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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Donnerstag, den 28.07.2016 | M.Sc. Met. Stefan Bach

Unwettergefahr weitgehend gebannt, aber vor allem in der Nordhälfte weiterhin wechselhaft

Langweilig war das Wettergeschehen hierzulande in der Vergangenheit dank der Gewitter mit heftigem Starkregen ja nicht gerade.

Die sehr feuchte und warme Luft, in der sich diese entwickelten, wurde nun weitgehend nach Osten abgedrängt, nur im äußersten Südosten halten sich noch Reste davon.



In weiten Teilen Deutschlands wird auf der Vorderseite eines (nicht benannten) Tiefs, das vom östlichen Ausgang des Ärmelkanals bis zum Abend nach Nordfriesland zieht, von Südwesten her Meeresluft mit Ursprungsgebiet Biskaya herangeführt. Dadurch wird die Atmosphäre wieder etwas angefeuchtet, sodass sich erneut Schauer, vor allem am Nachmittag und Abend auch einzelne Gewitter bilden können. Dabei kann Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit auftreten. Unwetterartige Entwicklungen sind nicht sehr wahrscheinlich, aber eben auch nicht völlig ausgeschlossen, sodass punktuell auch mal die Schwelle zu heftigem Starkregen überschritten werden könnte.
Auf der Sonnenseite ist man heute in den küstennahen Gebieten und auch in der Südosthälfte. In letzterem Gebiet entwickeln sich erst in Richtung Nachmittag Schauer und Gewitter.

Wetterkarte


Am Freitag bleibt es dann im Südwesten und südlich der Donau dank leichten Hochdruckeinflusses, der in Form eines schmalen Keils vom gestern im Thema des Tages apostrophierten Azorenhoch ausgeht, weitgehend trocken und es scheint teils längere Zeit die Sonne. Im weitaus größeren Teil Deutschlands bringen die Ausläufer von Tief BRIGITTE wechselnde bis starke Bewölkung mit Schauern und einzelnen Gewittern.

Am Samstag gibt es im Süden teils wieder reichlich Sonnenschein, im Rest des Landes wechseln sich Sonne und Wolken ab. Im Norden fallen dabei leichte Schauer.

Am Sonntag bekommen dann im Zusammenhang mit einem von Frankreich nach Polen ziehenden Tief auch der Süden und Osten schauerartig verstärkte und teils gewittrige Regenfälle ab. In den übrigen Landesteilen muss ebenfalls mit Schauern gerechnet werden, wenngleich es sicherlich auch Landstriche geben wird, wo es (fast) trocken bleibt.

Die Maxima verbleiben insgesamt gesehen auf dem für die Jahreszeit üblichen Niveau. Die Spannbreite erstreckt sich dabei beispielsweise am Samstag von 20 Grad in Nordfriesland bis 31 Grad im Süden.


Deutscher Wetterdienst

Bericht des Deutschen Wetterdienstes für Deutschland

vom 28.07.2016, 13:20 Uhr

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