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06. März 2020 | Praktikantin Miriam Schabel / Dipl.-Met. Jacqueline Kernn

Ein Blick in den Himmel kann helfen

Ein Blick in den Himmel kann helfen

Datum 06.03.2020

Jeder hatte schon einmal das Problem: Man muss aus dem Haus, der Wetterbericht verspricht trockenes Wetter und dann wird man doch nass. Doch was kann man selbst tun?

Dass ein Wetterbericht großräumig erstellt wird und nicht immer für jeden individuell passt, ist kein Geheimnis. Aber man ärgert sich natürlich trotzdem, wenn der Wetterbericht für den eigenen Ort falsch ausgefallen ist und man deshalb nass wurde. Den Regenschirm immer dabeihaben, ist oft auch keine praktische Lösung. Aber einen Blick in den Himmel kann jeder werfen und anhand der Wolken seine eigene Regenvorhersage erstellen.


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Wolken lassen sich unterteilen in hohe, mittelhohe und tiefe Wolken. Es gibt aber auch Wolken, die in allen Höhenlagen vorkommen.

Hohe Wolken, auch Cirren genannt, befinden sich in 5-13 km Höhe. Sie sehen weißen flauschigen Federn ähnlich und bestehen aus Eiskristallen. Oft kündigen sie einen Wetterumschwung mit Regen oder sogar Gewitter an. Cirrostratus (eine Form von Cirren) sind ebenfalls dünn wirkende Wolken aus Eiskristallen, die sich meist wie ein weißer Schleier über den gesamten Himmel legen. Sieht man solche Wolken, folgt 1-2 Tage später Regen.

Mittelhohe Wolken befinden sich in 2-7 km Höhe und beginnen mit der Vorsilbe "Alto". Im Volksmund sind Altocumuli-Wolken auch als "Schäfchenwolken" bekannt, da man zwischen den weißen Flecken den blauen Himmel durchsieht. Sie bestehen aus kleinen Wassertröpfchen, kündigen aber keine Veränderung des Wetters an, sie stehen für Beständigkeit. Wenn sie sich jedoch verdichten, eher grau und konturlos wirken und sich bis zu Hunderte Kilometer breit über den Himmel ausdehnen, nennt man sie Altostratus-Wolken. Diese bringen oft starke Regen- oder Schneefälle innerhalb der nächsten Stunden.

In einer Höhe von bis zu 2 km befinden sich die tiefen Stratus-Wolken. Sie sind weiß bis grau und bestehen aus Regentropfen oder Schneekristallen. Stratocumuli-Wolken versprechen vor allem im Winter besseres Wetter. Sie sehen Cumulus-Wolken (Schäfchenwolken) ähnlich, sind aber größer, eher länglich und meist etwas dunkler. Schließen sich einzelne Schäfchenwolken zu einer durchgängigen grauen Wolkenschicht zusammen, so kündigen sie regnerisches Wetter an. Die dunklere Farbe kommt daher, dass die Wolke viel Wasser enthält, das abregnen wird.

Zuletzt sind Wolken zu nennen, die in allen Höhenlagen vorkommen können und oft eine große vertikale Ausdehnung haben. Nimbostratus-Wolken gehören zu den Stratus-Wolken. Sie bilden eine stark ausgedehnte, dunkelgraue Fläche, bringen also Regen mit sich. Cumulus-Wolken (oder auch Haufenwolken) sind dichte, klar voneinander abgegrenzte Wasserwolken. Wird ihre Oberseite von der Sonne angeleuchtet, sind sie oben weiß, unten jedoch immer dunkel. Im Volksmund werden sie auch als "Schönwetterwolken" bezeichnet, da wenn sie sich über den Tag bilden und abends wieder auflösen, kein Regen folgt. Ein Cumulonimbus entsteht aus einer großen Cumuluswolke. Hierbei handelt es sich um eine Haufenwolke, die sich bis zu 10 km hoch aufschichten kann. Der obere Teil kann sich zudem noch horizontal ausdehnen, sodass die einzigartige Amboss-Form entsteht. Diese Wolke bringt Regen, Hagel oder Schnee, oft mit schweren Gewittern. Außerdem kann man bei dieser Wolkenform auch mit starkem Wind rechnen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass wenn man Cirren sieht, 1-2 Tage später Regen folgt. Breiten sich die harmlosen Schäfchenwolken oder Stratus-Wolken über den Himmel aus, wird es demnächst regnen. Bildet sich dabei ein Cumulonimbus, bleibt man lieber im Haus, da starke Gewitter kommen können.



© Deutscher Wetterdienst

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