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31. Mai 2013 |

Mai kühl und nass ...

Aber irgendwann reicht es dann. Das Tief Dominik und sein Nachfolger Frederik übertreiben es doch etwas.

Seit gestern Mittag mal wieder örtlich Regenmengen, die in Thüringen
und Sachsen die ausgegebenen Unwetterwarnungen bestätigten. Unwetter
sind bei Dauerregen im 24-stündigen Zeitraum für Mengen von 50 mm und
mehr definiert.

Mit dem Dauerregen steigen die Pegel immer weiter an.


Bobeck in Thüringen, ein paar Kilometer östlich von Jena, ist mit
52,5 mm der Rekordhalter für den Zeitraum der Unwetterwarnung in
Sachsen und Thüringen. Nimmt man noch den Regen dazu, der gestern
Vormittag fiel, kommen wir für 24 Stunden auf 57 Liter pro
Quadratmeter. Hier geht der Trend zur Monatssumme des Niederschlages
an einem Tag. In Sachsen hat es in Stützengrün mit 56 mm und Sankt
Egidien mit 54 mm entsprechende Werte gegeben.

Die Unwetterschwelle für 12 Stunden, nämlich 40 mm wurde südlich des
Mains in Bayern erreicht und nach Westen hin regnet es noch weiter.
Auch in Alpennähe hat Dominik über Tschechien wieder viel Regen
gebracht, denn die Luft strömt dank Dominiks geografischer Lage gegen
die Alpen. Derzeit (12 Uhr) sind es bis zu 85 mm in Aschau,
südwestlich des Chiemsees. Kein Wunder, dass dort die seltene Warnung
vor extremem Unwetter in Kraft ist.

Aber auch in den Gegenden, wo die Unwetterwerte nicht erreicht
wurden, gibt es Hochwasser, da dort die Flüsse bereits viel Wasser
führen. Hier reichen schon zusätzliche Mengen von 10 bis 20 mm, um
die Flüsse über die Ufer treten zu lassen.

Wann hört der kräftige Dauerregen auf?

In der Nordwesthälfte, so weit sie betroffen ist, schon heute.
In den anderen Gebieten setzt sich mit Frederik das nächste Tief
durch und im Südwesten hört der Dauerregen am Samstag, nach Osten hin
wohl erst am Sonntag auf.
Die Warnung vor einem schweren Unwetter wird an den Alpen wohl das
ganze Wochenende in Kraft bleiben.


Dipl.-Met. Christoph Hartmann
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 31.05.2013

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



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