Facebook Twitter

Vorhersage

Bericht
Offenbach, Freitag, den 06.02.2026 | M.Sc.-Met. Oliver Reuter

Vom Gefrier- zum Kühlschrank: Langsame Milderung ante portas

Noch immer hat der Winter manche von uns fest im Griff und lässt dabei auch in den kommenden Stunden zumindest im Nordosten weiterhin nicht locker.

Der Grund ist in der seit längerem bestehenden Wetterlage zu finden: Tiefs vom Atlantik kommend (heute STEPHIE) laufen gegen das sehr umfangreiche Hoch DANIEL an, das sich von Skandinavien über Osteuropa bis weit nach Russland hinein erstreckt. Dabei wird in den Nordosten eine kalte, frostige Festlandsluft geführt, während die Tiefausläufer eine feuchte und mildere Luftmasse heranführen. Im Grenzbereich kam es nun immer wieder zu den typischen winterlichen Wettererscheinungen wie Schnee, oder aber dem gefrierenden Regen - und dieser bleibt auch heute Abend und in der Nacht ein Thema.


Wetterkarte


Denn einerseits greifen mit der heranziehenden Front von Tief STEPHIE Regenfälle auf weite Teile des Landes über, die in einem Streifen von (Süd-)Niedersachsen über Nordhessen bis zum Thüringer Becken für lokales Glatteis sorgen können, andererseits liegen noch immer frontale Reste über dem äußersten Nordosten, die am Abend und in der Nacht reaktiviert werden. Hier ist wieder über einen längeren Zeitraum gefrierender Regen möglich, sodass an ein nachhaltiges Ende der Eisbahnen auf Straßen und Wegen noch immer nicht so wirklich zu denken ist.

Der Westen und Südwesten bekommen von dieser ganzen Problematik aber rein gar nichts mit, dort herrschen tagsüber sogar bis zu +12 Grad (Oberrhein)!


Deutschland morgen


Das Wochenende steht dann allgemein unter dem Zeichen "Auftauen", wobei das im äußersten Nordosten mit einem Mix aus Schneeregen, Regen und letztem gefrierenden Regen eine zähe Angelegenheit bei zarten Plusgraden wird. Ansonsten sind in der Mitte um 4-6 Grad, nach Süden zu immer häufiger um oder sogar über 10-13 Grad zu erwarten. Wo (v.a. über der Mitte) noch Schnee liegt, beginnt dieser doch rasch zu tauen.
Teils zeigt sich dabei die Sonne, häufig bleibt es aber hochnebelartig bedeckt oder ganztägig trüb.

Schon in der Nacht zum Sonntag wird der frontale Rest im Nordosten wieder reaktiviert und bringt etwas Schnee hervor, ansonsten ist Nebel das bestimmende Thema.
Dieser hält sich vermutlich auch am Sonntag längere Zeit, und hier bleibt es beim altbekannten Temperaturgefälle mit 0 bis +2 Grad im Nordosten, 4-5 Grad über der Mitte und bis 9 Grad im Westen und Südwesten eher mild.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Für die neue Woche bestehen noch massive Unsicherheiten in der Prognose, wobei manche Modelle eine erneute Luftmassengrenze mit einem warmen Süden/Südwesten und einem kalten Norden/Nordosten mit entsprechenden Wettererscheinungen favorisieren. Hier muss noch abgewartet werden, ob Teile von Deutschland nicht doch wieder zum Gefrierschrank werden.



Wetter- und Warnlage für Deutschland

am Freitag, 06.02.2026, 10:30 Uhr

[anzeigen]