 2023 fiel das Weihnachtsfest allerdings sehr windig aus, an allen Tagen traten verbreitet steife bis stürmische Böen zwischen 50 und 74 km/h (Bft 7 bis 8), vereinzelt auch Sturmböen zwischen 75 und 85 km/h (Bft 9) auf. Im Bergland und an der See war es teils noch stürmischer. Weihnachten 2024 wird beileibe nicht so windig, sondern zunehmend ruhig.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass der 24. Dezember im Mittel der mildeste, nasseste und windigste Tag des Weihnachtsfestes ist, der 26. Dezember dafür der schneereichste. Während es an Weihnachten immer wärmer wird, gibt es beim Wind und bei den Niederschlägen nur kleine Veränderungen. Der Schnee allerdings ist deutlich auf dem Rückzug, was die Chancen auf weiße Weihnachten weiter mindert.



© Deutscher Wetterdienst

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