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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Freitag, den 24.06.2016 | Dipl.-Met. Johanna Anger

Auf die Hitze folgen vielerorts kräftige Gewitter. Nachfolgend wieder überall kühler.

Erst lässt das sommerliche Wetter lange auf sich warten und dann kommt es mit aller Macht: Hitze, Schwüle und teils schwere Gewitter!

Zwischen Hoch WOLFGANG über Osteuropa und den drei Tiefs LEA (über Großbritannien), NEELE (über der Nordsee und Südskandinavien) und MARINE (über Deutschland) strömt sehr warme Luft aus dem Südwesten Europas zu uns. Dabei werden auch heute wieder in weiten Teilen des Landes Höchstwerte über 30 Grad erwartet. Am wärmsten wird es im Osten mit bis zu 36 Grad. Entsprechend hoch kann die Wärmebelastung für den Organismus sein. Nicht mehr so heiß wird es im Nordwesten mit Werten um 24 Grad an der See und bis 29 Grad weiter landeinwärts.

Wetterkarte


Im Nordwesten und in Teilen Norddeutschlands gab es bereits in der vergangenen Nacht schwere Gewitter mit heftigem Starkregen, Hagel und Böen bis hin zur Orkanstärke. In Groß Berßen fielen allein innerhalb von 3 Stunden 100 mm Regen und in Boltenhagen traten Orkanböen bis 156 km/h (Bft 12) auf. Zudem sank die Temperatur im Nordosten und im Südwesten an einigen Messstationen nicht unter 20 Grad ab, was laut Definition einer Tropennacht entspricht. Dazu gehören zum Beispiel Berlin-Tegel (Tiefsttemperatur 21 Grad), Waren an der Müritz, Mainz und Tholey (jeweils 22 Grad).



Heute tagsüber und in der kommenden Nacht zum Samstag treten weiterhin teils unwetterartige Gewitter auf.

Der Schwerpunkt verlagert sich allmählich aus dem Nordwesten weiter landeinwärts. Unwettergefahr aufgrund von heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen bis hin zu Orkanböen besteht vor allem in einem breiten Streifen von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Westbayern über Hessen, Ostniedersachsen und Westthüringen bis nach Schleswig-Holstein und Mecklenburg. Nicht betroffen bleiben noch der Osten und weite Teile Bayerns.


Der Samstag gestaltet sich nicht weniger turbulent.

Mit Ausnahme des äußersten Westens und Nordwestens muss wieder vielerorts mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Wo die stärksten Entwicklungen zu erwarten sind ist aktuell noch unsicher. Temperaturen über 30 Grad werden nur noch im Osten erwartet. Im Westen und Nordwesten bleibt es bei Höchstwerten unter 25 Grad deutlich kühler.


Erst am Sonntag kommt es in weiten Teilen Deutschlands zu einer Wetterberuhigung.

Dann ist die heiße Luft endgültig verdrängt. Mit der einfließenden kühleren Luft liegen die Höchstwerte nur noch zwischen 20 und örtlich 26 Grad.


Deutscher Wetterdienst

Bericht des Deutschen Wetterdienstes für Deutschland

vom 24.06.2016, 19:29 Uhr

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