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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Donnerstag, den 25.06.2026 | M.Sc.-Met. Oliver Reuter

Der historische HARTMUT

Seit nunmehr einer Woche hat die Hitze Deutschland fest im Griff und der eigentliche Höhepunkt steht uns ab morgen erst noch bevor.

Beim Blick auf die Großwetterlage sticht seit Tagen das umfangreiche Hoch HARTMUT ins Auge, das beiderseits von Tiefdruckgebieten flankiert wird und somit eine Omega-Struktur aufweist. Diese Struktur erweist sich in der Regel als äußerst beständig und so hat HARTMUT auch dieses Mal einen langen Atem. Gleichzeitig kann und konnte sich in den vergangenen Tagen die Luftmasse stetig erhitzen, was auch an dafür "günstigen" Strömungsverhältnissen liegt.


Wetterkarte


Nun schiebt sich diese Hitzeglocke mit den höchsten Werten von Frankreich kommend einmal quer über Deutschland hinweg, um an voraussichtlich 3 Tagen dafür zu sorgen, dass an verschiedensten Orten in Deutschland die 40-Grad-Marke geknackt wird.

Der heutige Donnerstag bleibt landesweit sonnig, trocken und heiß bei Spitzenwerten von 39 Grad im Südwesten, sonst sind es meist 33 bis 37 Grad. Wer es kühler mag, dem sind die Küsten empfohlen: Dort gibt es "nur" 22 bis 25 Grad, auch weil es dank Seenebel erst verzögert warm wird.

Am morgigen Freitag könnte die 40-Grad-Marke dann erstmals in einem Juni in Deutschland geknackt werden. Konkret deutet sich dies vor allem vom Oberrhein bis ins Rhein-Main-Gebiet an, dabei sind Höchstwerte von 41 Grad möglich. Auch sonst wirft HARTMUT den Backofen an und so sind es landesweit 35 bis 39 Grad, kühler bleibt es nur noch an den Küsten.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Am Samstag weitet sich die Hitzeglocke noch weiter aus und so sind im Tagesverlauf häufig 37 bis 40, im Rhein-Main-Gebiet und auch in Brandenburg rund 41 Grad zu erwarten. Damit wackelt der bisherige deutsche Allzeitrekord von 41,2 Grad aus Tönisvorst und Duisburg-Baerl vom 25. Juli 2019 ganz gewaltig. Hinzu kommen im Westen und Nordwesten aber auch erste Hitzegewitter, da die Luft neben der extremen Hitze auch zunehmend mit Feuchte angereichert wird, was die Belastung auf den menschlichen Körper in größeren Landesteilen weiter maximiert. Diese Gewitter können lokal unwetterartig ausfallen, vor allem im Hinblick auf Starkregen, größeren Hagel und Sturmböen.

Auch die Nächte kühlen kaum noch ab, in einigen Ballungszentren liegen die Tiefstwerte (!) bei 25 bis 21 Grad.

Am Sonntag verschiebt sich der Hitzeschwerpunkt mehr und mehr in den Osten des Landes. Abermals steht ein teils extrem heißer Tag ins Haus, der möglicherweise historisch enden könnte: Manche Modelle sehen sogar Spitzenwerte von fast 42 Grad, was allerdings noch unsicher ist und definitiv abgewartet werden muss und von zahlreichen Faktoren abhängt.

Es ist durchaus wahrscheinlich, dass man diese Hitzewelle am Ende als historisch bezeichnen kann. Nicht nur, weil der bisherige deutsche Juni-Rekord vermutlich deutlich überboten wird, sondern auch weil es in dieser Fläche und an drei aufeinander folgenden Tagen noch keine Spitzenwerte von über 40 oder gar 41 Grad in Deutschland gab.

Es wird zahlreiche neue Stationsrekorde geben.

Spätestens am Sonntag und Sonntagabend steigt das Unwetterpotential von Westen her aber ebenso deutlich an, sodass bis zum Montag mit teils schweren Gewittern gerechnet werden muss. Erst dann wird es eine Spur kühler, es bleibt aber sommerlich warm oder sogar heiß.



Wetter- und Warnlage für Deutschland

am Donnerstag, 25.06.2026, 20:00 Uhr

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