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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Freitag, den 31.10.2014

Trockenes und teils freundliches, teils neblig trübes Herbstwetter!

Schönwetterhoch "Quinn"? Für weite Teile des Landes eine Fehleinschätzung!

Derzeit wird das Wetter in Mittel-, Süd und Osteuropa von dem ausgeprägten und großräumigen Hochdruckgebiet "Quinn" beherrscht. Entgegen zu den Sommermonaten sorgt dieses jedoch nur gebietsweise zu viel Sonnenschein.

Wetterkarte


Häufig halten sich Nebel und Hochnebel den ganzen Tag. Warum dies so ist, können sie gerne im "Thema des Tages" vom 29. Oktober 2014 nachlesen.


Während im Sommer die absinkende Luft in einem Hochdruckgebiet bis zum Boden gelangt und dabei gleichermaßen die Wolken auflöst, als auch die Temperatur deutlich ansteigen lässt, entsteht im Herbst und Winter oft eine Sperrschicht in der Atmosphäre, eine sogenannte Inversion.

Unter Inversion versteht man in der Meteorologie die Umkehr des normalerweise mit der Höhe abnehmenden Temperaturverlaufs in einer mehr oder weniger dicken Schicht. Von einer Bodeninversion spricht man, wenn sich in langen, klaren Winternächten - meist unter Hochdruckeinfluss - der Boden durch Ausstrahlung stark abkühlt und damit auch die darüber liegende bodennahe Luftschicht. Diese bodennahe Schicht ist somit kälter als die darüber liegende Luftschicht. Die obere Begrenzung dieser Bodeninversionsschicht liegt dabei in der Höhe über Grund, in der sich die Abkühlung des Erdbodens nicht mehr auswirkt. Somit stellt eine Inversion eine Sperrschicht dar, die einen Austausch zwischen tief liegenden und höher liegenden Luftschichten verhindert. Diese Sperrschicht besteht entsprechend den Ausführungen vom 29. Oktober, aus Wassertröpfchen, die zusammenfassend den Nebel bzw. Hochnebel bilden.


Da sich bis zum Montag nur wenig an der Großwetterlage ändert und Hoch "Quinn" weiterhin in weiten Teilen Europas seine Muskeln spielen lässt, bleibt auch das trockene aber auch neblig trübe Wetter erhalten.

Vor allem im Westen und Nordwesten sowie an den Alpen besteht jedoch berechtigte Hoffnung auf größere Auflockerungen. Mit Sonnenunterstützung steigen die Temperaturen mächtig an und erreichen im Westen vereinzelt Werte um 20 Grad. Im Dauergrau bleibt es dagegen mit kaum 10 Grad ziemlich kühl.


In den Nächten verdichtet sich dann vielerorts der Nebel wieder und sorgt für eine gespenstige Stimmung.

Die Nachtschwärmer am heutigen Halloween sollten in der Mitte und im Süden auf ihrem Gruseltrip jedoch eine dickere Jacke anziehen. Während im Norden die Tiefstwerte bei 8 bis 12 liegen, kann die Temperatur in der Südhälfte vor allem bei zeitweiligem Aufklaren auf Werte zwischen 6 und 0 Grad absinken.


Eine Änderung der Wetterlage ist erst für Montag in Sicht, wenn von Westen her Tiefausläufer nach Deutschland eindringen.

Damit verbunden muss vor allem in der Nordwesthälfte mit leichten Niederschlägen gerechnet werden. Nach Südosten zu bleibt es aber noch weitgehend trocken und teilweise auch noch neblig trüb.


Deutscher Wetterdienst
Bericht des Deutschen Wetterdienstes für Deutschland
vom 01.11.2014, 07:21 Uhr

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