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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Freitag, den 04.09.2015 | Dipl.-Met. Helge Tuschy

Wechselhaftes, kühles und zeitweise auch windiges Frühherbstwetter.

In den kommenden Tagen schleicht sich Stück für Stück der Frühherbst ins Land, was sich nach der Sommerhitze der letzten Wochen in vielen Bereichen Deutschlands doch deutlich bemerkbar macht.

Dennoch gibt es auch immer wieder Abschnitte mit freundlichem und bei der noch recht hochstehenden Sonne auch angenehm warmem Wetter, solange man in einem windstillen Bereich die Sonnenstrahlen genießen kann.

Wetterkarte



Der heutige Freitag zeigt sich vom Wettergeschehen her dreigeteilt.

Die seit Tagen an den Alpen verweilende Front sorgt auch heute noch immer wieder für Schauer und von der Nordsee ziehen im Tagesverlauf wiederholt teils kräftige Schauer und einzelne Gewitter ins Landesinnere. Dazwischen jedoch gibt es einen breiten Streifen, wo bei wechselnder Bewölkung nur einzelne Regenschauer zu erwarten sind. In der Mitte und im Süden Deutschlands fühlen sich bei einem schwachen Wind aus West die 17 bis 22 Grad doch recht angenehm an, während ein böiger, an der Nordsee auch stürmischer Südwestwind die 17 oder 18 Grad als doch eher unangenehm erscheinen lässt.
Die Nacht zum Samstag verläuft unverändert hinsichtlich Niederschlags- und Windverteilung, wobei die Schauer und einzelnen Gewitter sogar weiter ins Landesinnere ausgreifen und mit ihnen starke, zeitweise auch stürmische Böen aus West bis Nordwest. Im Alpenvorland regnet es zeitweise, während die Bewölkung zwischen Donau und Mittelgebirge zeitweise auflockert. Dabei wird es in eben diesem Bereich mit 9 bis 6 Grad recht frisch und lokale Nebelfelder verschaffen einen frühherbstlichen Gesamteindruck. Unter den Wolken im Norden und ganz im Süden bleibt es mit 14 bis 10 Grad etwas milder.


Und dann steht uns ein sehr wechselhaftes und windiges Wochenende bevor, wobei es von Südwest nach Nordost immer windiger und auch nasser wird.

Tief JONAS sorgt bereits am Samstag dafür, dass nur noch entlang des Oberrheins und in der Lausitz lokal die 20 Grad-Marke erreicht wird, sonst bleibt es mit 16 bis 19 Grad frischer. Noch kühler verläuft der Sonntag mit 14 bis 18 Grad. Wiederholt ziehen an beiden Tagen Schauerstaffeln von Nordwest nach Südost, wobei sich die Niederschläge am Alpenrand und entlang der Mittelgebirge immer wieder stauen. Besonders in der Nacht zum Sonntag kann die Schneefallgrenze in den Alpen auf teils deutlich unter 2000 m absinken. Da, wo es nachts auflockert, kühlt es auf 9 bis 6 Grad ab, nur entlang der Küsten bleibt es mit 11 bis 13 Grad etwas milder. In den Mittelgebirgen hingegen wird es mit 6 bis 3 Grad noch eine Stufe frischer. Bleibt noch der Wind zu erwähnen, der an beiden Tagen besonders nördlich der Mittelgebirge stark böig, teils auch stürmisch aus Nordwest weht und das frühherbstliche Gefühl nochmals verstärkt. Entlang der Küsten treten Sturmböen auf.

Wenn man nun noch einen Ausblick auf den Beginn der kommenden Woche wagt, so erkennt man, dass sich der ruppige Wind zwar allmählich abschwächt, jedoch dauert das wechselhafte und kühle Wetter am Montag weiter an, bevor wir im Südwesten und Westen am Dienstag wieder lokal die 20-Grad-Marke erreichen könnten.

Etwas Positives hat dieses Wetter, denn durch wiederholt auftretende Schauer fällt in der Fläche gesehen doch in den meisten Bereichen Deutschlands Niederschlag, der jedoch nur in Staulagen der Mittelgebirge, an den Alpen und entlang der Küsten mengenmäßig bedeutend ausfällt. Auf anhaltenden Landregen muss die Natur weiterhin warten.


Deutscher Wetterdienst
Bericht des Deutschen Wetterdienstes für Deutschland
vom 04.09.2015, 18:06 Uhr

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