Facebook Twitter
21. September 2011 |

Zwiebeltechnik

All diejenigen, die Mittwochmorgen in der Mitte und im Süden
Deutschlands vor die Tür getreten sind, haben es deutlich gemerkt.
Ganz schön kalt war es. Die Frühtemperaturen lagen zumeist nur
zwischen 5 und 10 Grad C, stellenweise waren sie sogar bis auf 3 Grad
C abgesackt.

Im Norden Deutschlands hingegen hatte sich die schützende
Wolkenschicht bemerkbar gemacht und dafür gesorgt, dass die
Tiefsttemperaturen bei Werten zwischen 11 und 14 Grad C lagen.

Da stellte sich für Frau/Mann dann häufig die Frage: Was ziehe ich
heute an? Denn bei Sonnenschein steigen zum Nachmittag die
Temperaturen zum Teil deutlich über 20 Grad C.

Die Zwiebeltechnik ist ein probates Mittel zur Lösung dieses
Problems. Mehrere Schichten an Kleidung übereinander. Das hält in den
Frühstunden warm und im Laufe des Tages kann man dann eine Schicht
nach der anderen ablegen und sich den steigenden Temperaturen
kleidungsmäßig anpassen.

Schaut man sich die Entwicklung des Wetters in den nächsten Tagen an,
kann man feststellen, dass die Zweiteilung erhalten bleibt. Über den
Norden ziehen atlantische Tiefausläufer hinweg. Entsprechend
überwiegen dort viele Wolken, und ab und zu kann es regnen.
Entsprechend gering sind auch die Schwankungen zwischen
Höchsttemperaturen und Tiefstwerten. Nachts liegen sie bei Werten um
12 Grad C, tagsüber nur zwischen 17 und 19 Grad C. Regenschirm und
Friesennerz gehören hier zum Alltagsbedarf.

Von den Mittelgebirgen angefangen bis nach Süddeutschland sieht das
etwas anders aus. Hier bestimmt weiterhin Hochdruckeinfluss das
Wetter. Nachts wird es vielfach klar und kalt. Dabei sinken die
Temperaturen auf Werte zum Teil bis auf nur 3 Grad C. Häufig wird
sich in den Flussniederungen in der Frühe Nebel bilden. Nach
Sonnenaufgang geht es zügig mit den Temperaturen aufwärts. Bis zum
Nachmittag werden verbreitet Werte von mehr als 20 Grad C erwartet.
Zum Wochenende hin kann das Thermometer im Südwesten Deutschlands
sogar bis nahe 25 Grad C klettern.

Morgen 4 bis 5 Schichten an Kleidung übereinander gezogen,
nachmittags dann kurze Hosen und T-Shirt. So ist man immer richtig
gekleidet.


Dipl.-Met. Helmut Malewski
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 21.09.2011

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



© Deutscher Wetterdienst

Themenarchiv:

19.02. - Winter versus Vorfrühling

18.02. - La malkovro de la ĵetfluo, oder die Entdeckung des Jetstreams

17.02. - Es bleibt turbulent beim Wetter

16.02. - Einzigartige Schneekristalle

15.02. - Turbulentes Winterwetter über Fasching

14.02. - Ein besonderer Winter

13.02. - Was haben die Herren Rosenthal und Mie mit dem 13. Februar zu tun?

12.02. - Alaaf, Helau und Narri Narro!

11.02. - Die Schneefallgrenze

10.02. - Tauwetter und Hochwasser?

09.02. - Der Winter macht vielerorts eine kleine Pause

08.02. - Tag des Koffeins

07.02. - Winter, quo vadis?

06.02. - Die Schneehöhe

05.02. - Wetterfrösche in dicken Pullis

04.02. - Glatteis und Schnee: Rückblick und Vorausschau

03.02. - Hochdruck und Tiefdruck im Clinch

02.02. - Deutschlandwetter im Januar 2026

01.02. - Polarwirbel vor möglicher Aufspaltung – droht Mitteleuropa eine Kältephase?

31.01. - Start in den Februar

30.01. - Außergewöhnliche Regenmengen im südöstlichen Afrika und deren Auswirkungen in Mosambik

29.01. - Transporte in der Seeschifffahrt und maritime Lüftungsberatung im Deutschen Wetterdienst

28.01. - Glatt, aber wieso?

27.01. - Wo spielt Wetter überall eine Rolle?

26.01. - LEONIE - Die Schnee- und Eisbringerin!

25.01. - Februar 1956 – Ein Leben wie im Eisschrank

24.01. - Der Winter hat sein Pulver noch nicht verschossen!

23.01. - Schweres Unwetter auf Sizilien – trotz großer Schäden keine Todesopfer

22.01. - Schneemassen im fernen Osten Russlands

21.01. - Inversionen soweit das Auge reicht