Facebook Twitter

Vorhersage

Bericht
Offenbach, Mittwoch, den 07.12.2016 | Dipl.-Met. Julia Fruntke

Und täglich grüßen Nebel, Frost und örtlich Glätte

Tief UTE über dem Nordostatlantik und Hoch UWE über Südosteuropa bestimmen derzeit das Wetter in Deutschland.

UTE führt allmählich milde Meeresluft in den Norden des Landes. Auf der anderen Seite sorgt UWE weiterhin dafür, dass mäßig-kalte, feuchte Luft über der Südhälfte Nacht für Nacht die Bildung von Nebel begünstigt und dass leichter bis mäßiger Frost örtlich für Reifglätte sorgt. Aufgrund der Jahreszeit und des niedrigen Sonnenstandes, hat der Nebel leichtes Spiel und hält sich zum Teil über den gesamten Tag.



Hoch UWE ist ebenfalls ein zäher Kandidat.

Bis einschließlich Samstag bleibt das Hoch über dem Süden Europas wetterbestimmend und die Tiefdruckgebiete, die vom Atlantik kommend nach Osten ziehen, machen einen großen Bogen um UWE. Allein die zu den Tiefs gehörigen Fronten streifen die Nordhälfte. So bleibt auch das Wetter bis zum Wochenende zweigeteilt und jeden Tag ähnlich. Ganz dem Spruch "Und täglich grüßt das Murmeltier" nach erscheint die Wettervorhersage in den Folgetagen recht langweilig. In der Nordhälfte bleibt es meist stark bewölkt, zeitweise regnet es in der milden Luft etwas und die Temperatur liegt tagsüber bei 6 bis 11 Grad. In den Nächten kühlt es sich aufgrund der dichten Wolken auch nicht so stark ab und mit 3 bis 8 Grad bleibt es frostfrei. Von der Mitte bis in den Süden beherrschen hingegen Nebel, Hochnebel, Frost, Glätte und wenn sich der Nebel tagsüber auflöst, gebietsweise auch Sonnenschein das Bild.


Wetterkarte


Daran wird sich bis Samstag auch nichts ändern.

Im Süden liegt die Temperatur allerdings meist deutlich unter den Werten im Norden: In den Gebieten mit Dauernebel bleibt es selbst tagsüber leicht frostig. Sonst steigt die Temperatur auf Werte zwischen 1 und 5 Grad. Nur mit Sonnenschein sowie auf den Berggipfeln werden 5 bis 9 Grad erwartet. Die Berge sind derzeit im Vorteil, denn aufgrund einer niedrigen Inversion (Temperatur nimmt mit der Höhe zu, statt ab), halten sich Nebel und Hochnebel in tiefen Lagen und die Bergspitzen gucken darüber hinaus. Eindrucksvoll war dies sowohl in den vergangenen Tagen als auch am heutigen Mittwoch rund um das Rheintal zu beobachten.


Noch ein Wort zum Sonntag: Aus heutiger Sicht erreicht ein Tiefausläufer am Sonntag auch den Süden des Landes.

Anschließend geht es in der neuen Woche jedoch erneut mit Hochdruckeinfluss weiter. Und täglich grüßen dann wieder Nebel, Frost und örtlich Glätte.


Deutscher Wetterdienst

Bericht des Deutschen Wetterdienstes für Deutschland

vom 07.12.2016, 23:25 Uhr

[anzeigen]