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06. Mai 2012 | Dipl.-Met. Peter Hartmann

Ein Rückblick auf das letzte Wochenende

Wie hier in Berlin zeigte sich das Wochenendwetter bisher überwiegend nass und kühl.
Wie hier in Berlin zeigte sich das Wochenendwetter bisher überwiegend nass und kühl.


Angesichts des kühlen und vielerorts auch regenreichen Wochenendes,
das wir zurzeit ertragen müssen, kann man sich kaum vorstellen, dass
wir in Deutschland noch vor 8 Tagen Sommertemperaturen auf
Rekordniveau (für April) erleben durften. Bereits am vergangenen
Sonntag war davon im Thema des Tages zu lesen, am heutigen Sonntag
gibt es hierzu noch Ergänzungen, da einige interessante Messwerte
letzte Woche nicht zur Verfügung standen.

Zunächst muss der bisherige deutsche Aprilrekord korrigiert werden.
Nicht im brandenburgischen Zehdenick (ca. 60 km nördlich von Berlin)
wurde bis einschließlich 2011 die höchste Temperatur gemessen,
sondern im westfälischen Ostinghausen, einem Ortsteil von Bad
Sassendorf bei Soest. Dort wurden am 21.04.1968 stolze 32,8 Grad
registriert.

Auch zu den Höchstwerten am letzten Samstag (28. April) gibt es noch
einige Ergänzungen, sodass die 5 heißesten Messstationen aus dem
operationellen Messnetz des DWD nun die folgenden sind:

Kitzingen (Unterfranken): 32,9 Grad
Bad Mergentheim-Neunkirchen (Württemberg): 32,9 Grad
Stuttgart-Neckartal: 32,8 Grad
München-Stadt: 32,2 Grad
Würzburg: 32,1 Grad

Somit teilen sich beiden Kleinstädte an Main und Tauber mit 32,9 Grad
jetzt den neuen deutschen Temperaturrekord für den April.

Nicht nur bei den Tageshöchstwerten gab es letztes Wochenende
Rekorde, auch die Tiefstwerte der Nacht zum Sonntag sind
bemerkenswert. An 5 Stationen des DWD wurde eine Tropennacht
registriert, das heißt, die Temperatur sank nicht unter 20 Grad. In
dieser Liste sind baden-württembergische Orte unter sich:

Elzach-Fisnacht (Schwarzwald): 22,8 Grad
Heidelberg: 22,5 Grad
Friedrichshafen-Unterraderbach: 21,2 Grad
Metzingen (Württemberg): 20,9 Grad
Buchenbach (Schwarzwald): 20,8 Grad

Dabei handelt es sich bei allen genannten Messwerten um neue
Aprilrekorde für die nächtliche Tiefsttemperatur an der jeweiligen
Station. In Elzach wurde der alte Spitzenwert vom 28.04.1993 um sage
und schreibe 9,8 Grad übertroffen, auch an den anderen Stationen aus
oben stehender Liste wurden die Rekordwerte um 4 bis 9 Grad erhöht.

Von solchen Temperaturen werden wir in Deutschland in den nächsten
Tagen nur träumen können. Zunächst bleibt es unbeständig und
vielerorts auch kühl. In der zweiten Wochenhälfte deutet sich zwar
ein Vorstoß wieder deutlich wärmerer Luft an, dieser wird aber
voraussichtlich nur von kurzer Dauer sein.




© Deutscher Wetterdienst

Bild: abbilder

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