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16. März 2013 |

Wochenend` und Sonnenschein...

Ein Hochdruckgebiet über Deutschland sorgt in den nächsten Tagen für
wolkenarmes Frühlingswetter. Die Tagestemperaturen klettern auf Werte
zwischen 19 und 24 Grad, auf den Kuppen der Mittelgebirge erwärmt
sich die Luft auf 12 bis 16 Grad....

Nanu? War nicht in den Wetterberichten soeben noch von Schnee die
Rede?

Tja, so ähnlich lautete der Wetterbericht vor einem Jahr! Erinnern
Sie sich noch?
Aber zugegebener Maßen fiel der März 2012 etwas aus dem Rahmen: er
war der drittwärmste nach 1938 und 1989 seit Beginn der
Aufzeichnungen. An vielen Tagen kletterten die Temperaturen
verbreitet über 20 Grad, so wurde beispielsweise in Rheinfelden am
Hochrhein an insgesamt 11 Tagen ein Maximum von über 20 Grad
erreicht. Den Wärmerekord erreichte am 16.03. Emmendingen
(Baden-Württemberg) mit 23,9 Grad!
Natürlich gehörte dieser Monat auch zu den sonnenscheinreichsten und
auch zu den trockensten. Nur in den Jahren 1929 und 1953 regnete es
noch weniger. Insgesamt fielen im März 2012 nur 16 Liter Regen pro
Quadratmeter, das entspricht ganzen 28% des langjährigen
Mittelwertes.

Temperaturabweichung März 2012 im Vergleich zum langjährigen Mittel (in Grad Celsius)


Und in diesem Jahr? Da sieht alles ganz anders aus. Nach dem
frühlingshaften Start folgte ein fulminanter Wintereinbruch mit
reichlich Schnee und zum Teil rasanten Temperaturstürzen.
Beispielsweise wurden am 08.03. in Frankfurt/M. noch 17,2 Grad
gemessen. Am 10. waren es nur noch 10,8 Grad, am 11. dann 1,2 Grad.
Die Kaltluft machte sich natürlich besonders in den Nächten
bemerkbar. Zweistellige Minustemperaturen sind zumindest Anfang März
nicht ungewöhnlich. Jetzt befinden wir uns allerdings in der 2.
Dekade, und da sind die Tiefstwerte der vergangenen Nächte schon
bemerkenswert: in den östlichen und südlichen Bundesländern gab es
verbreitet strengen Frost unter -10 Grad. Deutschneudorf-Brüderwiese
(Sachsen) verzeichnete in der vergangenen Nacht zum Samstag sogar mit
-21,3 Grad die bisher kälteste Märznacht.

Die Sonne zeigte sich bisher reichlich - vielleicht ein Ausgleich zu
den vorangegangen sonnenscheinarmen Wochen.

Und wie geht es weiter?
Nachts wird es nicht mehr ganz so kalt. Ansonsten werden die nächsten
Tage wechselhaft und ungemütlich mit Schnee, Regen oder Schneeregen
und viel Wind bei Tagestemperaturen, die spätestens zum Beginn der
neuen Woche im Norden nur wenig über Null Grad liegen. Wer kann,
sollte am Wochenende den Alpenföhn mit Sonnenschein und 10 Grad
Lufttemperatur genießen.

Der Frühling lässt weiter auf sich warten!



Dipl.-Met. Dorothea Paetzold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 16.03.2013

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



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