Der August ist im gregorianischen und damit unserem Kalender der achte Monat des Jahres und hat 31 Tage. Im alten Rom begann das Jahr noch mit dem Monat, der bei uns heutzutage der MĂ€rz ist. Somit war der August der sechste Monat und hieĂ "Sextilis". Mit der julianischen Kalenderreform wurde der Beginn des Kalenderjahrs auf den 01. Januar vorverlegt und seither ist der August der achte Monat. Seinen neuen Namen erhielt der "Sextilis" durch Kaiser Augustus, da er in diesem Monat sein erstes Konsulat antrat. UrsprĂŒnglich hatte der August noch 29 Tage, aber mit der Kalenderreform durch Caesar verlĂ€ngerte sich der Monat um zwei Tage. Andere Bezeichnungen fĂŒr diesen Monat sind Erntemonat, Ăhrenmonat oder Sichelmonat.
Wie eingangs erwĂ€hnt, ist der August der letzte meteorologische Sommermonat. Die NĂ€chte werden wieder spĂŒrbar lĂ€nger und auch anhand der TageslĂ€nge wird erkennbar, dass der Herbst allmĂ€hlich vor der TĂŒr steht. BetrĂ€gt die Tageslichtdauer in Frankfurt am Main am 01. August noch rund 15 Stunden und 14 Minuten, so liegt diese am 31. August nur noch bei 13 Stunden und 32 Minuten. Der Sonnenaufgang verschiebt sich im Laufe des Monats um rund 45 Minuten nach hinten, der Sonnenuntergang ist am Ende des Monats rund eine Stunde frĂŒher als noch zu Beginn des Monats.
Dass es abends frĂŒher dunkel wird, hat zwangslĂ€ufig nicht nur Nachteile. Vielmehr hat man dann bereits frĂŒher am Abend die Chance, ein alljĂ€hrliches Himmelsspektakel zu beobachten - die Perseiden.
Die Perseiden zĂ€hlen zu den stĂ€rksten Meteorströmen. Meteorströme sind als eine Art Teilchenwolke zu verstehen und werden auch als Meteorschauer oder SternschnuppenschwĂ€rme bezeichnet. Bei diesen Teilchen handelt es sich meist um Staub oder auch um eishaltige Gesteinsreste eines Kometen. Im Fall der Perseiden handelt es sich um den Kometen 109P/Swift-Tuttle. Durchquert die Erde auf ihrer Umlaufbahn einen solchen Meteorstrom/Kometenschweif, so können diese Teilchen in die ErdatmosphĂ€re eindringen. Aufgrund der hohen Reibung fangen diese an zu glĂŒhen. Dieses GlĂŒhen nehmen wir dann als Sternschnuppen wahr.
Die Perseiden haben ihren Anfangspunkt (Radiant) im Sternbild Perseus, welches namensgebend fĂŒr diesen Meteorstrom ist. Perseus befindet sich unweit vom Sternbild Kassiopeia, das aufgrund seiner Ăhnlichkeit zum Buchstaben W als "Himmels-W" bezeichnet wird. Die ersten Sternschnuppen der Perseiden kann man bereits seit dem 17. Juli beobachten. Die AktivitĂ€t nahm dann von Tag zu Tag zu. Die Perseiden erreichen ihr Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Dann können bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden, wenn die Sichtbedingungen es zulassen. In lichtverschmutzten Gebieten sind es wesentlich weniger. Meist liegt die maximale Rate nur bei 20 bis 40 Sternschnuppen pro Stunde. Nachfolgend nimmt die AktivitĂ€t allmĂ€hlich wieder ab und am 24. August endet dann die Zeit der Perseiden.
Die Perseiden werden auch als "TrÀnen des Laurentius" bezeichnet. Dessen Gedenktag ist am 10. August, vereinzelt auch am 11. August, also kurz vor dem Perseiden-Maximum und somit namensgebend.
Doch wie sieht es in den kommenden NĂ€chten hinsichtlich der Sichtbedingungen aus, auch wenn es noch ein paar Tage bis zum Perseiden-Maximum dauert? Vom Mond ist zumindest aktuell keinerlei Helligkeit zu erwarten, denn am morgigen Sonntag ist Neumond. FĂŒr alle Sternschnuppenfans ist dies nicht die schlechteste Nachricht. Dies Ă€ndert sich natĂŒrlich in Richtung Monatsmitte, also auch in den NĂ€chten rund um das Perseiden-Maximum, denn am 19. August ist bereits wieder Vollmond. In besagter Nacht geht der Mond aber gegen 23:20 Uhr MESZ unter. FĂŒr alle Nachteulen stellt der Mond also kein Hinderungsgrund fĂŒr die Sternschnuppenjagd dar.
Dieses Wochenende tut sich zwar die ein oder andere WolkenlĂŒcke am Nachthimmel auf, aber vor allem zu Beginn der neuen Woche ist dann verbreitet mit gering bewölktem oder klarem Himmel zu rechnen. Bei 16 bis 11 Grad, örtlich allerdings auch nur 10 bis 8 Grad, lĂ€sst sich das Sternegucken dann ausgiebig genieĂen.


