Vorhersage
Unbeständig und kühl
Offenbach, Montag, den 20.05.2013, 11:30 Uhr -
Tief Bob ist das einzige Druckgebilde, das namentlich noch auf der Wetterkarte zu sehen ist. Die sonstigen Hochs und Tiefs sind viel zu weit entfernt um unser Wetter zu beeinflussen und bleiben daher namenlos.
Das Tiefdruckgebiet, das unser Wetter seit und für die nächsten Tage bestimmt, wird namenlos bleiben; denn es ist ein Höhentief, also nicht auf den Bodenwetterkarten zu sehen. Die bekommt der Nichtmeteorologe normalerweise nicht zu sehen.
Bob selbst schwimmt derzeit durch die Ostsee Richtung Finnland und bringt
dem Norden einige Wolken und vereinzelt ein paar Tropfen.
Die unwetterartigen Regenfälle in Rheinland Pfalz und dem Saarland haben mit Bob nicht so viel zu tun. Sie wurden von dem Höhentief verursacht
und haben in der offiziellen Messperiode von 7 bis 7 Uhr entlang der Nahe verbreitet 40 bis 50 Liter gebracht und es regnet dort noch weiter.
Die dort üblichen Monatsmengen belaufen sich auf etwa 70 Liter. Manche Stationen werden also bis zum Ende des Dauerregens innerhalb von 24 Stunden ihr Monatssoll messen. Das sind örtlich die stärksten Tagesniederschläge, die seit Messbeginn im Mai fielen. Auch Allzeitrekorde sind gefährdet, aber noch nicht gefallen.
Morgen früh ist dort also entlang von Mosel und Nahe Verkehrsfunk hören vor der Fahrt zur Arbeit angesagt.
Kurzzeitig noch heftiger ging es gestern in Nordbayern zu, dort fielen bei Gewittern in Bad Neustadt am Grabfeld und Lohr am Main 38 Liter in etwa einer Stunde.
Und wie geht es weiter?
Kurz gesagt Bürowetter, da verpasst man draußen nicht so viel.
Das Höhentief bleibt voraussichtlich bis in die nächste Woche hinein unser wetterbestimmendes System. Das bedeutet sehr kühles Wetter im Süden, nach Norden hin und im Osten ein paar Grad wärmer und alle Wetterelemente, die einem so einfallen.
Gewitter, Schauer, Sonnenschein, Dauerregen, Sturm.
Logischerweise sind im Mai bei so einer Wetterlage auch Frost und Schnee im Programm:
Allerdings nur in den Hochlagen der Mittelgebirge über etwa 700m, wo der Donnerstag durchaus mit einer Schneedecke beginnen kann; wenn's ganz dumm kommt, kann es auch auf den Gipfellagen der A45 in gut 500m Höhe schneien.
Und sollte sich der wolkenlose Himmel nachts einstellen, kann es je nach Meereshöhe Frost oder Bodenfrost geben.
Das erklärt Dipl.-Met. Christoph Hartmann von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Deutscher Wetterdienst
Bericht des Deutschen Wetterdienstes für Deutschland
vom 21.05.2013, 09:27 Uhr
Kurzvorhersage:
Heute im Norden Dauerregen mit erheblichen Regenmengen. Im Südwesten gebietsweise Regen. Im übrigen Deutschland teils aufgelockert bewölkt, am Nachmittag einzelne Gewitter.
In Teilen Ostdeutschlands auch sonnige Momente. 14 bis 20 Grad. Schwacher bis mäßiger Westwind, abends im Norden auffrischend.
Wetterlage:
Eine Tiefdruckzone verlagert sich zur Ostsee. Dabei gelangt relativ kühle Meeresluft in weite Teile des Landes. Nur im Osten und Nordosten halten sich noch Reste wärmerer Luft.
