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Vorhersage

Bericht
Offenbach, Montag, den 16.02.2026 | MSc.-Met. Sebastian Schappert

Wechselhafte Wetterzweiteilung: Im Nordosten winterlich kalt, im SĂŒdwesten deutlich milder.

Ein Tiefdruckkomplex mit dem Namen "WALLY" erstreckt sich derzeit mit mehreren Tiefkernen vom Nordostatlantik und dem EuropĂ€ischen Nordmeer ĂŒber die Nordsee bis ins Mittelmeer.

Dabei griff bereits in der vergangenen Nacht zum Montag von Westen her ein TiefauslĂ€ufer auf Deutschland ĂŒber, der bis in tiefe Lagen teils krĂ€ftige SchneefĂ€lle brachte. Heute kommen die SchneefĂ€lle, die aktuell von der Nordsee bis in den SĂŒdosten und Osten fallen, noch etwas weiter nordostwĂ€rts voran. Nur in Vorpommern bleibt es bis zum Abend hin trocken. Dort hĂ€lt ein Hochdruckgebiet namens "FELIX" mit Schwerpunkt ĂŒber Westrussland und dem Baltikum mit kalter Luft dagegen.


Wetterkarte


Von Westen her fließt ab den FrĂŒhstunden des Montags bereits wieder deutlich mildere Luft ein, sodass die NiederschlĂ€ge in der SĂŒdwesthĂ€lfte in Regen ĂŒbergehen. Dort wird allerdings die in höheren Luftschichten einfließende Kaltluft wetterwirksam. Diese labilisiert die untere TroposphĂ€re, sodass wiederholt Regenschauer auftreten. Selbst einzelne kurze Graupelgewitter sind dabei möglich. Aufgrund der zumindest anfangs noch starken Höhenwinde muss dabei lokal mit starken bis stĂŒrmischen Böen gerechnet werden. Auch im SĂŒdwesten und SĂŒden weht zudem ein stark böiger Wind, in exponierten Lagen treten stĂŒrmische Böen auf, im Bergland Sturmböen.

Schaut man sich die Temperaturverteilung an, fĂ€llt ebenfalls eine Wetterzweiteilung auf. Vom Norden bis in den Osten und Nordosten bleiben die Höchstwerte heute tagsĂŒber im Dauerfrostbereich, wĂ€hrend am Oberrhein in der milden Luft bereits wieder bis zu 10 Grad erwartet werden. In der kommenden Nacht zum Dienstag bleibt es bei dieser Temperaturverteilung: Im SĂŒdwesten bei +5 Grad meist frostfrei, im Nordosten hingegen stellenweise mĂ€ĂŸiger Frost bis -7 Grad. Im Übergangsbereich zur milderen Luft, der sich etwa von der Nordsee bis zum Erzgebirge erstreckt, kann es vereinzelt zu gefrierendem Regen mit Glatteisbildung kommen.


Der Tiefdruckeinfluss und das wechselhafte Wetter bleiben uns bis zum Mittwoch noch erhalten. Dabei ist es weiterhin in der SĂŒdwesthĂ€lfte deutlich milder. Die Dauerfrostregion im Nordosten bĂŒĂŸt jedoch etwas an FlĂ€che ein. Auch der böige Wind lĂ€sst erst zum Mittwoch nach. Die NiederschlĂ€ge fallen im Bergland durchgĂ€ngig als Schnee, aber insbesondere in den NĂ€chten kann es in mittleren Lagen ebenfalls vorĂŒbergehend weiß werden.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Am Mittwoch nimmt dann der Hochdruckeinfluss ĂŒber Deutschland zu. Die NiederschlĂ€ge klingen in weiten Teilen Deutschlands ab. Von Nordosten her kann die Kaltluft in den Folgetagen wieder Boden gewinnen. TagsĂŒber muss erneut gebietsweise mit Dauerfrost gerechnet werden, in der Nacht zum Freitag ist vereinzelt auch strenger Frost bis -11 Grad nicht ganz ausgeschlossen.

Die milde Luft gibt sich so leicht jedoch nicht geschlagen. Von Westen und SĂŒdwesten her hĂ€lt hingegen tiefer Luftdruck dagegen. Bereits zum Mittwochabend greift eine Warmfront auf den SĂŒdwesten ĂŒber. So kann es bis in den Donnerstag hinein im Grenzbereich zur Kaltluft schneien, wobei die exakte Lage aktuell noch etwas unsicher ist. Im Ă€ußersten SĂŒdwesten steigt die Schneefallgrenze zwischenzeitlich auf ĂŒber 1000 m an, sodass die NiederschlĂ€ge dort in Regen ĂŒbergehen.

Am Freitag setzt sich der Hochdruckeinfluss dann in der gesamten Bundesrepublik durch, auch an den Alpen lassen die SchneefĂ€lle nach. Aber bereits in der Nacht zum Samstag kĂŒndigt sich von Nordwesten her ein neuer TiefauslĂ€ufer an, der erneut erst Schnee, dann Regen mit sich bringt. Auf den teils gefrorenen Böden kann es möglicherweise lokal auch zu gefrierendem Regen kommen.



Wetter- und Warnlage fĂŒr Deutschland

am Montag, 16.02.2026, 11:33 Uhr

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