21. September 2011 |
Zwiebeltechnik
All diejenigen, die Mittwochmorgen in der Mitte und im Süden
Deutschlands vor die Tür getreten sind, haben es deutlich gemerkt.
Ganz schön kalt war es. Die Frühtemperaturen lagen zumeist nur
zwischen 5 und 10 Grad C, stellenweise waren sie sogar bis auf 3 Grad
C abgesackt.
Im Norden Deutschlands hingegen hatte sich die schützende
Wolkenschicht bemerkbar gemacht und dafür gesorgt, dass die
Tiefsttemperaturen bei Werten zwischen 11 und 14 Grad C lagen.
Da stellte sich für Frau/Mann dann häufig die Frage: Was ziehe ich
heute an? Denn bei Sonnenschein steigen zum Nachmittag die
Temperaturen zum Teil deutlich über 20 Grad C.
Die Zwiebeltechnik ist ein probates Mittel zur Lösung dieses
Problems. Mehrere Schichten an Kleidung übereinander. Das hält in den
Frühstunden warm und im Laufe des Tages kann man dann eine Schicht
nach der anderen ablegen und sich den steigenden Temperaturen
kleidungsmäßig anpassen.
Schaut man sich die Entwicklung des Wetters in den nächsten Tagen an,
kann man feststellen, dass die Zweiteilung erhalten bleibt. Über den
Norden ziehen atlantische Tiefausläufer hinweg. Entsprechend
überwiegen dort viele Wolken, und ab und zu kann es regnen.
Entsprechend gering sind auch die Schwankungen zwischen
Höchsttemperaturen und Tiefstwerten. Nachts liegen sie bei Werten um
12 Grad C, tagsüber nur zwischen 17 und 19 Grad C. Regenschirm und
Friesennerz gehören hier zum Alltagsbedarf.
Von den Mittelgebirgen angefangen bis nach Süddeutschland sieht das
etwas anders aus. Hier bestimmt weiterhin Hochdruckeinfluss das
Wetter. Nachts wird es vielfach klar und kalt. Dabei sinken die
Temperaturen auf Werte zum Teil bis auf nur 3 Grad C. Häufig wird
sich in den Flussniederungen in der Frühe Nebel bilden. Nach
Sonnenaufgang geht es zügig mit den Temperaturen aufwärts. Bis zum
Nachmittag werden verbreitet Werte von mehr als 20 Grad C erwartet.
Zum Wochenende hin kann das Thermometer im Südwesten Deutschlands
sogar bis nahe 25 Grad C klettern.
Morgen 4 bis 5 Schichten an Kleidung übereinander gezogen,
nachmittags dann kurze Hosen und T-Shirt. So ist man immer richtig
gekleidet.
Dipl.-Met. Helmut Malewski
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 21.09.2011
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
© Deutscher Wetterdienst
Themenarchiv:
15.07. - Vom Scheren und schweren Gewittern
14.07. - Vom Höhenei bis hin zu schweren Gewittern
13.07. - Wie lange hält die hochsommerliche Hitze an?
12.07. - Geschichte der Meteorologie – Teil 10: Meteorologie Ende des 18. Jahrhunderts (a)
11.07. - Supertaifun BAVI
10.07. - Trockenheit im Südwesten Deutschlands
09.07. - Neue Hitze im Südwesten
08.07. - Sommersturm an der Ostsee
07.07. - Zwischen Sommerhoch und Tiefdruckeinfluss – Deutschland bleibt von der großen Hitze verschont
06.07. - Ein Blick auf die Pflanzenwelt - Phänologie
05.07. - Erwartet uns eine neue Hitzewelle?
04.07. - Geschichte der Meteorologie – Teil 9: Meteorologie um 1750
03.07. - Endlich wieder Durchlüften - aber wie lange?
02.07. - Deutschlandwetter im Juni 2026
01.07. - Von Regenbekleidung und Gewitterenergie
30.06. - Luftmassenwechsel bringt teils heftige Gewitter und Starkniederschläge
29.06. - Wie das Wetter die Waldbrandgefahr bestimmt
28.06. - Eine Hitzewelle für die Geschichtsbücher – Eine erste vorläufige Bilanz
27.06. - Hitze, Blitz und Donner!
25.06. - Heiß, heißer, HARTMUT!
24.06. - Nur noch 6 Monate
23.06. - Sechsunddreißig Grad und es wird noch heißer
22.06. - Sommer, Sonne, Hitze
21.06. - Von Sonnenstand und Höchsttemperatur
20.06. - Mitternachtsdämmerung
19.06. - Große Hitze und auch schwere Gewitter?
18.06. - Gewitter im Anmarsch: So verhalten Sie sich richtig
17.06. - Wann gibt es Hitzewarnungen und warum?
16.06. - Stormchasing in den USA 2026


