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14. August 2026 | Dipl.-Met. Marcel Schmid

Hitze ade?

Hitze ade?

Datum 14.08.2026

Die Wetterlage stellt sich um, aber tut sie das auch nachhaltig? Welche Temperaturen uns dann noch erwarten und ob es denn endlich auch den langersehnten Regen für alle gibt, ist im heutigen Thema des Tages nachzulesen.

Bevor sich im Laufe des Wochenendes die Wetterlage grundlegend umstellt und damit der Zufuhr von heißen Luftmassen der Garaus gemacht wird, bekommen wir es am heutigen Freitag nochmals verbreitet mit großer Hitze zu tun. Hoch RALF verabschiedet sich zwar langsam aber sicher nach Osteuropa, doch an dessen Westflanke gerät bodennah nochmals ein Schwall heißer Luft von der Iberischen Halbinsel zu uns, sodass im Südwesten örtlich 39 Grad erreicht werden. Aber auch sonst wird die 30-Grad-Marke fast überall geknackt. Nur direkt an der See bleibt es bei auflandigem Wind etwas weniger heiß. Da die Luftmasse zunächst auch noch sehr trocken ist, zeigt sich am frühen Nachmittag über ganz Deutschland keine einzige Wolke.


Satellitenbild für Mitteleuropa am Freitag, dem 14.08.2026 um 12 UTC


Am Samstag nähert sich die Kaltfront eines Tiefs über Skandinavien dem Nordwesten an und in Verbindung damit nimmt die Bewölkung zu. Vom Südwesten und Westen bis in den Norden gibt es im Tagesverlauf einzelne, teils kräftige Gewitter. Eine verbreitete Unwetterlage stellt sich aber nicht ein. Lokal reicht es jedoch für Starkregen, kleinkörnigen Hagel und vor allem Sturmböen oder schwere Sturmböen zwischen 75 und 95 km/h (Bft 9-10). Das größte Gefahrenpotential geht daher vom Wind aus, da die anhaltende Trockenheit den Bäumen teilweise sehr zugesetzt hat und dadurch Äste leicht abbrechen oder ganze Bäume umstürzen können. In der Südosthälfte heizt die Sonne nochmals kräftig ein, sodass dort erneut ein sehr heißer Tag mit Höchstwerten zwischen 33 und 38 Grad auf der Agenda steht. In der Nacht zum Sonntag kommt die Kaltfront samt gebietsweisem schauerartigem Regen und einzelnen Gewittern südostwärts voran und erreicht am Sonntagmorgen eine Linie Saarland-Lausitz. Auf die Fläche bezogen fallen aber nur wenige Liter pro Quadratmeter Regen. Nur lokal kann es bei kräftigen Gewittern auch mehr Niederschlag geben. Eine Linderung der Trockenheit findet also nicht statt.

Am Sonntag wird die Hitze dann immer mehr nach Süden abgedrängt und dort gibt es bei schwülwarmen bis schwülheißen 28 bis 32 Grad neben etwas Sonne mächtige Quellwolken, die sich zu teils kräftigen Schauern und Gewittern ausbauen. Im Norden und der Mitte gibt es einen überwiegend trockenen Mix aus Sonne und Wolken und das ganze bei angenehm warmen 20 bis 27 Grad.

Inwiefern in der kommenden Woche der so dringend benötigte Regen fallen wird, muss abgewartet werden. Zunächst regnet es in der Nacht zum Montag im Süden gebietsweise schauerartig verstärkt und auch am Montag folgt dort weiterer Regen nach. Ansonsten fallen nur im Küstenumfeld ein paar Schauer, in den restlichen Landesteilen bildet Regen zum Wochenstart bei wechselnder Bewölkung die Ausnahme. Bis Montagabend fallen in der Fläche im Norden und der Mitte akkumuliert meist 1 bis 8, örtlich um 15 l/qm. Südlich der Donau kommen 15 bis 30, örtlich um 40 l/qm vom Himmel.


Akkumulierter Niederschlag von Freitagmorgen, dem 14.08.2026 bis Montagabend, dem 17.08.2026


Auch wenn der Regen in weiten Landesteilen nicht sehr üppig ausfällt, so ist die hochsommerliche Hitze aber zunächst Geschichte, denn aus Westen und Nordwesten fließt nur noch mäßig warme bis warme Meeresluft zu uns.

In den Folgetagen überqueren dann wahrscheinlich weitere Frontensysteme Deutschland, doch die Prognosen gestalten sich schwierig und die Modellunsicherheiten sind groß. Eine verlässliche Niederschlagsprognose ist daher nicht möglich. Die Höchsttemperaturen zeigen ein Nord-Süd-Gefälle und bewegen sich mit Werten zwischen 20 und 27 Grad im Norden und 25 bis 30 Grad im Süden auf durchschnittlichem mitteleuropäischen Sommerniveau.



© Deutscher Wetterdienst

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