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07. August 2017 | Mag.rer.nat. Florian Bilgeri

Hochsommer, quo vadis?

Hochsommer, quo vadis?

Datum 07.08.2017

Nach dem phänologischen Kalender beginnt der Spätsommer in Deutschland im Mittel am 04. August. Auch die aktuellen meteorologischen Prognosedaten deuten nach einem kurzen Aufbäumen zumindest auf eine Schwächephase des Hochsommers hin, wenngleich ein späteres Comeback natürlich noch nicht ausgeschlossen werden kann.

Liebhaber von Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen sollten tunlichst den heutigen Montag noch ausgiebig für die verschiedensten Aktivitäten nutzen. Die Bewohner der östlichen Landesteilen haben dafür auch noch am Dienstag und teils auch am Mittwoch Zeit, danach geht die Temperatur aber unweigerlich auf Talfahrt und dichte Wolken werden die Sonne immer mehr verdecken. Zudem wird es im Laufe dieser Woche ausgesprochen wechselhaft mit Schauern, kräftigen Gewittern und teils länger anhaltendem Regen. In den speziellen Alpenwetterberichten wird für die hochalpinen Lagen Ende der Woche auch das Wort Schneefallgrenze Verwendung finden. Eine abwechslungsreiche und damit sehr interessante Wetterwoche steht uns jedenfalls bevor.

Hochdruckgebiet KATJA, das sich mit seinem Schwerpunkt langsam von Mittel- nach Osteuropa verlagert, sorgt am heutigen Montag bundesweit für viele Sonnenstunden. Außerdem strömt aus Südeuropa wieder warme Mittelmeerluft heran, die verbreitet für Temperaturen über 25 Grad sorgen wird. Die Marke von 30 Grad wird allerdings nicht überschritten, dafür hat die Luftmasse zunächst zu wenig Wärmepotential.

Allerdings wird die Luftmasse am Dienstag im Vorfeld einer sich von Westen nähernden Kaltfront deutlich feuchter und der Tiefdruckeinfluss nimmt zu. Das Resultat dieser Kombination sind Schauer- und teils starke Gewitter sowie schauerartiger Regen, die am Vormittag bereits den Südwesten und Teile des Westens beeinflussen. In der Osthälfte wird es dagegen noch einmal richtig warm, ein sogenannter "Heißer Tag" mit mehr als 30 Grad ist örtlich durchaus möglich. Am Nachmittag breiten sich die Schauer und Gewitter aber zunehmend nach Norden und Osten aus, wobei vor allem im bayerischen Raum ein erhöhtes Risiko für schwere Gewitter (Unwetter) besteht. Bevorzugt dort können diese stellenweise mit heftigem Starkregen, Sturmböen und Hagel verbunden sein.

Am Mittwoch strömt in den Westen ein Schwall frischer Meeresluft, sodass dort ein Sommertag (das ist ein Tag mit mehr als 25 Grad) nicht mehr erreicht wird. In den östlichen Landesteilen halten sich hingegen noch die Reste der Warmluft, die erneut für Schauer und Gewitter sorgen kann. Am Donnerstag erreicht die kühlere Meeresluft schließlich die östliche Landesgrenze Deutschlands sowie den Alpenrand. Damit ist der Temperaturtiefpunkt aber noch nicht erreicht, denn am Freitag liegen die Höchstwerte im Süden vielerorts unter 20 Grad. Für die Zugspitze wird für diesen Tag ein Temperaturmaximum von 0 Grad prognostiziert, in den Hochlagen der Alpen kann es daher durchaus bis auf 2500 m herab Schneeflocken geben. Damit beträgt die Differenz der Tageshöchsttemperatur zwischen Dienstag und Freitag mancherorts, vor allem aber im südlichen Bayern, mehr als 15 Grad.

All jenen, denen diese Wetteraussichten nicht unbedingt zusagen, sei aber Mut zugesprochen: Ab Samstag könnte es wieder etwas wärmer werden, wenngleich sich die Sonne den Platz am Himmel mit einigen Wolken teilen muss. Selbst im Spätsommer, der in Deutschland phänologisch gesehen im Mittel am 04. August beginnt, sind durchaus noch sommerlich warme oder gar heiße Tage möglich.



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