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Klima aktuell

Deutschlandwetter im Dezember 2016

Der Dezember 2016 war ein milder, ausgesprochen trockener und sonnenscheinreicher Winterbeginn (meteorologischer Winter: Dezember bis Februar). Nach einem recht kühlen Start brachte eine südwestliche Strömung milde und meist trockene Luft nach Deutschland. In der Monatsmitte bewegten sich die Temperaturen auf einem für die Jahreszeit typischen Niveau. Um die Weihnachtsfeiertage war es wieder recht mild. Zum Jahresende fielen die Temperaturen auf normale bzw. leicht unterdurchschnittliche Werte. Im Norden wurden Temperaturanomalien von über +2 K beobachtet. Nur im Oberrheingraben und im Saarland blieben die Temperaturen unter den vieljährigen Mittelwerten. Südwestlich der Elbe war es deutlich zu trocken. In Baden-Württemberg, dem südlichen Rheinland-Pfalz und Hessen und weiten Teilen Bayerns wurden weniger als 10 mm Niederschlag beobachtet. Auf Grund der teilweise milden Temperaturen und vor allem den Niederschlagsarmut konnte sich in den Hochlagen der Mittelgebirge bzw. der Alpen noch keine nennenswerte Schneedecke ausbilden. Hochdruckeinfluss und ausgeprägte Inversionslagen führten zu vielen Sonnenstunden in den höheren Lagen.

Die Mitteltemperatur für Deutschland betrug 2,2°C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um +1,0 K zu warm, im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 war er +1,4 K zu warm. Damit ordnet sich der Dezember 2016 als 31.-wärmster Dezembermonat seit 1901 und als 33.-wämster Dezember seit 1881 als zu warmer Monat in die jeweiligen Monatsrangfolgen ein.

Im Gebietsmittel wurde für Deutschland eine monatliche Niederschlagshöhe von 26,5 mm gemessen. Das sind -46,8 mm oder -63,8 % weniger als im Mittel des Zeitraums 1981-2010 und -43,7 mm oder -62,3 % weniger als in der Referenzperiode 1961-1990. Der Dezember 2016 war damit der 9.-trockenste Dezember in Deutschland seit 1901 und der 11.-trockenste seit 1881. In Baden-Württemberg wurde der 2.-trockenste Dezember beobachtet. Der Dezember 2016 ordnet sich zu den deutlich zu trockenen Monaten in die Rangfolge ein.

Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 64,5 Stunden. Das sind +24,7 Std. oder +62,1 % mehr als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und +26,5 Std. oder +69,7 % mehr als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Dezember als 3.-sonnenscheinreichster Monat seit 1951 in den oberen Bereich der Monatsrangfolge ein.



Quelle: Deutscher Wetterdienst