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17. April 2012 | Dipl.-Met. Sabine Krüger

Es grünt trotzdem...

Kirschbaumblüte
Kirschbaumblüte


Die Tiefsttemperaturen der vergangenen Nacht führten dazu, das teils
schon gepflanzte Blumen im Garten oder auf dem Balkon abgedeckt bzw.
in die warme Stube gestellt werden mussten. Vielerorts gab es in
Deutschland Nachtfrost:

Schwerin -0,2 °C (Mecklenburg-Vorpommern)
Lübeck-Blankensee -0,3 °C (Schleswig-Holstein)
Hannover -1,8 °C (Niedersachsen)
Bremen -2,5 °C (Bremen)
Hamburg-Fuhlsbüttel -0,4 °C (Hamburg)
Düsseldorf -2,7 °C (Nordrhein-Westfalen)
Cottbus -1,9 °C (Brandenburg)
Halle-Kröllwitz -2,4 °C (Sachsen-Anhalt)
Jena -1,3 °C (Thüringen)
Chemnitz -1,5 °C (Sachsen)
Berlin-Tegel -1,3 °C (Berlin)
Kaiserslautern -3,3 °C (Rheinland-Pfalz)
Saarbrücken -Burbach -3,0 °C (Saarland)
Kassel -2,4 °C (Hessen)
Freiburg -1,4 °C (Baden-Württemberg)
Nürnberg -4,1 °C (Bayern)

An den Küsten, zwischen Alpen und Donau sowie in einigen Innenstädten
gab es positive Tiefstwerte:

Sankt Peter-Ording +2,3 °C (Nordsee)
Kap Arkona +2,8 °C (Ostsee-Rügen)
Berlin-Tempelhof +1,3 °C (Berlin)
München-Stadt 2,7°C (Bayern)

In den kommenden Nächten kann den meisten Kleingärtnern aber zunächst
Entwarnung gegeben werden. Es bleibt überwiegend frostfrei. Lediglich
in höheren Lagen sowie von den Alpen bis nach Ostsachsen oder auch
Ostbrandenburg, wo es besonders in der kommenden Nacht zum Mittwoch
noch häufig gering bewölkt oder sternenklar ist, gibt es nochmals
Tiefsttemperaturen um oder leicht unter 0 Grad.

Trotz der frostigen Temperaturen in der vergangenen Nacht kann man
sich den Frühlingsgefühlen eigentlich nicht entziehen. Denn überall
grünt und blüht es. Die Mandelbäume, Magnolien und einige Sträucher
stehen in Blüte und mancherorts kann man bereits Linde, Kastanie und
Weide in frischem Grün sehen. Wie viele Blätter und Blüten sich
bereits zeigen, ist deutschlandweit sehr unterschiedlich. So blühen
z.B. hier vor unserem Gebäude in Offenbach am Main bereits die
Kirschbäume und Rhododendren und die Kastanien tragen schon ein
grünes Kleid, andernorts - insbesondere außerhalb der städtischen
"Wärmeinseln" sowie in höheren Lagen - sind erst zaghafte Austriebe
zu sehen und die vorherrschende Farbe an den Bäumen ist noch
winterliches grau-braun.

Insgesamt ändert sich in den nächsten Tagen nicht viel beim Wetter.
Nach einem kurzen, vor allem im Osten sonnigen Intermezzo am heutigen
Tag, muss von Westen bereits im Tagesverlauf wieder mit zunehmender
Bewölkung gerechnet werden. Dabei regnet es zeitweise - worüber sich
die Natur sicher freut, nicht aber der Sonnenanbeter, der den
Frühling oder gar bereits den Sommer herbeisehnt. An den Folgetagen
ist es allgemein wechselhaft mit Schauern und die Temperaturen
bewegen sich meist zwischen 10 und 15 Grad, in höheren Lagen der
Mittelgebirge um 8 Grad.



© Deutscher Wetterdienst

Bild: DWD

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