Facebook Twitter
28. Februar 2019 | Dipl.-Met. Marco Manitta

Ade "Frühlingshoch"

Ade "Frühlingshoch"

Datum 28.02.2019

Die sonnigen Tage bei ungewöhnlich hohen Temperaturen gehören bald der Vergangenheit an. Denn pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang bestimmen Regen, Wind und deutlich niedrigere Temperaturen unser Wetter.

Sicherlich haben sich schon einige an den sonnigen Wettercharakter und die frühlingshaften Temperaturen der vergangenen Tage gewöhnt und möchten, dass das Wetter weiter so bleibt, vor allem in den Hochburgen des Karnevals. (Ausführliche Informationen zum Karnevalswetter gibt es im Thema des Tages vom Mittwoch)


Zum Vergrößern bitte klicken
Zum Vergrößern bitte klicken


Das "Frühlingshoch" FRAUKE verabschiedet sich jedoch nach Südeuropa und atlantische Tiefdruckgebiete übernehmen die Wetterregie in Deutschland. Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang am ersten März gibt es also nicht, was vielleicht viele im Frühjahr eher erwarten würden, nämlich sonnige und zunehmend milde Tage, sondern viel Regen, Wind und im höheren Bergland Neuschnee.

Am gestrigen Mittwoch wurde vorerst der Höhepunkt des seit Mitte Februar mehr oder weniger andauernden und sehr milden Witterungsabschnitts erreicht. Vor allem in der Westhälfte Deutschlands wurden verbreitet Höchstwerte zwischen 17 und 21 Grad gemessen. Spitzenreiter war Saarbrücken mit 21,7 Grad.

Am heutigen Donnerstag werden ähnliche Werte nur noch in Baden-Württemberg und in Bayern erwartet. Dazu scheint dort überwiegend die Sonne, während im Westen und Norden erste Wolken den Wetterwechsel ankündigen. In der Nacht zum Freitag kommen dann vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands verbreitet Niederschläge auf, die sich im Laufe des Freitags langsam Richtung Alpen verlagern. Im Schwarzwald und im Oberallgäu kann es auch zu länger anhaltendem Regen kommen.

Am Samstag regnet es trotz vieler Wolken nur gebietsweise etwas. Aber schon in der Nacht zum Sonntag greift ein ausgeprägtes Niederschlagsgebiet auf Deutschland über und leitet einen verregneten Sonntag ein. Auflockerungen und kaum Niederschläge gibt es am ehesten südlich des Mains und im äußersten Norden.

Der Montag verspricht kaum besseres Wetter: In ganz Deutschland fällt schauerartiger Regen, einzelne Gewitter sind auch dabei. Dazu weht ein starker Westwind. In Gewitternähe drohen selbst im Flachland Sturmböen: keine schönen Aussichten für Narren und Jecken. Auch am Dienstag bleibt es wechselhaft.

Ein Blick auf die Temperaturentwicklung zeigt, dass abgesehen von heutigem Tag kaum mehr die 15 Grad überschritten werden. Am ehesten können diese noch am Sonntag und Montag am Oberrhein und im Alpenvorland auftreten. Meistens liegen die Temperaturen jedoch zwischen 7 und 13 Grad, was allerdings für diese Jahreszeit immer noch relativ mild ist. In den höheren Lagen von Schwarzwald und Alpen kann einiges an Neuschnee fallen.

Auch wenn jetzt die Aussichten nicht so "rosig" sind, das nächste "Frühlingshoch" kommt bestimmt.



© Deutscher Wetterdienst