Facebook Twitter
10. Mai 2013 | Dipl.-Met. Helmut Malewski

Eisheilige

Werden dieses Jahr weniger stark ausfallen: Die Eisheiligen
Werden dieses Jahr weniger stark ausfallen: Die Eisheiligen


Die Eisheiligen stehen vor der Tür. Als Eisheilige bezeichnet man den
Zeitraum zwischen dem 11. und dem 15. Mai. Dieser Begriff entstand
aus den Beobachtungen, dass es gerade in der zweiten Maidekade zu
jährlich wiederkehrenden Kaltlufteinbrüchen kommt. Besonders
frostanfällige Pflanzen sind zu diesem Zeitpunkt gefährdet.

In Norddeutschland gelten die Tage vom 11. bis 13. Mai als Eisheilige
(Mamertus, Pankratius und Servatius). Im Süden des Landes kommen noch
der 14. (Bonifatius) und der 15. Mai (kalte Sophie) hinzu. Dort hat
allerdings der 11. Mai (Mamertus) keine Gültigkeit.
Diese Zeitdifferenz zwischen Nord- und Süddeutschland beruht auf der
Tatsache, dass die Kaltluft bei ihrem Vorstoß nach Süden entsprechend
länger braucht.

Und wie sieht es mit den Eisheiligen in diesem Jahr aus?
Der Kaltluftvorstoß fällt glücklicherweise dieses Mal nicht ganz so
kräftig aus. Zwei Gründe sprechen dafür: Einerseits kommen die
Luftmassen nicht direkt aus der Polarregion zu uns, sondern machen
einen Umweg über den Nordatlantik. Dabei erwärmen sie sich etwas. Der
zweite Grund liegt in der Tatsache, dass am Wochenende vielfach
stärkere Bewölkung in ganz Deutschland vorzufinden sein wird. Durch
diese Bewölkungsschicht wird die nächtliche Ausstrahlung reduziert
und tiefe Temperaturen können nicht auftreten.

Lediglich in der Nacht von Sonntag auf Montag sinken die Temperaturen
im Schwarzwald, auf der Alb und in Teilen Oberfrankens bis auf Werte
um 2 Grad C. In diesen Regionen kann es örtlich zu leichtem
Bodenfrost kommen. Alle anderen Teile Deutschlands bleiben hingegen
frostfrei.

Ansonsten gestaltet sich das Wochenendwetter eher wechselhaft und es
kommt immer wieder zu Schauern. Dazu ist es vor allem im Norden auch
noch recht windig. Die Höchsttemperaturen liegen am Samstag bei 11
bis 18, am Sonntag sogar nur zwischen 10 und 17 Grad C.

Abschließend noch ein kleiner Lichtblick. Mitte der kommenden Woche
steigen die Temperaturen deutlich und Werte von 20 Grad C und mehr
sind wieder zu erwarten.




© Deutscher Wetterdienst

Bild: © Stefan Körber - Fotolia.com

Themenarchiv:

29.05. - Nordhemisphärische Temperaturverteilung zum meteorologischen Sommerauftakt

28.05. - Wenn die Luft zu dünn wird...

27.05. - Wettergefühle

26.05. - Gräserpollen auf dem Vormarsch

25.05. - Die Bewölkung aus Sicht eines Wetterbeobachters

24.05. - "Unfaire" Niederschlagsverteilung

23.05. - Vor dem Monsun...

22.05. - Trog Mitteleuropa

21.05. - Sommerwetter auf Abwegen

20.05. - Pfingsten steht vor der Tür!

19.05. - Im Norden Schauer, im Südosten Dauerregen und dazwischen fast nichts

18.05. - "Cumulonimbus mamma" als Gewittervorboten

17.05. - Anhaltende Trockenheit in vielen Regionen Deutschlands

16.05. - Neuer Dauerregen im Süden?

15.05. - Ist der Mai wirklich ein Wonnemonat?

14.05. - Verlängertes Wochenende mit zweigeteiltem Deutschlandwetter

13.05. - Konvergenzlinie - Eine Linie mischt die Atmosphäre auf!

12.05. - Ausflugswetter am Himmelfahrtstag?

11.05. - Auf die Felder fertig los: Es ist Erdbeerzeit!

10.05. - Ein früher Start in die Hurrikansaison

09.05. - Kommen die Eisheiligen?

08.05. - Ein Blick hinter unsere Kulissen - Tag der offenen Tür

07.05. - Nach den Unwettern: Die Zeit der Tornado-Aufklärung

06.05. - Wie geht's nach dem turbulenten Dienstag weiter?

05.05. - "Der Mai lockt ins Frei"?!

04.05. - Über wetterfühlige Aktien und sonnige Aussichten

03.05. - Regen-Tanz in den Mai

02.05. - Deutschlandwetter im April 2015

01.05. - Blitze - Auch im Frühjahr ein schönes aber auch gefährliches Naturphänomen

30.04. - April, April, der weiß nicht, was er will!