11. Juni 2012 |
EM-Hitze in Teilen der Ukraine
Die Fußballeuropameisterschaft 2012 ist im vollen Gange und viele
Augen richten sich auf die Spiele in Polen und der Ukraine. Während
es beim Wetter in Polen dabei in den nächsten Tagen eher
mitteleuropäisch gemäßigt zugeht, gibt es in der Mitte und im Osten
der Ukraine zum Teil große Hitze.
Am heutigen Montag stehen bei der EM die beiden ersten Spiele der
Gruppe D auf dem Plan. Um 18:00 Uhr trifft dabei in Donezk (östliche
Ukraine) Frankreich auf England. Bis 31 Grad steigt die Temperatur
dort heute tagsüber und es ist viel Sonnenschein zu erwarten. Zum
Glück für die Spieler kühlt es in den Abendstunden aber schon etwas
ab. Zum Anpfiff liegt die Temperatur noch bei etwa 28 Grad, zum
Abpfiff pendelt sie sich auf 24 Grad ein. Das wird für die
beteiligten Spieler sicherlich eine schweißtreibende Sache.
Beim zweiten heutigen Spiel, wenn um 20:45 Uhr die Ukraine auf
Schweden in Kiew (zentrale Ukraine) trifft, ist es nicht mehr ganz so
heiß. Zwar liegt auch dort die Temperatur tagsüber bei sonnigem
Wetter bei bis zu 30 Grad, zum Anpfiff kühlt es aber schon auf
"moderate" 24 Grad ab. Gegen Ende des Spiels ist es noch 22 Grad
warm. Sollte der Gastgeber gewinnen, werden dann aber sicherlich die
heimischen Fans für eine heiße Stimmung sorgen.
Am morgigen Dienstag finden zwei Spiele in Polen statt. Sowohl beim
Spiel um 18:00 Uhr in Breslau (Griechenland - Tschechien) als auch
beim Spiel um 20:45 Uhr in Warschau (Polen - Russland) liegen die
Temperaturen knapp unter 20 Grad. Dabei ist es wechselnd bewölkt mit
der Gefahr eines Schauers oder Gewitters.
Am Mittwoch richten sich die Blicke dann aus deutscher Sicht vor
allem auf das Spiel von Jogi's Jungs gegen unsere Nachbarn aus den
Niederlanden. Um 20:45 Uhr geht es in Charkiw (östliche Ukraine) los.
Während sich die Fans tagsüber bei bis zu 31 Grad und Sonnenschein in
Stimmung bringen können, ist es zum Spielbeginn noch 26 Grad warm.
Selbst beim Abpfiff zeigt das Thermometer noch 24 Grad an.
Und bei uns in Deutschland? Da sollte beim "Public Viewing" am
Mittwochabend zum Spiel zwar heiße Stimmung aufkommen, die
Temperaturen sind daran aber nicht schuld. Die liegen zum Anpfiff bei
10 bis 16 Grad, zum Abpfiff nur noch bei 8 bis 15 Grad. Dazu gibt es
nach Süden und Osten hin auch noch schauerartige Niederschläge,
während es im Norden und Westen immerhin meist trocken ist. Das
Wetter ist bei uns also noch nicht in EM-Form. Es bleibt der kleine
Hoffnungsschimmer, dass sich das zum übernächsten Spiel der Deutschen
gegen Dänemark am nächsten Sonntag ändert.
Dipl.-Met. Simon Trippler
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 11.06.2012
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
© Deutscher Wetterdienst
Themenarchiv:
14.05. - Kühles "Aprilwetter" an den Eisheiligen
13.05. - Wo ist der Polarjet hin?
12.05. - Der Geruch von Regen
11.05. - Turbulente und kühle Maitage
10.05. - Pannekoek in der Kalahari – wenn die Savanne wieder zum Leben erwacht
09.05. - Die Eisheiligen: Nur ein Mythos?
08.05. - Warmes Wochenende, kühler Wochenstart
07.05. - Wie funktioniert eine Gewittervorhersage?
06.05. - Endlich (zu viel) Regen
05.05. - Unwetterpotenzial in der Mitte: Starkregen und Gewitter
04.05. - Ausblick in die Wetterwoche
02.05. - Deutschlandwetter im April 2026
01.05. - Facettenreicher Schönwetterhimmel
30.04. - Geschichte der Meteorologie – Teil 4: Meteorologie im Früh- und Hochmittelalter
29.04. - Hoch WINFRIED bestimmt das Wetter – Umstellung zum Wochenende
28.04. - Einheitenchaos - Teil 3: Niederschlag
27.04. - Wettergötter und -propheten Teil 1: Wenn Petrus die Himmelspforte öffnet
26.04. - Hagelereignisse in Deutschland
25.04. - Hochdruck ohne Ende
24.04. - Wie Wetter Geschichte schrieb
23.04. - Flache Kaltluftschicht und große Tagesgänge
22.04. - Über Erhaltungsgrößen - und eine grell-bunte Animation
21.04. - Hoch ULI und die späten Nachtfröste
20.04. - Heftige Regenfälle im Osten und Nordosten
19.04. - Petrichor – Der Duft des Regens
18.04. - Einheitenchaos - Teil 2: Wind
17.04. - Der April auf Achterbahnfahrt!
15.04. - Zwischen Hoch und Tief im meteorologischen Niemandsland



