23. Mai 2013 |
Fußballwetter!
Samstagabend! 20.45 Uhr! Mindestens 20 Millionen Fußballtrainer sitzen an diesem Abend in Deutschland vor irgendwelchen Bildschirmen und werden das Spiel des Jahres zwischen dem BVB und den Bayern kommentieren.
Für viele auch eine Gelegenheit, dies zusammen mit Freunden, oder
auch bei einen "öffentlichen Gucken", sprich in New German "public
viewing" zu tun.
Aus diesem Grund ist das Wetter an diesem Abend sicherlich ein Grund
für weitergehende Planungen.
Die ca. 90.000 Glückspilze, die eine Karte für das Endspiel ergattert
haben, haben auch beim Wetter Glück. Es wird dort aller
Wahrscheinlichkeit nach trocken bleiben und bei 13 Grad C und einem
leichten Nordwind sind durchaus gute Spielbedingungen zu erwarten.
In Deutschland ist das Wetter etwas differenzierter zu betrachten.
Wer sich das Spiel beim Grillen im Freien anschauen will, braucht
nicht nur einen Fanschal, zwei wären besser. Denn die erwarteten
Temperaturen beim Anpfiff liegen ziemlich einheitlich nur zwischen 9
und 10 Grad C.
Die Kälte allein ist aber nicht das Problem. Warme Kleidung, evtl.
die Winterjacke, sind ein gutes Mittel dagegen. Und
selbstverständlich genügend Frostschutz in Form von Bier und anderen
Alkoholika. Aber nur in Maßen, was in Bayern allerdings wieder anders
verstanden wird als im übrigen Deutschland. Denn Fußball ohne
Bratwurst und Bier ist nur schwer vorstellbar. Aber dazu auch noch
Regen, da hört der Spaß dann allmählich doch auf.
Der Hauptregen soll nach mehreren unterschiedlichen Modellrechnungen
in einem Streifen vom Münsterland bis in den Berliner Raum fallen.
Ein zweites Hauptregengebiet liegt im Alpenbereich. Somit wird es auf
der Fanmeile in Berlin sicherlich nass. Ob es in Dortmund und in
München ebenso ist, bleibt abzuwarten. Die Chancen für einen
trockenen Spielablauf sind aber relativ gering.
All diejenigen, die zwischen den beiden Regengebieten wohnen oder das
Spiel dort anschauen, haben wenigstens das Glück, dass es trocken
bleibt.
Ach ja, abschießend noch das Ergebnis des Spiels. Wir haben alle
Randbedingungen in den Großrechner eingegeben und der rechnet und
rechnet und rechnet und rechnet und rechnet..
Dipl.-Met. Helmut Malewski
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 23.05.2013
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