Facebook Twitter
22. November 2021 |

Wetterwechsel in Sicht

Wetterwechsel in Sicht

Datum 22.11.2021

Seit einiger Zeit herrscht relativ ruhiges, oftmals herbstlich trübes Wetter. Ein wirklicher Wechsel der Großwetterlage deutet sich nun in Richtung Wochenende an.

Nach wie vor herrscht beim aktuellen Wetter ein relatives Einerlei. Immerhin sorgt der Durchgang einer schwachen Kaltfront zwar seit dem gestrigen Sonntag von Norden her für ein wenig Abwechslung: Das Dauergrau wurde zum heutigen Montag von Norden her durch häufigeren Sonnenschein abgelöst. Nach Süden hin überwiegt allerdings im "Restfrontbereich" noch starke Bewölkung mit zeitweilig leichtem Regen, im Bergland auch mit Schneeflocken.


Zum Vergrößern bitte klicken
Zum Vergrößern bitte klicken


Nachfolgend setzt sich nun erstmal wieder Hochdruckeinfluss durch. Am Rande des Hochs liegt wie so häufig in letzter Zeit der Norden Deutschlands, der von Frontensystemen skandinavischer Tiefs gestreift wird. Dort ist daher wieder mehr Grau als Blau angesagt ist und ein paar Regentropfen fallen. In den restlichen Landesteilen sorgen eine relativ feuchte atmosphärische Grundschicht und Hochdruckeinfluss wieder für nächtliche Nebelbildung und gebietsweise auch tagsüber zähe Nebelfelder - gebietsweise also wieder Dauergrau.

Die kurzfristigen Aussichten sind also weiterhin zwar spätherbstlich mit Nachtfrösten, Nebel und streckenweiser Glättegefahr, aber doch relativ ruhig. Mittelfristig, also zum Ende der Woche deutet sich nun aber eine Umstellung der Wetterlage an. Tiefdruckgebiete beeinflussen zunehmend das Wetter in Deutschland und es kommt immer wieder zu Niederschlägen. Dies beginnt bereits im Laufe des Donnerstages bzw. in der Nacht zum Freitag, wenn ein Tief südlich der Alpen seine Fühler in Richtung Süddeutschland streckt und Niederschläge von Süden her aufkommen lässt. Im weiteren Verlauf etabliert sich insgesamt tiefer Luftdruck über großen Teilen Europas und mit einer großräumigen Strömung, die mehr und mehr auf nördliche Richtungen dreht, sickert peu à peu Polarluft ein. Nach aktuellem Stand der Prognosen pendelt sich die Schneefallgrenze dann so auf 300 bis 500 m ein. Ein Wintereinbruch bis in die tiefen Lagen ist nach derzeitigem Vorhersagestand diese Woche also nicht in Sicht. Zum Wochenende werden aber durchaus die mittleren bis höheren Berglagen "angezuckert" werden, zunächst im Süden, später dann auch in den zentralen Mittelgebirgen.

Spannend wird es dann möglicherweise zum Monatswechsel, wenn von Westen ein Frontensystem auf die bei uns lagernde Kaltluft triff... - warten wir's ab, die Unsicherheiten diesbezüglich sind noch groß.

Dipl.-Met. Sabine Krüger

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 22.11.2021

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



© Deutscher Wetterdienst

Themenarchiv:

26.02. - Ungewöhnliche Frühlingswärme zum meteorologischen Winterende

25.02. - Frühlingsluft

24.02. - Wintersport – Schnee von gestern?

23.02. - Bunte Satellitenbilder

22.02. - Von Tauwetter und Schneeschmelze

21.02. - Tschüss Winter! Hallo Frühling! Bleibst du länger?

20.02. - Satelliten und Sahara-Staub in Suriname

19.02. - Winter versus Vorfrühling

18.02. - La malkovro de la ĵetfluo, oder die Entdeckung des Jetstreams

17.02. - Es bleibt turbulent beim Wetter

16.02. - Einzigartige Schneekristalle

15.02. - Turbulentes Winterwetter über Fasching

14.02. - Ein besonderer Winter

13.02. - Was haben die Herren Rosenthal und Mie mit dem 13. Februar zu tun?

12.02. - Alaaf, Helau und Narri Narro!

11.02. - Die Schneefallgrenze

10.02. - Tauwetter und Hochwasser?

09.02. - Der Winter macht vielerorts eine kleine Pause

08.02. - Tag des Koffeins

07.02. - Winter, quo vadis?

06.02. - Die Schneehöhe

05.02. - Wetterfrösche in dicken Pullis

04.02. - Glatteis und Schnee: Rückblick und Vorausschau

03.02. - Hochdruck und Tiefdruck im Clinch

02.02. - Deutschlandwetter im Januar 2026

01.02. - Polarwirbel vor möglicher Aufspaltung – droht Mitteleuropa eine Kältephase?

31.01. - Start in den Februar

30.01. - Außergewöhnliche Regenmengen im südöstlichen Afrika und deren Auswirkungen in Mosambik

29.01. - Transporte in der Seeschifffahrt und maritime Lüftungsberatung im Deutschen Wetterdienst

28.01. - Glatt, aber wieso?