Vorhersage:
Heute regnet es im Norden anhaltend, dabei können bis morgen regional um 70 Liter pro Quadratmeter Regen fallen. Im Südwesten regnet es anfangs auch noch. Im übrigen Deutschland zeigen sich gelegentlich auch Wolkenlücken. Im Tagesverlauf entwickeln sich einzelne Schauer, örtlich auch Gewitter, die örtlich mit Starkregen und oder Windböen einhergehen. Die Temperatur steigt auf 14 bis 19 Grad. In der Lausitz sind auch Werte um 20 Grad möglich.
Der schwache bis mäßige Wind kommt aus westlichen Richtungen. Im Norden frischt er gegen Abend auf.
In der Nacht zum Mittwoch fällt gebietsweise Regen, der anfangs ganz im Norden noch von Gewittern begleitet sein kann. Lediglich ganz im Süden bleibt es weitgehend trocken. Die Temperatur geht auf 11 bis 6, im Bergland Südwestdeutschlands und in Alpennähe auf Werte um 4 Grad zurück.
Weitere Aussichten:
Am Mittwoch regnet es vor allem im Norden noch, ansonsten bleibt es wechselhaft mit Regen, Regenschauern, nach Osten und Süden hin auch mit kurzen Gewittern. Erst später am Tag wird es im Westen etwas freundlicher und besonders im Lee der Mittelgebirge kommt mitunter die Sonne hervor. Am Nachmittag bewegen sich die Temperaturen zwischen 12 und 16, in den Mittelgebirgen um 10 Grad. Der Wind weht meist mäßig aus Nordwest bis West. An der Küste und in höheren Berglagen kann es Böen bis Sturmstärke geben.
In der Nacht zum Donnerstag fällt vor allem im Norden und Osten sowie in Alpennähe gelegentlich Regen. Sonst regnet es nur vereinzelt, ganz im Westen und südlich der Mittelgebirge kann es auch aufklaren, die Temperatur geht auf 9 bis 4 Grad zurück.
Am Donnerstag ist es von der Nordsee und Benelux bis nach Bayern und
Baden-Württemberg dicht bewölkt mit nur wenigen sonnigen Abschnitten.
Dabei regnet es immer wieder, teils länger anhaltend, teils mit
Schauern durchsetzt. Im Nordosten zeigt sich die Sonne häufiger, hier
kommt es nur zu kürzeren, teils gewittrigen Schauern. Die Temperaturen liegen nur noch zwischen 10 und 14 Grad, im Mittelgebirgsraum um 8 Grad. Der westliche Wind bleibt mäßig bis frisch mit starken Böen in
exponierten Lagen.
In der Nacht zu Freitag kommt es zu weiteren Regenfällen, vor allem
im Westen und im Südosten. Dazwischen lassen die Niederschläge nach,
lokal kann es aufklaren. Das Quecksilber sinkt auf kühle 6 bis 2
Grad, in windgeschützten höheren Lagen ist Bodenfrost möglich. Der
Wind ist schwach bis mäßig, an der Nordseeküste teils auch stark
böig.
Am Freitag scheint am ehesten noch nordöstlich der Elbe ab und zu die
Sonne und es gibt nur einzelne Schauer. Sonst überwiegen die Wolken
mit weiteren Regen- und Graupelschauern, vereinzelt sind auch kurze
Gewitter möglich. In höheren Mittelgebirgslagen sind die Schauer
teils mit Schnee vermischt. Es bleibt deutlich zu kühl mit
Höchstwerten zwischen 7 und 12, mit etwas Sonne im Osten auch bis
nahe 15 Grad. Der Wind weht mäßig, in Schauernähe auch frisch bis
stark aus West bis Nordwest. Nachts fällt noch gebietsweise Regen
oder es gibt einzelne Schauer, dazwischen lockern die Wolken auch mal
auf. Es kühlt auf 8 bis 2 Grad ab, in ungünstigen Lagen kann es bei
vorübergehendem Aufklaren auch leichten Boden- oder gar Luftfrost
geben.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach






