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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Freitag, den 10.04.2026 | M.Sc. Felix Dietzsch

Von einem Tiefausläufer zum Nächsten: Die kommenden Tage werden relativ wechselhaft.

Heute früh dürften vor allem im Osten Deutschlands einige etwas überrascht aus dem Fenster geschaut haben: Schneeflocken!

Wie kann das denn sein?


Wetterkarte


Die Antwort auf diese Frage: Tief SASKIA und deren Ableger über der Nordsee. An diesen Tiefdruckkomplex ist eine ausgeprägte Kaltfront gekoppelt, die uns heute von West nach Ost überquert und auch fast schon den äußersten Osten sowie den Alpenrand erreicht hat.

Vorderseitig ist die Luft aus der Nacht heraus noch so stark abgekühlt, dass es dabei anfangs noch beginnt zu schneien. Dieser Niederschlag geht aber anschließend rasch in Regen über. Es handelt sich also wirklich nur um ein ganz kurzes Winter-Intermezzo ohne große Folgen.

Nach dieser Frontpassage bestimmen heute zunächst noch viele dichte Wolken das Bild, bevor es dann am Nachmittag allmählich auflockert. Mit 8 bis 17 Grad ist es dabei nicht mehr ganz so mild wie an den Tagen zuvor.

Am morgigen Samstag setzt sich anschließend vorübergehender Hochdruckeinfluss durch, der sich vor allem im Südwesten bemerkbar macht. Während uns ein heiterer bis sonniger Tag erwartet, steigen dort die Temperaturen auf deutlich über 20 Grad. Einen Strich durch die Rechnung könnte uns dabei aber eine Ladung Saharastaub machen, die sich aus südlicher Richtung heranpirscht und den Himmel eintrübt. Das drückt dann entsprechend auch auf die Höchstwerte.

Etwas anders sieht die Lage in der Nordosthälfte aus. Hier gelangt zwar, wenn überhaupt, so gut wie kein Staub hin, aber die Luftmasse ist deutlich weniger erwärmt als im Südwesten. An der Ostsee reicht es wohl gar nur für einstellige Tagestemperaturen, sonst immerhin für Werte zwischen 10 und 17 Grad. Dazu weht außerdem ein relativ straffer Ost- bis Südostwind, der in Richtung Nordsee zunehmend stark bis stürmisch daherkommt.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Dieser Wind ist dem nächsten größeren Tiefdruckgebiet geschuldet, dessen Ausläufer sich am Abend und in der Nacht zum Sonntag annähern. Von Westen erwartet uns dann die nächste Dusche von oben. Diese arbeitet sich im Laufe des Sonntags bis in die Mitte des Landes voran, kommt dann aber nicht wirklich weiter. Es bildet sich zunehmend eine Luftmassengrenze aus, entlang derer es länger anhaltend regnen kann. Dementsprechend startet auch die kommende Woche relativ unbeständig. Dabei bleibt es im Westen kühler als im Osten, wo die höchsten Werte in der Lausitz und an der unteren Donau zu erwarten sind. Dort klettert das Quecksilber auf Werte um 18 Grad, sonst bleibt es bei Werten bei meist zwischen 10 und 15 Grad.



Wetter- und Warnlage für Deutschland

am Freitag, 10.04.2026, 10:30 Uhr

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