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19. Mai 2012 | Dipl.-Met. Christoph Hartmann

Lichtblicke

Nach den kühlen Eisheiligen sieht es im Nordosten nach einer Woche mit Sommertagen aus, die anderen müssen sich mit dem Sommerwetter noch gedulden
Nach den kühlen Eisheiligen sieht es im Nordosten nach einer Woche mit Sommertagen aus, die anderen müssen sich mit dem Sommerwetter noch gedulden


Nach den recht frischen Eisheiligen mit Schneeflocken bis hinunter
auf 400 Meter NN und Nachtfrösten nicht nur am Boden haben wir uns
jetzt eigentlich wieder etwas wärmeres Wetter verdient. Und aus den
Medien ist schon wieder Entsprechendes zu vernehmen.
In der Tat, es wird zwar für alle wieder wärmer, aber nur im
Nordosten wird es voraussichtlich für mehrere Sommertage mit
Höchstwerten über 25 Grad reichen.
Heute werden in den Niederungen die Höchstwerte außerhalb der Küsten
über 20 Grad liegen, im Südosten können örtlich 25 Grad erreicht
werden. Am Meer dämpft das 10 Grad kalte Wasser die Temperaturen,
denn die Luft kommt an den Küsten zum Zeitpunkt der Höchsttemperatur
wegen des Land-Seewind-Systems vom Meer.
Morgen beginnt die Zweiteilung des Wetters in Deutschland.
Während im Westen wieder kühleres Wetter herrscht, profitiert
insbesondere der Nordosten vom Hoch Norbert, das von Russland nach
Skandinavien zieht. Es bringt dem Nordosten kontinentale Warmluft und
wolkenlosen Himmel.

Meteogramm für den Nordosten
Meteogramm für den Nordosten


Im Westen wird es daher am Sonntag nur wenig wärmer als heute, in der
Osthälfte kann man sich auf einen Sommertag mit Höchstwerten über 25
Grad freuen.
Am Montag schließlich kommt die kühlere Luft bis zur Weser voran, um
dann im Laufe des Dienstags wieder langsam von der Ostströmung nach
Westen zurückgedrängt werden.
Am Mittwoch werden Sommertage nördlich des Mains erwartet und sie
arbeiten sich dann immer weiter nach Süden vor.
Am Donnerstag erreichen die Sommertage die Donau, am Freitag auch die
Alpen.
Ein ungewöhnlicher Verlauf, denn normalerweise kommt die Warmluft von
Südwesten her.

Wer unbedingt heiße Tage mit Höchstwerten über 30 Grad zum Überleben
braucht, der sollte sich im Berliner Raum aufhalten. Da könnte er am
Mittwoch Glück haben.

Und was gibt es dazu für Wettererscheinungen?
Am Sonntag westlich des Rheins und entlang der Grenze zu Holland
bedeckt und nachmittags gewittriger Regen. Die Nachmittagsgewitter
ziehen bis in die Mitte. Sonst ist es in Deutschland sonnig.
Am Montag in der Südwesthälfte bedeckt mit gewittrigen und teils
kräftigem Regen. sonst gibt es einige hohe Wolken.
Am Dienstag ändert sich nicht viel und am Mittwoch wandern mit den
Sommertagen auch die Wolkenlücken südwärts.
Am Donnerstag nördlich der Donau, am Freitag überall sonnig und in
der Südhälfte vereinzelt Gewitter.

Wie es dann über Pfingsten und die Fußball-Europameisterschaft genau
weitergeht, das finden Sie im Internet.
Aber nicht auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes. Wir
beschränken uns auf das, was man ernsthaft vorhersagen kann.


© Deutscher Wetterdienst

Bild: Andrea Kusajda / pixelio.de

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