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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Samstag, den 07.02.2026 | Dipl.-Met. Christian Herold

Tristes Wetter, im Nordosten kühl, im Südwesten fast frühlingshaft mild.

Die derzeitige Wetterlage wird sich in den nächsten Tagen kaum ändern.

Über Nordosteuropa liegt ein mit bodennaher Kaltluft angefülltes Hochdruckgebiet. Demgegenüber steht ein Tiefdruckgebiet über dem Atlantik, dessen Weiterkommen vom osteuropäischen Hochdruckgebiet blockiert wird. Dabei wird milde Luft in den Südwesten gelenkt, während an der Westflanke des Hochdruckgebietes wieder kältere Luft in den Nordosten einsickert.
Somit herrscht ab Sonntag im Nordosten wieder Dauerfrost mit etwas Schneegriesel oder gefrierendem Sprühregen, während es im Westen mit 5 bis 11 Grad fast schon frühlingshaft mild wird. Vor allem an den Nordrändern der westlichen Mittelgebirge gibt es dabei auch sonnige Abschnitte. Vielerorts bleibt es aber neblig-trüb.


Wetterkarte


Ab Mitte kommender Woche ändert sich die Wetterlage. Dann schwächt sich das Hoch über Nordosteuropa ab, sodass das Atlantiktief mit milder Meeresluft vorrücken kann. Die genaue Zugbahn des Tiefdruckgebietes ist noch unsicher, aber die meisten Modelle gehen nun von einer nördlichen Zugbahn aus. Dadurch kann sich im Norden milde Meeresluft durchsetzen, sodass wahrscheinlich auch der Nordosten beginnt langsam aufzutauen. Dabei kann es dort anfangs durchaus wieder zu Glatteis kommen.


Deutschland 2. bis 4. Tag


War es das dann mit dem Winter? Noch gibt sich der Winter nicht geschlagen. Die Kaltluft wird nicht weit nach Norden verdrängt und lauert immer noch über Skandinavien. Ein grober Trend zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass zum nächsten Wochenende auf der Rückseite des Tiefs diese Kaltluft wieder angezapft wird und mit einer nördlichen Strömung wieder zu uns geführt wird. Es muss also mit einem erneuten, zumindest vorübergehenden Wintereinbruch gerechnet werden.



Wetter- und Warnlage für Deutschland

am Samstag, 07.02.2026, 10:30 Uhr

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