23:38 MEZ | 27.02.2015 Wetterlexikon| Kontakt| Impressum| Datenschutz| Sitemap|
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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Freitag, den 27.02.2015

Samstag hui, Sonntag pfui

Das Wochenende steht vor der Tür und es stellt sich die Frage, auf welchen der beiden Tage die sportlichen "outdoor Aktivitäten" gelegt werden sollen und wann ein verlängertes Ausschlafen zu bevorzugen wäre.

Wetterkarte


Bevor wir aber auf das Wochenende schauen soll noch das Wetter vom heutigen Freitag aufgezeigt werden. Tief WINFRIED, welches weit im Norden bei Island liegt, schickt seine Fronten in zunehmend abgeschwächter Form von West nach Ost über Deutschland hinweg. Während sich vor allem der Osten Deutschlands von Vorpommern bis nach Ostbayern bis weit in den Tag über viel Sonne und milde Temperaturen bis zu 11 Grad freuen kann, muss das restliche Deutschland bereits mit Regen, oberhalb von 300-500 m auch mit Schnee vorlieb nehmen. Es gibt aber für den Westen und Nordwesten Deutschlands einen Trost, denn im Verlauf des Nachmittags lockern die Wolken auf und es bleibt dann trocken. Im Dauerniederschlag wird die Temperatur kaum über 4 Grad steigen.


In der kommenden Nacht zum Samstag hat dann besonders der Süden und der Osten von Deutschland mit den meist leichten Niederschlägen zu kämpfen, die bis auf 300 m, in Bayern teils auch bis ins Tiefland als Schnee fallen.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt muss mit Glätte gerechnet werden. Die Glättesituation trifft auch auf den Westen und Norden Deutschlands zu, da die Straßen noch nass sind und bei Aufklaren Frost von 0 bis minus 3 Grad, sowie überfrierende Nässe erwartet wird.


Doch wenden wir uns nun dem schönsten Tag der Woche zu, dem Samstag.

Nur die Staugebiete im Südosten Bayerns und im Süden und Osten Sachsen kämpfen bis zum Mittag noch mit den Resten der nächtlichen Front. Niederschläge klingen aber allmählich ab. Nachfolgend lockert auch hier wie im restlichen Deutschland die Bewölkung auf und vor allem vom Bodensee bis zur Ostsee setzt sich die Sonne teils für längere Zeit durch. Bei Temperaturen von 5 bis 9 Grad ist es bereits mild, doch der nur schwache Wind und die an Kraft gewinnende Sonne lassen die Werte deutlich milder erscheinen. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist, dass im Verlauf des Nachmittags die Bewölkung im Westen Deutschlands zunimmt und an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden abends die ersten Tropfen fallen können. Alles in allem aber ist der Samstag ein Tag, um an die frische Luft zu gehen.


Ja, und dann kommt die Nacht zum Sonntag und der Sonntag tagsüber ... und es kommt das kräftige Tief YODA.

Anhaltende Niederschläge breiten sich in der Nacht zum Sonntag auf weite Bereiche Deutschlands aus, nur der Osten bleibt noch trocken. Dabei muss im Westen und Nordwesten mit Regen, in der Mitte und im Süden im Bergland zunehmend mit Schnee gerechnet werden. Auch gefrierender Regen kann vorübergehend auftreten, was auf eine erhöhte Glättegefahr auf Straßen und Wegen hindeutet. Dies alles bei Temperaturen, die im Süden und Osten nochmals im leichten bis mäßigen Frostbereich liegen und im Westen mit Niederschlagsaufzug auf +3 bis +5 Grad ansteigen.


Am Sonntag zeigt sich der Himmel dann stark bewölkt und wiederholt muss mit Regen gerechnet werden, im Bergland auch mit Schnee.

Zum Nachmittag gehen die anhaltenden Niederschläge von der Nordsee her in Schauer über, wobei einzelne Gewitter möglich sind. Dabei muss bis in tiefe Lagen auch mit Graupel gerechnet werden. Da YOGA ein kräftiges Tief ist rückt nun auch zunehmend der Wind in den Fokus. Der West- bis Südwestwind frischt im Tiefland böig, zeitweise auch stürmisch auf und erreicht im Bergland Sturmstärke.


Und als Trend für den Wochenbeginn kann gesagt werden, dass das regenreiche und stürmische Wetter weiter andauert.




Das erklärt Dipl.-Met. Helge Tuschy von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Deutscher Wetterdienst
Bericht des Deutschen Wetterdienstes für Deutschland
vom 27.02.2015, 19:34 Uhr

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