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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Sonntag, den 18.01.2026 | Dr. rer. nat. Markus Übel

Ruhiges Hochdruckwetter mit viel Sonnenschein

Heute und in den kommenden Tagen befinden wir uns im Einflussbereich von Hoch CHRISTIAN über Osteuropa.

Wir liegen also am Westrand dieses kräftigen Hochs in einer östlichen bis südöstlichen Strömung. Mit ihr wird recht trockene Festlandsluft zu uns geführt.


Wetterkarte


Die Herzen von Freunden der Sonne werden in den kommenden Tagen höherschlagen, zumindest in den meisten Regionen Deutschlands. Doch bleiben wir zunächst bei den positiven Nachrichten. Bereits am heutigen Sonntag zeigt sich der Trend, dass von Osten her die teils noch dichte Wolkendecke zunehmend aufreißt und Platz für die Sonne macht. In den nächsten Tagen glänzt die Sonne keineswegs durch Abwesenheit - im Gegenteil! Vielerorts scheint sie von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. In einigen Niederungen bilden sich zwar in der Nacht wieder Nebelfelder, die sich oft aber am Vormittag wieder auflösen.

Damit wären wir beim ersten Schönheitsfehler angekommen: Nebel und Hochnebel. Überall schafft es die Sonne nämlich nicht, die Vitamin-D-Speicher von uns Menschen aufzufüllen. In den westlichen Niederungen der Donau dauert es am morgigen Montag noch recht lange, bis sich Nebel und Hochnebel auflösen. Auch am Oberrhein und in den Niederungen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland halten sich Nebel und Hochnebel noch recht zäh. Mit etwas Pech kommt die Sonne dort überhaupt nicht zum Vorschein. Am Dienstag und Mittwoch hat man dann voraussichtlich nur noch entlang des Oberrheingrabens das Nachsehen. Dort möchte das Dauergrau nicht so wirklich weichen und hält sich hartnäckig. Ansonsten lösen sich morgendliche Nebelfelder im Laufe des Vormittags wieder auf und machen Platz für die Sonne.

Den zweiten Schönheitsfehler bekommen die Bewohner Sachsens zu spüren. Ein kalter und teils unangenehm böiger Südostwind strömt dort über die Kämme von Erzgebirge und Zittauer Gebirge und pfeift als lästiger Begleiter durch die dortigen Täler. Dieser Böhmische Wind ist für die dortigen Bewohner kein Unbekannter. Die guten Nachrichten sind jedoch, dass dieser kalte Wind in der Nacht zum Montag und am Montag seinen Höhepunkt erreicht und in den kommenden Tagen zwar nicht einschläft, aber dennoch von Westen her etwas an Stärke verliert.

Die zu uns einströmende Luft ist nicht nur trocken, sondern auch recht kalt. Daher gehen die Temperaturen in den kommenden Tagen wieder peu-à-peu zurück. Können wir am heutigen Sonntag und morgen außerhalb der zähen Nebelgebiete noch 3 bis 8 Grad verbuchen, erwarten uns am Mittwoch selbst bei Sonnenschein meist nur noch kalte -2 bis +4 Grad, etwas wärmer ist es nur noch im Rheinland. Regionen mit leichtem Dauerfrost nehmen wieder an Fläche zu und nachts geht es verbreitet in den mäßigen (-5 bis -10°C), im Südosten Bayerns teils auch in den strengen Frostbereich (unter -10°C) zurück.


Deutschland 2. bis 4. Tag


In der zweiten Wochenhälfte wird es von Westen her wieder wolkiger, während der Osten weiterhin vom Hoch bezüglich Sonnenscheines profitiert. Möglicherweise kann es im Westen auch ein wenig regnen, da es die eine oder andere schwächelnde Front bis zu uns schaffen könnte. Nennenswerte Regenmengen kommen dabei aber nicht zusammen. Zum Ende der Woche deutet sich an, dass es vor allem in der Nordosthälfte zunehmend frostig kalt wird, teils mit Dauerfrost um -5 Grad und strengen Nachtfrösten. Deutlich milder soll es nach aktuellem Stand in der Südwesthälfte bleiben, wo die Temperaturen tagsüber verbreitet über den Gefrierpunkt steigen.



Wetter- und Warnlage für Deutschland

am Sonntag, 18.01.2026, 10:30 Uhr

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