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26. Juli 2021 | Dipl.-Met. Lars Kirchh√ľbel

Tief DIRK wirbelt weiter und lässt es heute regional erneut ordentlich krachen!

Tief DIRK wirbelt weiter und lässt es heute regional erneut ordentlich krachen!

Datum 26.07.2021

Das Tief DIRK hat Deutschland weiter im Griff und sorgt f√ľr zahlreiche Schauer und Gewitter. Doch welche Regionen sind besonders betroffen, wo gibt es ein erh√∂htes Unwetterpotential oder in welchen Bundesgebieten bleibt es weitgehend ruhig? Wir kl√§ren etwas auf!

Das Wetter in Deutschland wird weiterhin von Tief DIRK bestimmt, der sich nun √ľber der Nordsee einnistet und somit √ľber Nordwest- und Mitteleuropa herrscht. Dabei schaufelt DIRK vor allem in den S√ľdosten und Osten noch feuchte sowie sehr warme, teils hei√üe Luft subtropischen Ursprungs. In den Westen gelangt dagegen schon etwas k√ľhlere Atlantikluft.


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Tief DIRK pr√§gt mit zahlreichen Schauern und Gewittern einen unbest√§ndigen Witterungsabschnitt. Am heutigen Montag k√∂nnen dabei vier Schauer- und Gewitterschwerpunkte gefunden werden. Ausschlaggebend ist diesbez√ľglich, dass die Str√∂mung um das Tief herum nicht kreisrund und somit gleichm√§√üig ist, sondern √ľber "Beulen oder Ausbuchtungen" verf√ľgt. Diese sorgen schlie√ülich f√ľr unterschiedliche Str√∂mungsgeschwindigkeiten und somit Bereiche, wo die Luft aufsteigt oder aber absinkt. Zudem k√∂nnen sich bei st√§rkeren Temperatur- und Feuchtegegens√§tzen bodennah konvergente Strukturen bilden, wo die Luft zusammenstr√∂mt und aufsteigen muss. Dazu spielt regional auch noch die Orographie eine zus√§tzliche Rolle im Schauer- und Gewitterspiel.

Bei Ber√ľcksichtigung der verschiedenen Prozesse √ľber unterschiedliche H√∂henniveaus hinweg lassen sich schlie√ülich vier Niederschlagsschwerpunkte herausarbeiten. Im Westen, etwa vom Saarland bis zum Niederrhein, lebt die Schauer- und Gewittert√§tigkeit im Tagesverlauf wieder auf. Allerdings ziehen die Schauer und Gewitter dort recht z√ľgig, sodass gr√∂√üere Regenmengen eher gering wahrscheinlich sind. Daf√ľr k√∂nnen einzelne st√ľrmische B√∂en auftreten. An den Alpen soll es im Verlauf ebenfalls wieder blubbern, im Vergleich zu den Vortagen aber in reduzierter Form und mit geringerem Risiko f√ľr Superzellen oder gr√∂√üere Gewittercluster. Allerdings ist dort die Verlagerung der Schauer und Gewitter limitiert, sodass dort gebietsweise durchaus Regenmengen von 20 bis 40 l/m¬≤ in kurzer Zeit oder mehreren Stunden auftreten k√∂nnen. Zudem soll sich an einer markanten "Beule" in der Str√∂mung, ausgehend von der Region zwischen Schwarzwald und dem Nordrand der Alb eine Gewitterzone ausbilden, die sich nordostw√§rts verlagert. Die Entwicklung ist zwar noch nicht gesichert, wird aber von zahlreichen Modelll√§ufen des hochaufgel√∂sten Lokalmodells des DWD gest√ľtzt. Zu guter Letzt w√§re da noch der Norden und Nordosten. Dort liegt die w√§rmste und vor allem feuchteste Luft. Analog zum gestrigen Sonntag besteht erneut die Wahrscheinlichkeit, dass sich sogenannte Feuchtekonvergenzen ausbilden, also Bereiche, wo die Luft zusammenstr√∂mt und aufsteigt. Diese Linien verlagern sich meist nur langsam und produzieren zahlreiche Gewitter, die wie an einer Perlenschnur zusammenh√§ngen. Sollte sich keine deutliche Linie strukturieren, sind dennoch zahlreiche lokale Gewitter zu erwarten. Aufgrund der geringen Verlagerungsgeschwindigkeit steht dort der heftige Starkregen im Fokus mit Mengen bis 40 l/m¬≤ in kurzer Zeit, √∂rtlich k√∂nnen erneut auch Mengen bis 80 l/m¬≤ in wenigen Stunden nicht ausgeschlossen werden. Wenn man nun die Schauer- und Gewitterregionen auf der Deutschlandkarte einzeichnet, ergibt sich auch eine Region mit reduzierter Schauer- und Gewitteraktivit√§t. Diese ist voraussichtlich irgendwo zwischen Rothaargebirge und Taunus bis ins s√ľdliche Sachsen-Anhalt und n√∂rdliche Sachsen zu finden.

In den n√§chsten Tagen geht es insgesamt unbest√§ndig weiter. Allerdings mischt neben Tief DIRK zunehmend auch ein Azorenhochableger in der Wetterk√ľche mit. Dieser kann sich von S√ľdfrankreich √ľber den Alpenraum ostw√§rts schieben. Einhergehend soll sich hierzulande das Wetter vor allem von Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-W√ľrttemberg bis zur Nei√üe beruhigen, w√§hrend s√ľdlich der Donau sowie im Norden und Nordwesten wiederholt schauerartige, teils gewittrige Niederschl√§ge durchziehen. Dabei soll allm√§hlich das ganze Land von der etwas k√ľhleren Atlantikluft geflutet werden, sodass sich die Temperaturen wohl meist zwischen 19 und 26 Grad einpendeln werden.

Ein nachhaltiges Sommerhoch mit landesweit trockenen und sommerlichen Verh√§ltnissen √ľber mehrere Tage oder Wochen hinweg, ist derzeit nicht in Sicht.



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