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07. September 2022 | Dipl.-Met. Martin Jonas

Der Herbst ist da

Der Herbst ist da

Datum 07.09.2022

Das heutige Thema des Tages beschäftigt sich mit der nunmehr etwas herbstlicheren Witterung in dieser Woche.

Natürlich ist der Herbst meteorologisch schon am 01.09. eingeläutet worden. Astronomisch müssen wir diesbezüglich noch bis zum 23.09. um 03:03 Uhr MESZ warten, denn dann „überquert“ die Sonne den Äquator von Nord nach Süd. Das bedeutet auch, dass genau zu diesem Datum der Tag und die Nacht gleich lange dauern, was dann treffenderweise auch als "Tag-und-Nacht-Gleiche" bezeichnet wird.

Aber beim Blick auf das Wetter kann man durchaus den Eindruck gewinnen, dass der Herbst in dieser Woche beginnt. Denn am heutigen Mittwoch (07.09.) schiebt Tief PEGGY ihre Kaltfront von West nach Ost über Deutschland hinweg. Und damit ist dann auch ein deutlicher Rückgang der Temperaturen verbunden, der allerdings in zwei Stufen vonstattengeht. Während gestern die beiden DWD-Stationen Köln-Stammheim mit 32,1 °C und Bad Neuenahr mit 32,0 °C die "32-Grad-Schwelle" überspringen konnten, werden die Spitzenreiter heute wohl nur noch 28 °C, eventuell auch knapp 29 °C vermelden. Und da die kältere Luft von Westen herankommt, sollten die Temperatur-Tops auch eher im Osten oder Südosten als entlang der Rhein-Schiene auftreten.

Der zweite Schritt des Temperaturrückgangs vollzieht sich dann am Donnerstag. Entlang der Neiße und auch am Oberrhein kratzen die Höchstwerte nochmal an der "25-Grad-Marke", meist liegen die Spitzenwerte aber in einer Spanne von 18 °C bis 22 °C. Zugegeben: So richtig herbstlich hört sich das nicht an, aber wir sprechen ja auch noch nicht vom Spätherbst, sondern vom Herbstbeginn.

Und der hat sich in der vergangenen Nacht im Westen auch schon mit Schauern und Gewittern bemerkbar gemacht. Speziell in der Eifel und über dem angrenzenden südlichen Niederrhein hat es teils kräftig gewittert, wie man in der folgenden Abbildung erkennen kann.


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Dort sind die aus den Radarreflektivitäten abgeleiteten 12-stündigen Niederschlagssummen bis zum heutigen Mittwochmorgen um 08:00 MESZ dargestellt. Südlich von Köln sind demzufolge punktuell sogar über 60 mm (Liter pro Quadratmeter) zusammengekommen. Aber auch im Siegerland, im Bergischen Land oder in der Pfalz hat es ordentlich geschüttet - und das zumeist begleitet von einer beeindruckenden Blitzrate.

In der zweiten Grafik sind die Blitze von gestern Abend 20:00 MESZ bis heute Morgen 08:00 MESZ zu sehen. Entsprechend ihres zeitlichen Auftretens sind diese eingefärbt (grün: Blitze zu Beginn des Zeitraumes, rot: Blitze zum Ende des Zeitraumes). Innerhalb des dargestellten Ausschnitts und 12-stündigen Zeitfensters wurden insgesamt 67.265 Blitze registriert. Davon dürften - auf Basis der Grafik grob geschätzt - etwa 30.000 über Deutschland gelegen haben.


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Und in den kommenden Tagen geht es verbreitet gewittrig weiter. Vor allem in der Nacht zum morgigen Donnerstag kommen aus Südwesten neue und teils kräftige Gewitter hereingezogen. Zwar besteht dann lokal wieder die Gefahr von Überflutungen, aber im Grundsatz ist der Regen ja willkommen.



© Deutscher Wetterdienst

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