Klima aktuell
Deutschlandwetter im Januar 2026
Der Januar 2026 war in Deutschland im Vergleich zu den vieljährigen Mittelwerten kälter, trockener und sonnenscheinreicher. Damit wird die Folge von wärmeren Monaten, die seit Oktober 2022 andauerte, unterbrochen. Seit 39 Monaten lagen die Monatsmitteltemperatur kontinuierlich über dem vieljährigen Mittel 1961-1990. Schon der Monatsstart fiel recht kühl aus. In der Monatsmitte zeigte sich eine leichte Milderung. Ab der 3. Monatsdekade fielen die Temperaturen wieder auf unterdurchschnittliche Werte. Die Niederschläge fielen oft als Schnee. Besonders zum Ende der ersten Monatsdekade stieg die Schneedecke in den Mittelgebirgen und der Alpenregion. In der letzten Januarwoche erreichte Mittel- und Unterfranken ergiebige Schneefälle. Im Gebietsmittel fiel deutlich weniger Niederschlag als im vieljährigen Mittel. Dafür zeigte sich die Sonne relativ häufig.
Das Gebietsmittel der Temperatur für Deutschland betrug -0,8 °C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert der Klimanormalperiode 1991-2020 war der Monat damit 1,7 K kälter, im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 0,3 K kälter. Damit war der Januar 2026 zusammen mit dem Januar der Jahre 1896, 1935, 1937, 1953 und 1961 der 54.-kälteste Januar seit 1881.
Im Gebietsmittel von Deutschland wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 44,8 mm erreicht. Das sind 20,1 mm bzw. 31 % weniger als im Mittel des Zeitraums 1991-2020 und 16 mm bzw. 26,3 % weniger als in der Referenzperiode 1961-1990. Der Januar 2026 war damit der 44.-trockenste Januar in Deutschland seit 1881.
Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag bei 64,5 Stunden. Das sind 12,6 Std. bzw. 24,4 % mehr als im Vergleichszeitraum 1991-2020 und 20,8 Std. bzw. 47,8 % mehr als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit ordnet sich der Januar 2026 als 9.-sonnenscheinreichster seit 1951 zusammen mit dem Januar 1998 in die sehr sonnigen Januarmonate ein.
Quelle: Deutscher Wetterdienst


